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Dierchomai Dystopia. Dunkle Visionen & Lichte Bilder

Titel: Dierchomai Dystopia. Dunkle Visionen & Lichte Bilder

Magisterarbeit , 2010 , 113 Seiten , Note: Guter Erfolg

Autor:in: Josef Xaver Daller (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt das literarische sowie das filmische Genre der Dystopie. Sie wandert so, beginnend bei dem Thema Fiktion, im Sinne ihres Titels Dierchomai Dystopia – frei übersetzt »Reise durch Un-Orte«, hinab zum weiten und dabei für die Dystopie bedeutenden Feld der Science-Fiction.
Dieses Terrain, bestehend aus durch die Geschichte der Science-Fiction hindurch kultivierten Untergattungen, durchstreift die Arbeit, um schließlich zur genaueren Beschäftigung mit dem Genre Utopie zu gelangen.
Dieses Genre dient dabei in weiterer Folge als Basis dieses Werks, das sich davon ausgehend dem zentralen Forschungsinteresse – der Bestimmung des Begriffs »Dystopie« – widmen kann.
Sich in das Thema vertiefend geht die Untersuchung damit der Bedeutung des Genres im Rahmen seines originären Mediums – der literarischen Form – auf den Grund.
Vorbei an simplen Definition wie Dystopie sei lediglich das Gegenstück zur Utopie – also eine Anti-Utopie, gelangt die Arbeit dabei zu neuen Begriffsbestimmungen und damit an detailliertere Gattungsgrenzen, die durch ihre Erkundung immer deutlicher ein Bild der komplexen Form des Genres zeichnen.
Mit den gesamten durch diesen Streifzug gewonnenen Erkenntnissen dringt die Arbeit schließlich in das letzte große Kapitel – dem Gebiet der filmischen Dystopie – vor, um durch die Beleuchtung von Beispielen mehr von diesem zu erfahren.
Von dunklen Visionen also hin zu den lichten Bildern, in denen sich diese bis heute, bis in das angebrochene 21. Jahrhundert, ausdrücken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Prämisse

II. Fiktion

II.1 Phantastische & realistische Fiktion

III. Science-Fiction

III.1 Speculative Fiction - Synonym, Antonym & Hyperonym

III.2 Definitionsansätze zum Begriff Science-Fiction

III.2.1 SF, Sci-Fi & Skiffy

III.3 Geschichtlicher Überblick zur Science-Fiction

III.3.1 Vorgeschichte der Science-Fiction

III.3.2 Frühgeschichte der Science-Fiction

III.3.3 Blütezeit der Science-Fiction

III.3.4 Umbruchszeit der Science-Fiction

III.3.5 Zeitgenössische Science-Fiction

III.3.5.A Zeitgenössische SF im deutschsprachigen Raum

III.4 Geschichtliche Einteilung der Science-Fiction

IV. Differenzierung des Genreclusters Science-Fiction

IV.1 Mit Science-Fiction verknüpfte Genres

IV.1.1 Utopie & Dystopie

IV.1.2 Alternativweltgeschichte

IV.2 Typische Science-Fiction Subgenres

IV.2.1 Apokalyptische & Postapokalyptische Fiktion

IV.2.2 Military Science-Fiction

IV.2.3 Gothic Science-Fiction

IV.2.4 Social Science-Fiction

IV.2.5 Cyberpunk, Postcyberpunk & anderer Nonkonformismus

IV.2.6 Mundane Science-Fiction

IV.2.7 Science-Fiction Western

IV.2.8 Space Western

IV.3 Atypische Science-Fiction Subgenres

IV.3.1 Retro-Futurismus

IV.3.2 Timepunk

IV.3.2.A Stonepunk

IV.3.2.B Bronzepunk

IV.3.2.C Ironpunk

IV.3.2.D Candlepunk

IV.3.2.E Clockpunk

IV.3.2.F Steampunk

IV.3.2.G Dieselpunk

IV.3.2.H Teslapunk

IV.3.2.I Atomicpunk

IV.3.2.J Transistorpunk

IV.3.2.K Spacepunk

IV.3.3 Humoristische Science-Fiction

IV.4 Science-Fantasy Subgenres

IV.4.1 Sword and Planet

IV.4.2 Planetary Romance

IV.4.3 Space Opera

IV.4.4 Otherworld

IV.4.5 Lost World

IV.4.6 Dying Earth

IV.4.7 Superhero Fiction

IV.5 Unkonventionelle Science-Fiction Sub- bzw. Nebengenres

IV.5.1 Slipstream & Transrealism

IV.5.2 Weird Fiction & New Weird

IV.5.3 Bizarro Fiction

V. Utopie

V.1 Raum-Utopie & Zeit-Utopie

VI. Dystopie

VI.1 Welche Dystopie?

