Die vorliegende Studienarbeit beschäftigt sich mit der Ursachenforschung von Straffälligkeit. Im ersten Teil werden Fachbegriffe zur Kriminalität und Kriminologie abgegrenzt und definiert. Im Weiteren geht es um die historische Entstehung der Wissenschaft. Anschließend werden verschiedene wissenschaftliche Kriminalitätstheorien beschrieben und zum Teil kritisch hinterfragt. Die im Weiteren beschriebenen Einflussfaktoren dienen der Vervollständigung der zuvor erklärten Theorien. Abschließend möchte ich dann selbst zum Thema Stellung beziehen.
Inhaltsverzeichnis
2. Begriffserklärungen
2.1 Der Kriminalitätsbegriff
2.2 Kriminologie
2.3 Geschichte der Kriminologie und der Kriminalitätstheorien
3. Kriminalitätstheorien
3.1 Biologische Kriminalitätstheorien
3.1.1 Zwillingsforschung
3.1.2 Adoptionsstudien
3.1.3 XYY-Konstitution
3.1.4 Neurochemische Einflussfaktoren
3.1.5 Vergleichende biologische Verhaltensforschung (Ethologie)
3.2 Psychologische Kriminalitätstheorien
3.2.1 Psychodynamische Theorien
3.2.2 Theorie des rationalen Wahlhandelns
3.2.3 Lernpsychologische Ansätze
3.2.4 Aggressionstheorien
3.3 Soziologische Kriminalitätstheorien
3.3.1 Anomietheorie
3.3.2 Kulturkonfliktstheorie
3.3.3 Der ökologische Ansatz
3.3.4 Subkulturtheorien
3.4 Ergänzende Theorien und Konzepte
3.4.1 Der Etikettierungsansatz (labeling approach)
3.4.2 Opferorientierte Ansätze
3.4.3 Integrationskonzepte
4. Einflussfaktoren
4.1 Familie
4.2 Schule
4.3 Arbeitslosigkeit
4.4 Freizeit
4.5 Medien
5. Kritische Betrachtung und Stellungnahme
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, die vielfältigen Ursachen von Straffälligkeit zu erforschen und die theoretische Fundierung der Kriminologie kritisch zu durchleuchten, um präventive Handlungsansätze abzuleiten.
- Historische Entwicklung kriminologischer Theorien
- Biologische, psychologische und soziologische Ursachenmodelle
- Einfluss sozioökonomischer und familiärer Faktoren auf Delinquenz
- Kritische Reflexion durch biographische Fallbeispiele
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Adoptionsstudien
In Adoptionsstudien wurde untersucht, ob Adoptierte, deren einer biologischer Elternteil kriminell war, eher kriminell werden, als wenn dies nicht der Fall ist.
Studien in den Jahren 1972 und 1984 kamen zu dem Ergebnis, dass Kinder deren biologische Eltern kriminell waren, signifikant häufiger straffällig wurden, als die Kinder nicht krimineller biologischer Eltern. Die höchste Wahrscheinlichkeit für eine kriminelle Entwicklung fand man bei Kindern, deren biologischer und Adoptiv-Vater kriminell waren.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Begriffserklärungen: Definition der zentralen Termini Kriminalität und Kriminologie sowie ein Abriss ihrer wissenschaftshistorischen Entwicklung.
3. Kriminalitätstheorien: Detaillierte Darstellung biologischer, psychologischer und soziologischer Ansätze sowie ergänzender Konzepte zur Erklärung delinquenten Verhaltens.
4. Einflussfaktoren: Analyse primärer Sozialisationsinstanzen wie Familie, Schule sowie externer Faktoren wie Arbeitslosigkeit, Freizeitgestaltung und Medienkonsum.
5. Kritische Betrachtung und Stellungnahme: Überprüfung der theoretischen Erkenntnisse anhand biographischer Berichte inhaftierter junger Menschen und Fazit zur Multifaktorialität von Kriminalität.
Schlüsselwörter
Kriminologie, Kriminalitätstheorien, Straffälligkeit, Sozialisation, Familie, Arbeitslosigkeit, Prävention, Biologische Theorien, Psychodynamik, Anomietheorie, Etikettierungsansatz, Viktimologie, Delinquenz, Erziehungsstile, Jugendkriminalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Ursachenforschung von Straffälligkeit und untersucht, welche Faktoren aus biologischer, psychologischer und soziologischer Perspektive zu kriminellem Verhalten führen können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung kriminologischer Schulen, die Darstellung wissenschaftlicher Straftheorien und die Untersuchung externer Einflussfaktoren wie Familie, Schule und soziale Umgebungsbedingungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Ursachen von Kriminalität zu schaffen, die verschiedenen theoretischen Erklärungsmodelle aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener wissenschaftlicher Theorien, die durch eine kritische Stellungnahme anhand biographischer Erzählungen inhaftierter Personen ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer Kriminalitätstheorien (biologisch, psychologisch, soziologisch) und die Analyse von Kontextfaktoren wie Erziehungsstilen, Bildungsbiographien und Mediennutzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind Kriminalitätstheorien, Sozialisationsinstanzen, Delinquenzrisiko, Prävention und der Mehrfaktorenansatz.
Welche Rolle spielt die Familie als Einflussfaktor?
Die Autorin hebt die Familie als primäre Sozialisationsinstanz hervor, wobei sie sieben spezifische Erziehungsstile analysiert und deren unterschiedlichen Auswirkungen auf das Risiko für kriminelles Verhalten diskutiert.
Was zeigt der Abgleich der Theorien mit dem Fallbeispiel der JVA Wiesbaden?
Der Abgleich verdeutlicht, dass es keine einzelne Theorie gibt, die Straffälligkeit zwangsläufig erklärt, sondern dass individuelle Lebensläufe oft durch eine negative Häufung mehrerer Einflussfaktoren (z.B. Trauma, fehlende Bindung) geprägt sind.
- Arbeit zitieren
- Janina Geiß (Autor:in), 2010, Ursachen von Straffälligkeit: Kriminalitätstheorien näher betrachtet, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172144