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Wortinterne literarische Mehrsprachigkeit

Titel: Wortinterne literarische Mehrsprachigkeit

Seminararbeit , 2009 , 19 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Bernhard Kopf (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir wollen in dieser Arbeit untersuchen, wie mehrsprachige Wörter in literarischen Texten eingesetzt werden. Wir wollen also nicht einfach fremdsprachige Wörter untersuchen, die in einen Text eingefügt sind, sondern das Wort selbst muss sowohl die Sprache des Haupttextes als auch mindestens eine weitere Sprache in sich tragen. Mit anderen Worten, das „Fremde“ muss in irgendeiner Weise deutlich in einem „hiesigen“ Wort zu sehen sein, damit es unter unsere Definition fällt. Das heißt, dass „alte“ Fremdwörter oder Lehnwörter, bei denen man die fremde Herkunft nicht mehr ohne weiteres erkennen kann, („Freitag ist eine Lehnübersetzung von 'veneris dies' (Freya statt Venus)“4, hier nicht behandelt werden. Die bei der Recherche gefundenen Beispiele wortinterner literarischer Mehrsprachigkeit werden in vorhandene und schon bestehende Kategorien hinsichtlich ihrer Wirkung eingeordnet. Aus dieser Einordnung soll deutlich werden, dass diese Worte verschiedene Funktionen in literarischen Texten erfüllen. Natürlich werden sich die hier vorgestellten Kategorien teilweise überschneiden. Wir möchten trotzdem diese Kategorisierung vornehmen, weil wir glauben, dass man dadurch die unterschiedlichen Schwerpunkte der einzelnen Mehrsprachigkeits-Arten besser erkennen und das Phänomen so besser verstehen kann. Die schon bestehende Sekundärliteratur zu diesem Thema wird nicht systematisch aufgearbeitet sondern nur je nach Bedarf eingearbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Konstruierte Mehrsprachigkeit

Lustige Mehrsprachigkeit

Politische Mehrsprachigkeit

Entfremdung durch Schriftverfremdung

Fazit?

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Phänomen der wortinternen Mehrsprachigkeit in literarischen Texten und analysiert, wie Wörter, die mehrere Sprachen in sich vereinen, in verschiedenen Kontexten eingesetzt werden. Dabei wird das Ziel verfolgt, eine kategoriale Einordnung dieser Phänomene vorzunehmen, um deren inhaltliche Funktionen und Wirkungsweisen innerhalb eines literarischen Rahmens besser verständlich zu machen.

  • Analyse von Strategien wortinterner Mehrsprachigkeit in der Literatur.
  • Unterscheidung und Kategorisierung verschiedener Ausprägungen von Sprachmischung.
  • Erforschung der psychologischen und soziopolitischen Dimensionen des "Fremden" in der Sprache.
  • Beleuchtung der künstlerischen Nutzung von Schrift- und Sprachverfremdung als Ausdrucksmittel.

Auszug aus dem Buch

Konstruierte Mehrsprachigkeit

„Da ich kein Französisch verstand, fand ich es erstaunlich, dass ich mitten im Wort ‚Klavier’ das Wort ‚La Vie’ entdeckte.“

Wenn die Mehrsprachigkeit nicht „unmittelbar“ sichtbar ist, schlagen wir die Bezeichnung „konstruierte Mehrsprachigkeit“ vor.

In dem obigen Beispiel entdeckt die japanische Autorin Tawada Yoko die französischen Wörter „la vie“ in dem deutschen Wort Klavier. Sie nimmt dann diese Entdeckung als Ausgangspunkt für eine Interpretation von Else Lasker Schülers „Mein blaues Klavier“.

Es wäre wohl schwierig, diese Entdeckung Tawadas objektivieren zu wollen. Diese Entdeckung ist subjektiv konstruiert. Ein anderer Leser würde vielleicht ganz andere Fremdsprachen in Klavier entdecken. Zum Beispiel wäre es auch möglich, das japanische Wort für Haus (ie, 家) zu finden.

Diese Subjektivität in der Interpretation wollen wir aber deswegen nicht gering achten, weil sie originelle Leseansätze erlaubt, wie wir in der Celan-Interpretation von Tawada sehen werden:

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Arbeit definiert wortinterne Mehrsprachigkeit und grenzt das Ziel ab, das Phänomen durch existierende und eigene Kategorien funktional zu erschließen.

