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Gewinnen Zeitungen Wahlen?

Der Einfluss der Presse in Großbritannien auf das Wahlverhalten ihrer Leser

Title: Gewinnen Zeitungen Wahlen?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Matthias Balzer (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications

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Die britische Presselandschaft und insbesondere die Boulevardpresse ist europaweit bekannt für ihre politische Parteinahme, die sich in teilweise bissigen und scharf formulierten Schlagzeilen äußert. Eine der wohl bekanntesten ist eine Schlagzeile der SUN im Rahmen der Wahlen aus dem Jahr 1992. Diese rühmte sich damit, entscheidend zum Wahlsieg der Konservativen in Folge einer diffamierenden Kampagne gegen den Spitzenkandidaten der Labour-Partei beigetragen zu haben (IT’S THE SUN WOT WON IT). In der Folge wurde die lange Tradition der Einmischung in die Wahlkämpfe fortgeführt, allerdings mit Parteinahme für die Labour-Partei durch viele Boulevardzeitungen. Diese Form der Einflussnahme bis hin zu konkreten Wahlaufforderungen ist für kontinentaleuropäische Länder äußerst ungewöhnlich. Doch auch Großbritannien, das nach Hallin und Mancini zu den liberalen und damit vorbildhaften Modellen gezählt wird, stellt in diesem Bereich eine Ausnahme dar, da diesen Modellen Annahmen zur Unabhängigkeit und Objektivität der Medien zugrunde liegen. Wie ist daher die stark ausgeprägte Parteilichkeit der britischen Presse zu begründen? Welche Auswirkungen hat diese auf die politischen Kommunikatoren und die britischen Wähler? Sind Kampagnen von Zeitungen wahlentscheidend und damit auf eine Stufe mit den Kampagnen der Parteien zu stellen?

Die vorliegende Arbeit soll diese und weitere Fragen beantworten und insbesondere die Auswirkungen der politischen Parteinahme auf das Wahlverhalten und die Einstellungen der Bürger illustrieren. Im ersten Teil der Arbeit soll das britische Mediensystem vorgestellt und in den Kontext der liberalen Medienmodelle eingeordnet werden. Im zweiten Teil soll anhand von Untersuchungen der letzten vier britischen Wahlen und einiger weiterer Studien auf den Einfluss der (politischen) Pressekampagnen auf Wahlverhalten und Einstellungen der Bürger eingegangen werden. Zum Abschluss werden die dargestellten Ergebnisse diskutiert und einer kritischen Betrachtung unterzogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Großbritannien im liberalen Medienmodell

2.1 Das liberale Modell als Idealtyp einer unabhängigen Berichterstattung

2.2 Kennzeichen der britischen Presselandschaft

2.3 Der Dualismus des Rundfunkmarktes

3. Der Einfluss der britischen Presse in Wahlkampagnen

3.1 Theoretische Annahmen über den Einfluss von Printmedien auf ihre Leser

3.2 Die Berichterstattung der britischen Presse in den Wahlkämpfen von 1992 – 2005

3.3 Empirische Ergebnisse der Wahlforschung – beeinflussen Zeitungen das Wahlverhalten ihrer Leser?

4. Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der britischen Presse auf das Wahlverhalten der Wähler und geht der Frage nach, ob Zeitungen mit ihren politischen Kampagnen tatsächlich Wahlen entscheiden können.

  • Das britische Mediensystem im Kontext liberaler Medienmodelle.
  • Besonderheiten und Struktur der britischen Presselandschaft (Boulevard- vs. Qualitätszeitungen).
  • Wirkungsmechanismen wie Agenda-Setting, Framing und Priming bei Printmedien.
  • Analyse der Wahlberichterstattung in Großbritannien zwischen 1992 und 2005.
  • Empirische Evidenz zur tatsächlichen Beeinflussung der Wählerschaft durch Pressekampagnen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Theoretische Annahmen über den Einfluss von Printmedien auf ihre Leser

In der Medienwirkungsforschung existieren vier große Theoriestränge, die die Effekte von Medien auf ihre Rezipienten beschreiben. Im Folgenden werden diese Theorien unter besonderer Beachtung der Auswirkungen von Printmedien vorgestellt und versucht auf die bestehenden Verhältnisse in Großbritannien anzuwenden.

