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Entwurf einer Übersetzungstheorie der Verführung

Title: Entwurf einer Übersetzungstheorie der Verführung

Seminar Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Bernhard Kopf (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Ich habe in dieser Arbeit eine Theorie für literarische Übersetzungen entwickelt, die auf dem Begriff der Verführung aufbaut.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Übersetzer als Verführer

Le Plaisir du Traduction

Rules of the Game

Einwandbehandlung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit entwickelt eine neuartige Übersetzungstheorie, die auf den Prinzipien der Verführung basiert. Das zentrale Forschungsanliegen ist die Untersuchung der These, ob eine „untreue“ und „geheimnisvolle“ Übersetzung, die sich bewusst vom Original distanziert, einen höheren ästhetischen Lesegenuss erzeugen kann als eine rein treue Übersetzung.

  • Evolutionäre Perspektiven auf Kunst und Literatur als „Werbeinstrumente“ (Courtship).
  • Die Anwendung von Verführungsregeln aus der populären Ratgeberliteratur auf den Übersetzungsprozess.
  • Die Bedeutung von Unlesbarkeit und Fremdheit in der Übersetzung im Sinne der Dekonstruktion.
  • Die Rolle der subjektiven Lust am Text (Jouissance) bei der Rezeption von Übersetzungen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Übersetzung und eigenständiger Neuschöpfung.

Auszug aus dem Buch

Rules of the Game

Eine Übersetzung kann dann verführen, wenn sie den Regeln der Verführung folgt. Robert Greene gibt in seinem Buch „The Art of Seduction“ solche Verführungsregeln. Er hat sie aus Literatur abgeleitet, und die Regeln sind wohl für verbale Verführung gedacht. Wir wollen diese Regeln aber nun trotzdem für unsere Übersetzungstheorie der Verführung anwenden:

“Send Mixed Signals”

Eine dieser Regeln besteht darin, dass man “mixed signals” aussenden soll. “Most of us are much too obvious – instead, be hard to figure out. Send mixed signals: both tough and gender, both spiritual and earthly, both innocent and cunning... An elusive, enigmatic aura will make people want to know more, drawing them into your circle. Create such a power by hinting at something contradictory within you.”

Diese Regel kann man direkt auf Übersetzungen anwenden. Übersetzung soll widersprüchlich sein. Das heißt, der Übersetzungsstil soll sich öfters innerhalb einer Übersetzung ändern. Folgende Dichotomien wären zum Beispiel denkbar: klar – unklar, treu – untreu, blumig – trocken, gereimt – ungereimt...

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Autor führt in die Grundthese ein, dass Übersetzungen ähnlich wie die Verführungskunst funktionieren sollten, indem sie geheimnisvoll bleiben und vom Original abweichen.

Übersetzer als Verführer: Unter Rückgriff auf Geoffrey Millers Evolutionstheorie wird argumentiert, dass originelle Literatur und Übersetzung der Gen-Präsentation dienen und somit den sozialen Status erhöhen.

Le Plaisir du Traduction: Mit Anleihen bei Barthes und Lévinas wird erläutert, wie das „Nicht-Verstehen“ und das Fremde im Text beim Leser ein Lustgefühl erzeugen, das einer Verführung gleichkommt.

Rules of the Game: In diesem Kapitel werden konkrete Verführungsstrategien, etwa das Aussenden widersprüchlicher Signale, auf die Praxis der literarischen Übersetzung übertragen.

Einwandbehandlung: Der Autor setzt sich mit Gegenargumenten auseinander, insbesondere mit der Forderung nach inhaltlicher Treue, und verteidigt die Übersetzung als bewusste, „originelle“ Neukonstruktion.

Schlüsselwörter

Übersetzungstheorie, Verführung, Literatur, Originalität, Untreue, Genqualität, Jouissance, Barthes, Miller, Greene, Dekonstruktion, Ästhetik, Fremdheit, Lesegenuss, Neuschöpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit postuliert eine „Übersetzungstheorie der Verführung“, bei der nicht die treue Wiedergabe des Originals im Vordergrund steht, sondern die bewusste Abweichung, um den Leser zu verführen und zu unterhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Evolution von Kunst, Verführungsmechanismen, literarische Mehrsprachigkeit, Ästhetik des Unklaren und die Psychologie des Lesegenusses.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Übersetzungen, die originell vom Ausgangstext abweichen, oft als spannender und lustvoller wahrgenommen werden als textgetreue Übersetzungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Herangehensweise, indem sie Theorien aus der Evolutionsbiologie, Literaturwissenschaft, Philosophie und populären Verführungsratgebern kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Verführung (Mixed Signals, Insnuierung, Spannung) und überträgt diese auf die Übersetzungspraxis, unterfüttert durch Theoretiker wie Barthes, Derrida und Miller.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe sind Verführungstheorie, literarische Übersetzung, Originalität, Genqualität und die ästhetische Lust am Text.

Warum wird die Asterix-Dialektübersetzung als Beispiel genannt?

Sie dient als exemplarisches Beispiel für eine „untreue“ Übersetzung, die durch ihre kreative Abweichung vom Original bei vielen Lesern einen höheren Unterhaltungswert erzielt.

Wie definiert der Autor das „gesunde“ Übersetzungszeichen?

In Anlehnung an Roland Barthes ist ein „gesundes“ Zeichen eines, das nicht den Anspruch erhebt, die bloße Realität abzubilden, sondern seine Rolle als konstruiertes, spielerisches Element offenlegt.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Entwurf einer Übersetzungstheorie der Verführung
College
University of Vienna  (Germanistik)
Course
Übersetzungstheorie
Grade
1,00
Author
Bernhard Kopf (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V172358
ISBN (eBook)
9783640921997
ISBN (Book)
9783640922062
Language
German
Tags
entwurf verführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernhard Kopf (Author), 2009, Entwurf einer Übersetzungstheorie der Verführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172358
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