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Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Argentinien - Eine Analyse der Rolle der Menschenrechtsbewegung bei der Demokratisierung Argentiniens anhand zweier ausgewählter Epochen

Titel: Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Argentinien  - Eine Analyse der Rolle der Menschenrechtsbewegung bei der Demokratisierung Argentiniens anhand zweier ausgewählter Epochen

Studienarbeit , 2000 , 42 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Antje Krüger (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Noch während der Zeit der Militärdiktatur in Argentinien von 1976 bis 1983 erlangten die Madres de Plaza de Mayo Weltruf. Ihr weißes Kopftuch ist Symbol für friedlichen Widerstand gegen grausamste Verbrechen geworden; ihre wöchentlichen Demonstrationen auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires Sinnbild des Einstehens für Menschenrechte. Die Madres sind zweifelsohne die bekannteste Menschenrechtsorganisation Argentiniens, fast schon ein Mythos für sich. Doch es gab und gibt nicht nur sie. Zehn Menschenrechtsgruppen organisierten Widerstand gegen die Verbrechen der Militärdiktatur. Sie existieren bis heute und viele neue Gruppierungen sind dazugekommen. Das Thema Menschenrechte sowohl zu Zeiten der Diktatur als auch im heutigen Argentinien erscheint in zeitlichen Abständen immer wieder im Vordergrund der argentinischen Politik.
Doch die Intensität der Debatte schwankt. Die Gründe für das Auf und Ab der Menschenrechtsfrage in der argentinischen Öffentlichkeit, in ihrer Politik und Gesellschaft sind der zentrale Gegenstand dieses Buches. Antonio Gramscis Konzept der Zivilgesellschaft ist dabei die Grundlage für die Untersuchung der Rolle der Menschenrechtsbewegung im Demokratisierungsprozess in Argentinien.
Die Entwicklung der Menschenrechtsbewegung, ihre Stellung in Politik und Gesellschaft sowie ihren Einfluss auf den argentinischen Demokratisierungsprozess zeigen zwei Epochen der nachdiktatorischen Geschichte Argentiniens im Vergleich: zum einen die Regierungszeit des ersten demokratisch gewählten Präsidenten Raúl Alfonsín von 1983-1989 und zum anderen die Zeit von 1998 bis zur Gegenwart. Beide Epochen sind durch eine "Konjunktur" der Menschenrechtsfrage gekennzeichnet. Gleich nach dem Ende der Diktatur wurden die Verbrechen öffentlich und machten so die Menschenrechtsfrage zum zentralen Thema in Politik und Gesellschaft und zum festen Bestandteil des Demokratisierungsversuches. 1998 erlebte sie einen erneuten Aufschwung. Die Festnahme von Chiles Ex-Diktator Augusto Pinochet in London hatte Vorbildwirkung auch für Argentinien und aufsehenerregende interne Erfolge der argentinischen Menschenrechtsbewegung wie die erneuten Festnahmen bekannter Ex-Diktatoren fachten die Diskussion um die Vergangenheitsbewältigung wieder an. Welche Faktoren waren für diese "Konjunkturen" ausschlaggebend?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DAS ZIVILGESELLSCHAFTSKONZEPT VON ANTONIO GRAMSCI

2.1. Der integrale Staat

2.2. Schaffung von Hegemonie

2.3. Der Alltagsverstand

2.4. Eine Arbeitsdefinition

3. DIE ENTSTEHUNG DER MENSCHENRECHTSBEWEGUNG IN ARGENTINIEN

4. ZWEI EPOCHEN IM ARGENTINISCHEN DEMOKRATISIERUNGSPROZESS

4.1. Die Zeit der Transition

4.1.1. Das Ende der Diktatur

4.1.2. Die Regierungszeit von Raúl Alfonsín

4.2. Die „Renaissance“ der Menschenrechtsbewegung

4.2.1. Aspekte der Menschenrechtspolitik unter Carlos Menem

4.2.2. 1998 - Umbruch in der Menschenrechtsdebatte

4.2.3. Menschenrechte unter der Regierung Fernando De la Rua

5. RESÜMEE

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Menschenrechtsbewegung im Demokratisierungsprozess Argentiniens unter Anwendung des Zivilgesellschaftskonzepts von Antonio Gramsci. Das primäre Ziel ist es, die Schwankungen in der Intensität der Menschenrechtsdebatte in Politik und Gesellschaft zu analysieren und zu erklären, warum bestimmte Forderungen in unterschiedlichen Epochen verschieden stark durchgesetzt werden konnten.

