Am Ende des ersten Semesters sollte ein Orientierungspraktikum an einer Schule absolviert werden. Zunächst war ich unschlüssig welche Schule ich wählen sollte.
Um objektiv genug beobachten zu können, wählte ich nicht meine ehemalige Schule, sondern entschied mich für die Latina, da diese Schule Europa- und Sprachenschule ist und mir aufgrund meiner Fächerkombination geeignet erschien. Außerdem war ich neugierig zu erfahren, wie sich die Lehrer gegenüber ihren Schülern (und umgekehrt) verhalten. Nach einem persönlichen Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter der Schule konnte ich ab 20/02/06 mein Praktikum aufnehmen. Ich wurde freundlich begrüßt, ebenso die sieben anderen Praktikanten, die in dieser Zeit dort hospitierten. Jedem der Praktikanten wurde ein Mentor zugeteilt. Nachdem alle einen Universalschlüssel erhalten haben, sollte der jeweilige Mentor aufgesucht werden um sich vorzustellen. Ich bekam von meiner Mentorin den Rat mir auch die Stundenpläne einiger anderer Lehrer oder auch Klassen rauszusuchen. Anschließend nahm ich am Unterricht teil.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Schulprofil des Gymnasiums
3. Verlauf des Praktikums
4. Studienwahlmotiv
5. Lehrer- / Schülerideal
6. Machbarkeitsglaube / Technologiedefizit
7. Reflexion des Praktikums
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die Erfahrungen und Beobachtungen eines zweiwöchigen Orientierungspraktikums an einem Gymnasium. Ziel ist es, den Schulalltag aus der Beobachterperspektive zu reflektieren, das eigene Studienwahlmotiv kritisch zu hinterfragen und ein Idealbild für den Lehrerberuf sowie das Interaktionsverhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern zu entwickeln.
- Strukturelle Analyse eines humanistischen Gymnasiums mit Musikzweig
- Dokumentation und Auswertung hospitierter Unterrichtsstunden
- Reflektion der eigenen Motivation für das Lehramtsstudium
- Erstellung eines Lehrer- und Schülerideals basierend auf praktischen Beispielen
- Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Lehrerberufs in der Realität
Auszug aus dem Buch
Beispiel 2 : Donnerstag 23/02 - 6.Stunde – 7/1 Englisch
An diesem Beispiel kann man erkennen, dass Unterricht nicht immer so reibungslos abläuft und es durchaus immer einige Schüler gibt, die sich für das Thema, was behandelt werden soll, nicht interessieren und dementsprechend (mental) abwesend sind oder auch den Unterricht stören. Die Lehrerin ist sich bewusst, dass dieser Schüler ihrem Unterricht nicht folgt und bringt das durch ihre Blicke oder auch Kommentare zum Ausdruck. Als der Junge zu dem Thema London etwas sagen kann, „plappert“ er gleich regelrecht los und versucht alles, was er erlebt hat, in ein paar Sätzen unterzubringen. Beim erneuten Melden des Jungen, nimmt ihn die Lehrerin nicht dran und ignoriert ihn stattdessen. Ich nehme an, dass sie denkt er würde eh nichts Gescheites sagen. Natürlich ist dieser Junge nicht der ideale Schüler, denn er passt nicht auf. Doch die Lehrerin handelt auch nicht einwandfrei, denn als er etwas zu sagen hat, wird er ignoriert. Es wird ihm in dem Moment also nicht die Chance gegeben sich aktiv am Unterricht zu beteiligen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des gewählten Praktikumsortes und der Rahmenbedingungen des zweiwöchigen Schulpraktikums.
2. Schulprofil des Gymnasiums: Detaillierte Beschreibung der Geschichte, der Zweige und der pädagogischen Ausrichtung der Schule „X“.
3. Verlauf des Praktikums: Darstellung des Hospitationsplans und der gesammelten Eindrücke aus verschiedenen Französisch-Unterrichtsstunden.
4. Studienwahlmotiv: Reflexion über die persönlichen Beweggründe für die Wahl des Lehramtsstudiums und die Inspiration durch ehemalige Lehrkräfte.
5. Lehrer- / Schülerideal: Erarbeitung eines idealen Interaktionsmodells zwischen Lehrkräften und Lernenden anhand konkreter Unterrichtsbeispiele.
6. Machbarkeitsglaube / Technologiedefizit: Kritische Auseinandersetzung mit der Diskrepanz zwischen idealisierten Vorstellungen und der schulischen Realität.
7. Reflexion des Praktikums: Abschließende Betrachtung der eigenen Rolle als Beobachter und der persönlichen Entwicklung hinsichtlich der Berufswahl.
Schlüsselwörter
Orientierungspraktikum, Lehramtsstudium, Gymnasium, Schulalltag, Hospitation, Lehrerberuf, Unterrichtsmethoden, Schülerinteraktion, Lehrerideal, Berufsmotivation, Schulpraxis, Bildung, Reflexion, Pädagogik, Fremdsprachenunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein Praktikumsbericht, der die Erfahrungen und Beobachtungen während eines zweiwöchigen Orientierungspraktikums an einem Gymnasium zusammenfasst und kritisch reflektiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen das Schulprofil, die Analyse des Unterrichtsgeschehens, das eigene Studienwahlmotiv, sowie die Entwicklung eines Lehrer- und Schülerideals.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Schulalltag objektiv zu beobachten, ein Verständnis für das Lehrer-Schüler-Verhältnis zu entwickeln und die eigene Eignung für den Lehrerberuf zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzte die Methode der teilnehmenden Beobachtung und Hospitation in verschiedenen Unterrichtsfächern, kombiniert mit einer anschließenden theoretischen Reflexion.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden konkrete Unterrichtssituationen dokumentiert, analysiert und auf Basis eines entwickelten Idealbildes von Schule und Lehre bewertet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Orientierungspraktikum, Lehrerideal, Berufsmotivation und Unterrichtsreflexion gekennzeichnet.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Berichten?
Besonders ist hier die explizite Reflexion des "Machbarkeitsglaubens", bei der die Autorin ihre eigenen hohen Ansprüche mit der chaotischen Realität des Schulalltags konfrontiert.
Wie geht die Autorin mit dem Rollenkonflikt zwischen Schüler und Lehrer um?
Die Autorin beschreibt ihre anfangs verwirrende "Außenseiterrolle" zwischen der Identifikation mit den Schülern und dem Beobachten der Lehrer, was einen wesentlichen Teil ihrer Selbstreflexion einnimmt.
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- Alida Ziehm (Author), 2006, Bericht zum Orientierungspraktikum am Gymnasium X, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172194