Im ersten Kapitel wird zunächst das Salutogenese-Modell von Antonovsky vorgestellt. Anschließend wird aufgezeigt, wie dieses Modell in einem ausgewählten Rehabilitationssetting praktisch angewendet werden kann.
Das zweite Kapitel beginnt mit einer kurzen Einführung in die Rehabilitationspsychologie. Im Anschluss werden vier zentrale Tätigkeitsfelder von Rehabilitationspsycholog/innen sowie die damit verbundenen Aufgaben beschrieben. Abschließend wird auf die dafür erforderlichen Kompetenzen eingegangen.
Im dritten Kapitel wird zunächst das wissenschaftliche Verständnis von Gesundheit bzw. Krankheit dargestellt. Anschließend werden Forschungsergebnisse zu Gesundheits- und Krankheitskonzepten von Rehabilitand/innen sowie Einflussfaktoren auf ihre Gesundheit beschrieben. Abschließend werden daraus Ansatzpunkte zur Gesundheitsförderung von Rehabilitand/innen abgeleitet und diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Das Salutogenese-Modell nach Antonovsky
1.1 Hintergrund
1.2 Das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum
1.3 Stressoren und Spannungszustand
1.4 Das Kohärenzgefühl
1.5 Generalisierte Widerstandsressourcen
1.6 Anwendung des Salutogenese-Modells in der Rehabilitation von Arthrose
2 Ausgewählte Tätigkeitsfelder von Rehabilitationspsycholog:innen
2.1 Rehabilitationsklinik
2.2 Berufsförderungswerk
2.3 Sozialpädiatrische Zentren
2.4 Integrationskindergarten
2.5 Kompetenzen von Rehabilitationspsycholog:innen
3 Gesundheits- und Krankheitskonzepte von Rehabilitand:innen
3.1 Gesundheits- und Krankheitsdefinition in der Wissenschaft
3.2 Gesundheits- und Krankheitskonzepte von Rehabilitand:innen und Einflussfaktoren auf ihre Gesundheit
3.3 Ansatzpunkte zur Gesundheitsförderung für Rehabilitand:innen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen und Tätigkeitsfelder in der Rehabilitationspsychologie mit einem besonderen Fokus auf das salutogenetische Modell nach Antonovsky sowie die subjektiven Gesundheitskonzepte von Rehabilitanden.
- Grundlagen und Anwendung des Salutogenese-Modells in der Rehabilitation
- Aufgaben und Kompetenzprofil von Rehabilitationspsycholog:innen in unterschiedlichen Settings
- Wissenschaftliche und subjektive Gesundheits- und Krankheitskonzepte
- Einflussfaktoren auf die Gesundheit von Rehabilitand:innen
- Strategien zur Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung
Auszug aus dem Buch
1.6 Anwendung des Salutogenese-Modells in der Rehabilitation von Arthrose
Im Folgenden sollen Möglichkeiten der Anwendung des Salutogenese-Modells in der Rehabilitation von Arthrose aufgezeigt werden. Zunächst werden dazu die Begriffe Rehabilitation und Arthrose erläutert, um ein besseres Verständnis für die nachfolgenden Ausführungen zu schaffen. Der Begriff Rehabilitation stammt aus dem Lateinischen (rehabilitare) und kann als „eine Person wieder in ihren früheren Stand einsetzen“ übersetzt werden. Nach Wolf-Kühn und Morfeld (2016) wird unter Rehabilitation ein integriertes Interventionsprogramm verstanden, das darauf abzielt, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Einschränkungen zu befähigen, die Auswirkungen ihrer Erkrankung/Einschränkung zu bewältigen und selbstständig sowie selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen (S. 3). Bei der Arthrose handelt es sich um eine chronisch fortschreitende, degenerative Erkrankung der Gelenke, bei der es zu einem allmählichen Abbau des Gelenkknorpels sowie zur Schädigung angrenzender Strukturen wie Knochen, Gelenkkapseln und Bändern kommt (Günther, Fickert & Goronzy, 2014, S. 352).
