Die vorliegende Seminararbeit entstand im Rahmen des wissenschaftlichen Seminars Finanzwirtschaft an der Johannes Kepler Universität bei Professor Guserl und verfolgt das Ziel einer prägnanten theoretischen Abhandlung der Bilanzanalyse mit anschließender anschaulicher Darstellung, sowie einhergehender Beurteilung anhand der Unternehmen Polytec und Wienerberger über einen Verlauf von fünf Geschäftjahren (2004-2009).
Inhaltlicher Aufbau:
Theoretischer Teil der Bilanzanalyse (Terminologie, Aufgaben & Ziele, Analysegegenstand, Überblick über die Methodik, Grenzen der Analyse). Praxis Teil der Bilanzanalyse (Qualitative- und Quantitative Analyse nach den differenziertesten Methoden). Abschließende Gesamtbeurteilung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitende Worte
2. Theoretischer Teil der Bilanzanalyse
2.1. Terminologie
2.2. Aufgaben und Ziele der Bilanzanalyse
2.3. Analysegegenstand
2.4. Überblick über die Methodik
2.5. Grenzen der Analyse
3. Praxis Teil der Bilanzanalyse anhand der Unternehmen Polytec und Wienerberger
3.1. Qualitative Analyse der Wienerberger AG
3.1.1. Der Konzern und Mission Statement
3.1.2. Bemerkungen zur Bilanzierung, Zusatzinformationen und verbaler Analyse
3.1.3. Branchenanalyse
3.1.4. Strategische Analyse
3.1.5. Der Konzern und Mission Statement der Polytec Group
3.1.6. Bemerkungen zur Bilanzierung, Zusatzinformationen und verbaler Analyse
3.1.7. Branchenanalyse
3.1.8. Strategische Analyse
3.2. Quantitative Analyse
3.2.1. Finanzwirtschaftliche Analyse
3.2.2. Erfolgswirtschaftliche Analyse
3.2.3. Strategische Analyse
4. Abschließende Gesamtbeurteilung - Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine theoretische Abhandlung der Bilanzanalyse mit einer praktischen Anwendung und Beurteilung zu verbinden. Dabei werden die Unternehmen Polytec und Wienerberger über einen Zeitraum von fünf Geschäftsjahren analysiert, um deren Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kritisch zu untersuchen und die Auswirkungen massiver Expansionsstrategien sowie konjunktureller Einflüsse auf die Unternehmensstabilität aufzuzeigen.
- Theoretische Grundlagen und Methodik der Bilanzanalyse
- Qualitative Analyse (Lagebericht, Mission Statement, Branchenumfeld)
- Quantitative Kennzahlenanalyse (Liquidität, Rentabilität, Kapitalstruktur)
- Vergleichende Untersuchung der Krisenbewältigung und Expansionsfolgen
- Einschätzung der Finanzstabilität und Zukunftspotenziale
Auszug aus dem Buch
2.5. Grenzen der Analyse
„Die Bilanz ist ein Geschäftsbericht in Zahlen, ein Bericht, der mit Willen und Wissen des Berichterstatters gefärbt, geschönt, frisiert sein kann, wichtige wirtschaftliche Verhältnisse verdecken, verheimlichen, verschleiern, die Vermögensverhältnisse falsch darstellen kann oder fälscht.“ Gegenwärtig finden sich in der Literatur vergleichbare Aussagen, die mit den Termini ‚Bilanzpolitik’ oder ‚Windowdressing’ bezeichnet werden.
Im Zuge der Bilanzanalyse stößt man auf Grenzen, die einerseits aus dem Wahrheitsgehalt der Zahlen und andererseits der Verfügbarkeit des Zahlenmaterials (vor allem als externer Analytiker) resultieren und infolgedessen einer genauen Prüfung bedürfen. Zudem führen die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften zu unterschiedlichen Ansätzen der Bilanzpositionen in Aktiva und Passiva mitunter durch Ausübung von etwaigen Wahlrechten.