VII. Literarische Dystopie

VII.1 Kritik & positives Denken in einer negativen Welt

VII.2 Motive der Dystopie

VII.2.1 Motive klassischer Dystopie

VII.2.2 Motive zeitgenössischer Dystopie

VII.3 Aufbau der Dystopie

VII.3.1 Aufbau klassischer Dystopie

VII.3.2 Aufbau zeitgenössischer Dystopie

VII.4 Gattungsdefinitionen & Genrevermischungen

VII.5 Intentionen der Dystopie

VII.6 Entwicklung der Dystopie bis zur Gegenwart & umgekehrt

VII.7 Spannungsfeld Dystopie & Postmoderne

VII.8 Heterotopien & neue alte Räume

VIII. Filmische Dystopie

VIII.1 Filmische Dystopie oder dystopischer Film?

VIII.2 Eingrenzungsversuch filmischer Dystopie

VIII.2.1 Ein dunkles Dutzend – 12 Beispiele filmischer Dystopie

VIII.2.1.A Metropolis (1927)

VIII.2.1.B Das Millionenspiel (1970)

VIII.2.1.C Blade Runner (1982)

VIII.2.1.D Brazil (1985)

VIII.2.1.E Total Recall (1990)

VIII.2.1.F Gattaca (1997)

VIII.2.1.G The Matrix (1999)

VIII.2.1.H Equilibrium (2002)

VIII.2.1.I V for Vendetta (2005)

VIII.2.1.J Idiocracy (2006)

VIII.2.1.K Children of Men (2006)

VIII.2.1.L Surrogates (2009)

IX. Konklusion

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gattung der Dystopie im Kontext der Science-Fiction, wobei sie den Bogen von der literarischen Definition bis hin zur filmischen Umsetzung spannt. Das Ziel besteht darin, durch eine detaillierte Analyse der Genregrenzen und ihrer historischen Entwicklung zu verdeutlichen, wie komplexe gesellschaftliche Visionen in dunkle, dystopische Narrative übersetzt werden und welche Rolle diese als Spiegel der jeweiligen Zeitgeist-Epochen einnehmen.

  • Systematische Einordnung und Differenzierung der Science-Fiction-Subgenres.
  • Untersuchung der philosophischen und historischen Grundlagen von Utopie und Dystopie.
  • Analyse narrativer Strukturen in der klassischen sowie zeitgenössischen dystopischen Literatur.
  • Evaluierung filmischer Dystopien anhand von zwölf prägnanten Fallbeispielen.
  • Erforschung der Wechselwirkung zwischen dystopischen Erzählungen und postmoderner Literaturkritik.

Auszug aus dem Buch

III. Science-Fiction

Science-Fiction, also frei übersetzt »Wissenschafts-Fiktion«, ist eine allgemein, d.h. in allen Medienbereichen seit den 1930er Jahren, etablierter Ausdruck eines Genres innerhalb der Fiktion und unterscheidet sich vom verwandten Genre Fantasy durch den rationaleren Kontext der Erzählung, der eher das Mögliche, nicht wie bei letzterem Genre eher das Unmögliche behandelt.

Die in Science-Fiction verwendeten Elemente sind meist innerhalb unserer wissenschaftlich bekannten Naturgesetze plausibel bzw. möglich – manchmal jedoch auch rein spekulativ. Diese Unterschiede zu unserer Welt und deren Konsequenzen aufzuzeigen ist das Feld der Science-Fiction – der »Literatur der Ideen«.

Science-Fiction basiert also meist darauf, rational über alternative Welten und Möglichkeiten innerhalb unserer Welt nachzudenken. Die Schauplätze von Science-Fiction sind damit meist mehr oder weniger verschieden oder widersprüchlich zu unserer bekannten Realität. Science-Fiction können damit, ob eingeteilt, wie folgt angelegt sein:

• Als Handlungen, die bereits bekannte Technologien oder wissenschaftliche Prinzipien zum Schwerpunkt haben, wie beispielsweise Gen-, Nano- oder Robotertechnologie.

• Als Handlungen, die bisher unbekannte (oder unmögliche) Technologien oder wissenschaftliche Prinzipien zum Schwerpunkt haben, wie beispielsweise Zeitreise, Psi-Kräfte oder Überlichtgeschwindigkeit.

