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Safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen im Iran des 16. Jahrhunderts

Titel: Safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen im Iran des 16. Jahrhunderts

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 22 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: MA Melanie Berg (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit befasst sich mit den von Maria SZUPPE veröffentlichen Artikeln zu ihren Studien über den Einfluss und die Macht von safawidischen Frauen aus der herrschenden Elite des 16. Jahrhunderts. Eine sehr umfangreiche Arbeit wurde in der
Zeitschrift Studia Iranica in zwei Teilen veröffentlicht. Eine weiter Arbeit, welche die Ergebnisse aus Studia Iranica weiterführt und ergänzt, aber auch in Frage stellt, wie wir sehen werden, findet man in dem bereits erwähnten Werk von HAMBLY. Bevor wir uns
den Arbeiten von SZUPPE ausführlich widmen, soll auf die Wurzeln der Safawiden die Grundlagen für den Einfluss und die Macht, die safawidische Frauen der herrschenden Klasse im 16. Jahrhundert erlangen konnten, eingegangen werden. Ferner soll an dieser
Stelle die Problematik der zeitgenössischen Quellen umrissen werden, die für die Erforschung des 16. Jahrhundert bedeutsam sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. GESCHICHTSSCHREIBUNG - DAS PROBLEM DES „SICHTBAR WERDENS“

1.2. QUELLENPROBLEMATIK FÜR DAS 16. JAHRHUNDERT

2. GRUNDLAGEN FÜR DIE MACHT VON SAFAWIDISCHEN FRAUEN DER HERRSCHENDEN KLASSE

2.1. FRAUEN IN STAMMESGESELLSCHAFTEN

2.2. URSPRÜNGE DER SAFAWIDEN

2.3. DIE HEIRAT ALS POLITISCHER SCHACHZUG

3. SAFAWIDISCHE PRINZESSINNEN UND HERRSCHERFRAUEN

3.1. (AUS-)BILDUNG DER PRINZESSINNEN

3.2. SCHRIFTVERKEHR –PRINZESSINNEN ALS DIPLOMATINNEN

3.3. MILITÄRISCHE FÄHIGKEITEN DER PRINZESSINNEN

3.4. FRAUEN ALS POLITISCHE MACHTHABERINNEN

3.4.1. Möglichkeiten und Beschränkungen

3.4.2. Einflussreiche safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen

3.4.3. Einflussreiche Frauen in den Provinzen

4. KURZER AUSBLICK AUF DAS 17. JAHRHUNDERT

5. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die politische Rolle und den Machteinfluss von Frauen der herrschenden Klasse im Iran des 16. Jahrhunderts, insbesondere im Kontext der safawidischen Dynastie. Ziel ist es, das oft einseitige historische Bild der rechtlosen muslimischen Frau zu korrigieren und die tatsächliche Teilhabe von Prinzessinnen und Herrscherfrauen an politischen sowie militärischen Entscheidungsprozessen aufzuzeigen.

  • Safawidische Prinzessinnen als Diplomatinnen und Akteurinnen
  • Einfluss von Stammesstrukturen auf den Status von Frauen
  • Die Bedeutung von Heiratsbündnissen als politisches Instrument
  • Bildung und militärische Ausbildung von Frauen am Hof
  • Politisches Handeln in den Provinzen und im Zentrum

Auszug aus dem Buch

1.1. GESCHICHTSSCHREIBUNG - DAS PROBLEM DES „SICHTBAR WERDENS“

Lange wurde die Geschichte des Mittelalters in sehr einseitiger Weise geschrieben und interpretiert. Es entstand ein Bild von Herrschern, Kriegsführern, Königen und geistige Führern, welche die Geburtsstunden oder den Untergang von Dynastien und Imperien einleiteten. Frauen scheinen in der Geschichte – jedenfalls politisch – eine weniger bedeutende Rolle gespielt zu haben. Doch die Erkenntnis, dass Geschichte und Geschichtsschreibung nicht zwangsläufig dasselbe sind, und dass die Sicht der mittelalterlichen Vergangenheit bislang ein sehr einseitig skizziertes Bild war, hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter durchgesetzt.

Auch in der Islamwissenschaft wurde lange das Bild der mittelalterlichen muslimischen Frau, die, als Besitz zuerst ihres Vaters und ihrer Brüder, dann ihres Mannes, keinerlei Rechte hat und zurückgezogen von der Öffentlichkeit dahinlebt, akzeptiert. Das stellt z.B. R. G. HAMBLY fest, und schreibt in dem Leitartikel zu dem von ihm 1998 herausgegebenen Buch Women in the Medieval Islamic World:

Most general overviews of Islamic history, and perhaps especially those to which students are first introduced, have little or nothing to say about the lives of women. (...) Historians have made passing references to the status of women in Islamic society, law, and beliefs, but they have usually contented themselves with emphasizing the practice of hijāb, or veiling, polygamy, concubinage, and the harem.