Bilanzpolitik und Bilanzanalyse können nicht als zwei selbstständige oder gar unabhängige Bereiche betrachtet werden, da diese eine hochgradige Interdependenzbeziehung aufweisen. Die Bilanzpolitik ist einerseits Ausgangspunkt und andererseits auch die Grenze der Bilanzanalyse. Für den Bilanzanalytiker bedeutet Bilanzpolitik oftmals große Schwierigkeiten und Hürden, wobei in dem Zusammenhang drei Arten von bilanzpolitischen Aktionen diskutiert werden können. Zum einen solche, deren quantitative Auswirkung auf die Lage des Unternehmens erkennbar, zum zweiten jene, die zwar dem Grund nach identifizierbar, deren Auswirkungen jedoch nicht messbar sind und schließlich solche, die weder dem Grunde noch der Höhe nach ausgewiesen werden.
Aus diesen Gründen beschränkt sich die Bilanzanalyse nicht lediglich auf die Auswertung von Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen und Kapitalflussrechnungen, sondern nimmt erklärende bzw. ergänzende Kalküle und Texte, im Speziellen des Anhangs und des Lageberichts, in den Fokus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitende Worte: Die Einleitung steckt den Rahmen der Seminararbeit ab und definiert das Ziel der theoretischen Bilanzanalyse in Kombination mit der praktischen Beurteilung zweier Unternehmen.
2. Theoretischer Teil der Bilanzanalyse: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen, Aufgaben, Ziele sowie die methodische Vorgehensweise und Grenzen der Bilanzanalyse.
3. Praxis Teil der Bilanzanalyse anhand der Unternehmen Polytec und Wienerberger: Dieser Hauptteil führt die qualitative und quantitative Analyse beider Unternehmen durch, unterteilt in branchenspezifische, strategische und finanzwirtschaftliche Betrachtungen.
4. Abschließende Gesamtbeurteilung - Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bewertet die Auswirkungen der Expansionsstrategien sowie die finanzielle Lage der Unternehmen kritisch.
Schlüsselwörter
Bilanzanalyse, Wienerberger AG, Polytec Group, Jahresabschluss, Kennzahlenanalyse, Finanzlage, Ertragslage, Liquidität, IFRS, Strategische Analyse, Kapitalstruktur, Goodwill, Krisenmanagement, Rentabilität, Unternehmensbeurteilung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Bilanzanalyse von zwei börsennotierten Unternehmen (Wienerberger AG und Polytec Group) über einen Zeitraum von fünf Jahren, um deren wirtschaftliche Entwicklung zu beurteilen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der qualitativen Analyse (Strategie, Branchenumfeld) und der quantitativen Bilanzanalyse, insbesondere hinsichtlich Liquidität, Kapitalstruktur und Ertragskraft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine prägnante theoretische Abhandlung der Bilanzanalyse, ergänzt durch eine anschauliche, datengestützte Beurteilung der finanziellen Situation beider Konzerne.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein zweigeteilter methodischer Ansatz gewählt: eine qualitative Analyse (Lagebericht, syntaktische/semantische Analyse) sowie eine traditionelle quantitative Analyse basierend auf Kennzahlenrechnung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte qualitative Untersuchung des Geschäftsumfelds und der Mission der Konzerne sowie eine umfangreiche quantitative Kennzahlenanalyse der Bilanzen und Erfolgsrechnungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bilanzanalyse, IFRS, Kennzahlenanalyse, Kapitalstruktur und Liquidität definiert.
Wie bewertet der Autor die Expansionsstrategien der Unternehmen?
Der Autor kritisiert, dass beide Unternehmen in Boomzeiten massive Expansionsstrategien verfolgten und zahlreiche Beteiligungen erwarben, ohne die Kaufpreise hinreichend kritisch zu hinterfragen.
Was war der ausschlaggebende Faktor für die Schieflage der Polytec Group?
Die Schieflage resultierte laut Autor aus einer exzessiven Leverage-Politik und der fremdfinanzierten Akquisition von Beteiligungen, die im Zuge der Konjunkturkrise zu einer insolvenzgefährdeten Lage führte.
Warum wird Wienerberger als gut aufgestellt bewertet?
Die Wienerberger AG wird aufgrund ihrer Liquiditätslage und der erfreulichen Entwicklung der fiktiven Schuldentilgungsdauer im Betrachtungszeitraum als vergleichsweise gut positioniert eingeschätzt.
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- Stefan Mathias Pomberger (Author), 2011, Bilanzanalyse der Unternehmen Polytec und Wienerberger und deren Beurteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172048