Konstruierte Mehrsprachigkeit: Es wird analysiert, wie durch subjektive Deutungsansätze eine Mehrsprachigkeit in einsprachigen Wörtern "konstruiert" wird, um neue Interpretationsräume zu öffnen.

Lustige Mehrsprachigkeit: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Sprachmischungen durch das bewusste Überschreiten von Normen einen komischen Effekt erzeugen und Zensurmechanismen umgehen.

Politische Mehrsprachigkeit: Hier wird untersucht, wie Sprachhybride verwendet werden, um Identitätskonstruktionen und gesellschaftliche Fremdheitserfahrungen darzustellen.

Entfremdung durch Schriftverfremdung: Das Kapitel befasst sich mit der visuellen Dimension der Mehrsprachigkeit und zeigt, wie Schriftgestaltung Fremdheit und Distanz graphisch vermitteln kann.

Fazit?: Das abschließende Kapitel resümiert den Erkenntnisgewinn der Kategorisierung und plädiert für die Akzeptanz des Fremden im Eigenen als kulturelle Bereicherung.

Schlüsselwörter

Wortinterne Mehrsprachigkeit, Fremdwörter, Sprachmischung, Konstruierte Mehrsprachigkeit, Lustige Mehrsprachigkeit, Politische Mehrsprachigkeit, Schriftverfremdung, Interferenz, Yoko Tawada, Identität, Literatur, Fremdheit, Sprachnormen, Übersetzung, Transkulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der wortinternen Mehrsprachigkeit, also Wörtern, die mehr als eine Sprache in sich tragen, und deren Einsatz in literarischen Texten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Kategorisierung von Sprachmischungen nach ihrer Funktion, wie etwa "konstruierte", "lustige" oder "politische" Mehrsprachigkeit sowie die visuelle Ebene der Schriftverfremdung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Vielfalt des Phänomens aufzuzeigen und durch eine Kategorisierung zu verdeutlichen, welche verschiedenen inhaltlichen Funktionen diese Wörter in der Literatur erfüllen können.

Welche wissenschaftliche Herangehensweise wird gewählt?

Die Arbeit verzichtet auf eine rein linguistische Analyse und ordnet die Beispiele stattdessen primär nach ihrer inhaltlichen und literarischen Wirkung ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Arten der Mehrsprachigkeit anhand von Beispielen aus der Literatur (u.a. bei Yoko Tawada, Ernst Jandl und Emine S. Özdamar) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wortinterne Mehrsprachigkeit, Sprachmischung, Identität, Fremdheit und Schriftverfremdung sind die zentralen Begriffe, die den theoretischen und praktischen Rahmen bilden.

Inwiefern spielt der Begriff der "konstruierten Mehrsprachigkeit" eine Rolle?

Dieser Begriff beschreibt, dass Mehrsprachigkeit oft subjektiv vom Leser oder Autor in ein Wort hineingelesen wird, selbst wenn diese nicht unmittelbar oder objektiv im Wort angelegt ist.

Warum wird die Verbindung zu politischen Themen hergestellt?

Die Arbeit argumentiert, dass Sprachprozesse wie die Identitätsfindung von Menschen mit Migrationshintergrund eng mit dem politischen Verständnis des "Fremden im Eigenen" verknüpft sind.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Verwendung von Katakana im Japanischen?

Die Verwendung von Katakana für Wörter, die normalerweise in Hiragana geschrieben würden, dient als Mittel zur Schriftverfremdung, um grafisch den Schrecken oder eine bewusste Distanzierung darzustellen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wortinterne literarische Mehrsprachigkeit
Hochschule
Universität Wien  (Germanistik)
Veranstaltung
Literarische Mehrsprachigkeit
Note
1,00
Autor
Bernhard Kopf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V172359
ISBN (Buch)
9783640923649
ISBN (eBook)
9783640923724
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wortinterne mehrsprachigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Kopf (Autor:in), 2009, Wortinterne literarische Mehrsprachigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172359
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Leseprobe aus  19  Seiten
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