• Im Weltraum und an anderen (bisher allgemein unbekannten) Orten und Welten sowie dabei möglicherweise auch in Zusammenhang mit außerirdischem Leben.

• In der Zukunft, einer alternativen Zeitlinie oder in einer Vergangenheit, die unserer Vorstellung und unserem Wissen – falls vorhanden – über diese Zeit widerspricht. Weiters kann dies oft im Zusammenhang mit politischen und sozialen Themen stehen, wie beispielsweise stark ausgeprägt bei der Dystopie.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Prämisse: Eine philosophische Einführung in die Bedeutung von Geschichten für das menschliche Selbstverständnis und die menschliche Identität.

II. Fiktion: Eine Definition des Begriffs Fiktion sowie eine erste Abgrenzung zwischen phantastischen und realistischen Erzählformen.

III. Science-Fiction: Eine ausführliche Untersuchung des Genres, seiner Begriffsgeschichte und der Entwicklung von den Anfängen bis zur zeitgenössischen Literatur.

IV. Differenzierung des Genreclusters Science-Fiction: Eine tiefgehende Klassifizierung verschiedener Science-Fiction-Subgenres, unterteilt nach ihrer inhaltlichen und technischen Ausrichtung.

V. Utopie: Eine Analyse des Utopiebegriffs und seiner philosophischen Wurzeln als gedankliches Gegenstück zur Realität.

VI. Dystopie: Eine Untersuchung des Dystopiebegriffs als kritisches Genre und seine Abgrenzung von verwandten Formen der Negativ-Utopie.

VII. Literarische Dystopie: Eine detaillierte Betrachtung der Motive, des Aufbaus und der literarischen Konventionen innerhalb dystopischer Texte.

VIII. Filmische Dystopie: Die Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse auf den Film, inklusive einer Analyse von zwölf prominenten dystopischen Kinowerken.

IX. Konklusion: Ein abschließendes Fazit, das die Rolle der Dystopie als kritisches Werkzeug in der modernen Gesellschaft zusammenfasst.

Schlüsselwörter

Dystopie, Science-Fiction, Utopie, Postmoderne, Filmische Dystopie, Cyberpunk, Literaturgeschichte, Narrative Strukturen, Gesellschaftskritik, Genredifferenzierung, Speculative Fiction, Postapokalypse, Filmwissenschaft, Zukunftsvisionen, Intertextualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Diplomarbeit widmet sich dem Genre der Dystopie, wobei sie deren Ursprünge in der Science-Fiction und deren Spiegelung gesellschaftlicher Ängste und Visionen in Literatur und Film beleuchtet.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Fiktion und Realität, die Entwicklung der Science-Fiction als „Literatur der Ideen“ sowie die Analyse spezifischer Subgenres wie Cyberpunk oder postapokalyptische Fiktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Genre der Dystopie präzise zu definieren und aufzuzeigen, wie sie sich als Medium der Zeitkritik von der klassischen utopischen Literatur unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literatur- und Medienanalyse, um historische Entwicklungen des Genres nachzuvollziehen und verschiedene Dystopie-Modelle systematisch zu klassifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Science-Fiction und ihrer Subgenres, eine philosophische Herleitung des Utopie- und Dystopiebegriffs sowie eine praktische Anwendung auf den dystopischen Film.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Dystopie, Science-Fiction, Utopie, Postmoderne und filmische Narration.

Welche Rolle spielt Foucaults Konzept der Heterotopie in der Arbeit?

Das Konzept der Heterotopie dient dazu, reale oder fiktive „Gegen-Orte“ zu verstehen, die als Räume für alternative gesellschaftliche Ordnungen innerhalb dystopischer Erzählungen fungieren.

Wie unterscheidet sich die „klassische“ von der „zeitgenössischen“ Dystopie?

Die klassische Dystopie ist oft durch eine klarere Trennung von Gut und Böse und einen optimistischen Appell an den Leser gekennzeichnet, während die zeitgenössische Dystopie komplexer und oft ambivalenter gestaltet ist.

Ende der Leseprobe aus 113 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Dierchomai Dystopia. Dunkle Visionen & Lichte Bilder
Hochschule
Fachhochschule Salzburg
Note
Guter Erfolg
Autor
Josef Xaver Daller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
113
Katalognummer
V172011
ISBN (eBook)
9783640917839
ISBN (Buch)
9783640918034
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dystopie Utopie Science-Fiction Speculative Fiction Fiktion Film Literatur MultiMediaArt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josef Xaver Daller (Autor:in), 2010, Dierchomai Dystopia. Dunkle Visionen & Lichte Bilder, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172011
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Leseprobe aus  113  Seiten
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