Der Artikel von HAMBLY trägt den aufschlussreichen Titel Becoming visible: Medieval Islamic Women in Historiography and History. Dieser Titel ist das Programm und die Absicht des gesamten Werkes und zugleich auch das Problem, dem sich Historiker gegenübergestellt sehen: das „sichtbar machen“ von Frauen in einer Geschichtsschreibung, die oftmals Frauen nicht überschwenglich erwähnt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Problematik der bisherigen Geschichtsschreibung bezüglich der Rolle muslimischer Frauen und definiert den Fokus auf die safawidische Elite im 16. Jahrhundert.

2. GRUNDLAGEN FÜR DIE MACHT VON SAFAWIDISCHEN FRAUEN DER HERRSCHENDEN KLASSE: Hier werden die nomadischen Wurzeln der Safawiden sowie die soziopolitische Bedeutung von Stammesstrukturen und strategischen Heiraten analysiert.

3. SAFAWIDISCHE PRINZESSINNEN UND HERRSCHERFRAUEN: Dieser Hauptteil beleuchtet die Bildung, den diplomatischen Schriftverkehr, militärische Fertigkeiten und konkrete politische Machtausübung der Prinzessinnen.

4. KURZER AUSBLICK AUF DAS 17. JAHRHUNDERT: Das Kapitel skizziert den Wandel der Machtverhältnisse unter Schah Abbas I. und die Einschränkung des Wirkungsfeldes von Frauen im neuen administrativen System.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse zur außergewöhnlichen politischen Aktivität der Frauen des Safawiden-Hofes.

Schlüsselwörter

Safawiden, 16. Jahrhundert, Prinzessinnen, Herrscherfrauen, Iran, Politik, Diplomatie, Stammesgesellschaft, Hofgeschichte, Geschichtsschreibung, Macht, Qizilbāš, Heiratsbündnisse, Frauenrolle, Maria Szuppe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die politische Rolle von Frauen der safawidischen Herrscherfamilie im Iran des 16. Jahrhunderts und hinterfragt deren vermeintliche politische Bedeutungslosigkeit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ausbildung, der diplomatischen Tätigkeit, militärischen Aspekten und der tatsächlichen politischen Machtausübung von Frauen innerhalb und außerhalb des Harem-Kontexts.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen trotz gesellschaftlicher Einschränkungen aktiven Einfluss auf die Politik und das Staatsgeschick ausüben konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine quellenkritische Analyse zeitgenössischer persischer Chroniken sowie westlicher Reiseberichte, um das "sichtbar werden" der Frauen in der Geschichtsschreibung zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die sozio-kulturellen Grundlagen (Stammesstrukturen, Heiraten) und die spezifische Untersuchung der Handlungsspielräume von Frauen in Diplomatie, Militär und Regierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Safawiden, Hofgeschichte, Politische Macht, Geschichtsschreibung, Diplomatie und Stammesgesellschaft.

Warum war die militärische Ausbildung für Frauen am Hof relevant?

Da der Hof oft auf Feldzügen präsent war und die Frauen teilweise die Macht in Abwesenheit der Männer übernahmen oder als Diplomatinnen agierten, waren diese Fertigkeiten zur Sicherung ihrer Position notwendig.

Welche Rolle spielten Heiratsbündnisse im Safawidenreich?

Heiraten waren politische Instrumente, um unruhige Provinzen an das Herrscherhaus zu binden und den Einfluss der Schah-Familie über die mächtigen Stämme zu sichern.

Wie veränderte sich die Situation für Frauen im 17. Jahrhundert?

Unter den Reformen von Schah Abbas I. wurde das politische Wirkungsfeld der Frauen durch Zentralisierungsmaßnahmen und eine neue Verwaltungsstruktur stärker auf den Bereich des Harems eingeschränkt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen im Iran des 16. Jahrhunderts
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Orientalisches Seminar)
Veranstaltung
Hauptseminar (Persisch) - Mann und Frau in muslimischen Gesellschaften
Note
sehr gut
Autor
MA Melanie Berg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
22
Katalognummer
V172333
ISBN (eBook)
9783640922574
ISBN (Buch)
9783640922833
Sprache
Deutsch
Schlagworte
safawidische prinzessinnen herrscherfrauen iran jahrhunderts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA Melanie Berg (Autor:in), 2001, Safawidische Prinzessinnen und Herrscherfrauen im Iran des 16. Jahrhunderts , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172333
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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