Diese Veränderungen führen zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einem zunehmendem Funktionsverlust der betroffenen Gelenke. Häufig betroffen sind Knie-, Hüft-, Finger- und Wirbelgelenke. Arthrose gilt weltweit als die häufigste Erkrankung der Gelenke und tritt überwiegend in der zweiten Lebenshälfte auf. In Deutschland waren im Jahr 2019 rund 17% der erwachsenen Bevölkerung von Arthrose betroffen (Heidemann et al., 2021, S. 12; Robert Koch Institut, [RKI] 2024). Da die Erkrankung nicht heilbar ist, stehen Maßnahmen ihm Vordergrund, die auf eine Linderung der Beschwerden und den Erhalt der Gelenkfunktion abzielen, darunter Bewegung, Reduktion von Übergewicht, physio- und ergotherapeutische Maßnahmen, Schmerzmittel sowie Hilfsmittel zur Gelenkentlastung (RKI, 2024).
In der Rehabilitation von Arthrose könnte das Salutogenese-Modell angewendet werden, indem sowohl die GRR der Patient:innen gestärkt, als auch ihr SOC gefördert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Das Salutogenese-Modell nach Antonovsky: Das Kapitel erläutert das salutogenetische Modell als gesundheitsorientierten Perspektivwechsel, beschreibt das Kohärenzgefühl sowie die generalisierten Widerstandsressourcen und deren praktische Anwendung bei Arthrose.
2 Ausgewählte Tätigkeitsfelder von Rehabilitationspsycholog:innen: Dieser Abschnitt beschreibt die vielfältigen Einsatzbereiche wie Kliniken und Förderwerke sowie die notwendigen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen der in diesem Bereich tätigen Psycholog:innen.
3 Gesundheits- und Krankheitskonzepte von Rehabilitand:innen: Das Kapitel analysiert wissenschaftliche sowie subjektive Gesundheitskonzepte von Rehabilitanden und leitet hieraus konkrete Ansatzpunkte für die Gesundheitsförderung ab.
Schlüsselwörter
Salutogenese, Kohärenzgefühl, Rehabilitation, Gesundheitspsychologie, Arthrose, Widerstandsressourcen, Krankheitsbewältigung, Gesundheitsförderung, Rehabilitationspsychologie, Stressbewältigung, Selbstwirksamkeit, psychosoziale Aspekte, Patientenschulung, berufliche Rehabilitation, Lebensstil.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die zentralen theoretischen Modelle und praktischen Anwendungsbereiche der Rehabilitationspsychologie, wobei besonders die Bedeutung der Salutogenese und die subjektiven Konzepte der Patienten hervorgehoben werden.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten zählen das Salutogenese-Modell von Antonovsky, die verschiedenen Tätigkeitsfelder von Rehabilitationspsychologen sowie die Erforschung von Gesundheits- und Krankheitskonzepten bei Patienten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die psychosozialen Aspekte in der Rehabilitation zu schaffen und aufzuzeigen, wie gesundheitsfördernde Faktoren die Krankheitsbewältigung unterstützen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der theoretischen Einordnung bestehender Forschungsergebnisse aus der Rehabilitationspsychologie und Gesundheitswissenschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Salutogenese, die Beschreibung der beruflichen Tätigkeitsfelder und die Analyse von subjektiven Einflussfaktoren auf die Gesundheit von Rehabilitanden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Salutogenese, Rehabilitation, Gesundheitsförderung, Kohärenzgefühl, Krankheitsbewältigung und die Rolle der Rehabilitationspsychologie.
Wie kann das Salutogenese-Modell konkret bei Arthrose helfen?
Es ermöglicht, die Ressourcen der Patienten zu stärken (GRR) und ihr Kohärenzgefühl (SOC) durch gezielte Informationsvermittlung und Schulung zur Selbstbehandlung zu erhöhen, um den Umgang mit der chronischen Erkrankung zu verbessern.
Warum ist das Verständnis subjektiver Gesundheitskonzepte für die Praxis wichtig?
Da Rehabilitanden Gesundheit oft individuell (z. B. als Abwesenheit von Krankheit) definieren, ist dieses Wissen entscheidend, um therapeutische Maßnahmen passgenau zu planen und die Motivation zur Gesundheitsförderung zu steigern.
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- Lisa Schwarm (Author), 2026, Einführung in die Rehabilitationspsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1723331