Die Reinforcement-Theorie (dt. Verstärkungstheorie) zählt zu den älteren Theorien in der Medienforschung und geht von der Annahme aus, dass Medien bestehende Einstellungsmuster lediglich verstärken, nicht aber neue Meinungen erzeugen können. Gründe dafür liegen in den Gegebenheiten der Medienmärkte und der Persönlichkeit der Mediennutzer. Da moderne Medien marktorientiert sind und sich an den Bedürfnissen der Konsumenten orientieren, suchen sie nach Themen, die diese interessieren. Individuen hingegen haben einen Kern von Werten und Überzeugungen, an denen sie festhalten und nach denen sie die Medien auswählen, die diese Überzeugungen am ehesten widerspiegeln. Dementsprechend sind die Effekte, die die Medien hervorrufen können, sehr limitiert, da die Mediennutzer die aktiven Akteure darstellen, an die die Medien sich anpassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der politischen Parteinahme der britischen Presse ein und umreißt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Großbritannien im liberalen Medienmodell: Dieses Kapitel erläutert das britische Mediensystem anhand der Typologie von Hallin und Mancini und beschreibt den Dualismus zwischen der privaten Presse und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

3. Der Einfluss der britischen Presse in Wahlkampagnen: Der Hauptteil analysiert theoretische Medienwirkungsmodelle, untersucht die Berichterstattung der letzten vier britischen Unterhauswahlen und wertet empirische Studien zum Einfluss auf das Wahlverhalten aus.

4. Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Ausgangsfrage negativ und reflektiert, dass trotz der Tradition der Pressekampagnen kein wahlentscheidender Einfluss auf die Wählerschaft nachweisbar ist.

Schlüsselwörter

Großbritannien, Presse, Wahlverhalten, Wahlkampf, Boulevardpresse, Medienmodell, Agenda-Setting, Reinforcement-Theorie, Priming, Framing, politische Parteinahme, BBC, Wahlberichterstattung, Medienwirkung, Wählerschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, inwieweit die britische Presse durch ihre politische Parteinahme und gezielte Kampagnen Einfluss auf das Wahlverhalten der britischen Bevölkerung ausübt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Struktur des britischen Mediensystems, der Vergleich zwischen Boulevard- und Qualitätsmedien sowie die wissenschaftlichen Theorien zur Medienwirkung im politischen Kontext.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit stellt die Frage: "Gewinnen Zeitungen Wahlen?" und untersucht, ob eine kausale Verbindung zwischen Pressekampagnen und dem Wahlerfolg einer Partei besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Mediensystem-Typologien (Hallin/Mancini), die Auswertung von Auflagen- und Wahldaten sowie die kritische Betrachtung empirischer Wahlstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung des Mediensystems, die historische Betrachtung der Presseberichterstattung bei den Wahlen von 1992 bis 2005 und die Vorstellung aktueller medienwissenschaftlicher Studien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Politische Kommunikation, Medienmodell, Wahlkampfberichterstattung, Reinforcement-Theorie, Priming und der spezifische Kontext der britischen Boulevardpresse.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung bezüglich des "SUN-Effekts"?

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der Einfluss der Boulevardpresse überschätzt wird und Aussagen wie "It was The Sun wot won it" nicht durch empirische Daten gestützt werden können.

Warum unterscheidet sich der Rundfunkmarkt so stark von der Presse?

Der Rundfunk in Großbritannien ist durch die staatlich regulierte BBC, die parteipolitische Unabhängigkeit und ein gesetzliches Gebot zur Objektivität geprägt, was ihn grundlegend von der parteiisch agierenden Presse unterscheidet.

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Details

Title
Gewinnen Zeitungen Wahlen?
Subtitle
Der Einfluss der Presse in Großbritannien auf das Wahlverhalten ihrer Leser
College
University of Koblenz-Landau  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Politische Kommunikation und Öffentlichkeit in Europa
Grade
1,3
Author
Matthias Balzer (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V172547
ISBN (eBook)
9783640924820
Language
German
Tags
Mediensysteme Politische Kommunikation Medienwirkung Großbritannien tabloids Presse Wahlkampf Agenda Setting Reinforcement Theorie Wahlforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Balzer (Author), 2008, Gewinnen Zeitungen Wahlen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172547
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