  • Analyse des Zusammenspiels von politischer Gesellschaft und der Menschenrechtsbewegung
  • Untersuchung des Ringens um Meinungsführerschaft (Hegemonie)
  • Sensibilisierung der politischen Mentalität in der Zivilgesellschaft
  • Vergleich zweier ausgewählter Epochen: der Transition (1983-1989) und der Zeit ab 1998
  • Bewertung der dauerhaften Verankerung von Menschenrechten als demokratisches Fundament

Auszug aus dem Buch

Die Entstehung der Menschenrechtsbewegung in Argentinien

Als im März 1976 eine dreiköpfige Junta unter den Oberbefehlshabern Jorge Rafael Videla (Heer), Emilio Eduardo Massera (Marine) und Orlando Ramón Agosti (Luftwaffe) die Macht in Argentinien übernahm, befand sich das Land im Chaos. Radikale autonome Gruppierungen kämpften seit zwei Jahren mit zum Teil terroristischen Methoden gegen die Regierung von Isabel Perón, die ihrerseits mit rechtsgerichteten Militärs paktierte. Die sogenannte „Anikommunistische Argentinische Allianz“ (AAA), eine Art Killerkommando, machte Jagd auf alles, was als „subversiv“ bezeichnet wurde. Im Land herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände. Die Spannung wurde durch eine brachliegende Wirtschaft, Inflationsraten von über 600%, Korruption und Vetternwirtschaft noch verstärkt.

Diese Zustände zu ändern war nach eigenen Angaben die Absicht der putschenden Militärs. Sie riefen den sogenannten „Prozeß zur nationalen Reorganisation“ aus. Ihr vehementes Vorgehen gegen die von ihnen stigmatisierten „Terroristen“ wurde zunächst sogar von breiten Teilen der Bevölkerung begrüßt. Doch sollte sich der proceso, wie die Zeit der Militärherrschaft bis 1983 genannt wurde, bald als die grausamste Diktatur herausstellen, die Argentinien je erlebte. Sie übertraf an Brutalität und Unmenschlichkeit bei weitem diejenigen Zustände, die das Militär zum Putsch veranlaßt hatten. In sieben Jahren fielen ihrer uneingeschränkten Herrschaft schätzungsweise 30.000 Menschen zum Opfer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung der Menschenrechtsbewegung in Argentinien und die Fragestellung der Arbeit.

2. DAS ZIVILGESELLSCHAFTSKONZEPT VON ANTONIO GRAMSCI: Theoretische Herleitung der Analyse durch die Untersuchung des integralen Staates, Hegemonie und politischer Mentalität.

3. DIE ENTSTEHUNG DER MENSCHENRECHTSBEWEGUNG IN ARGENTINIEN: Historischer Rückblick auf die Ursprünge der Bewegung während der Militärdiktatur nach 1976.

4. ZWEI EPOCHEN IM ARGENTINISCHEN DEMOKRATISIERUNGSPROZESS: Empirische Untersuchung und Vergleich der beiden gewählten Zeitabschnitte im Kontext der Demokratisierung.

5. RESÜMEE: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflektion über die Dauerhaftigkeit der Menschenrechtsdebatte.

Schlüsselwörter

Argentinien, Menschenrechtsbewegung, Zivilgesellschaft, Antonio Gramsci, Demokratisierung, Transition, Militärdiktatur, politische Mentalität, Hegemonie, Menschenrechte, öffentliche Meinung, Raúl Alfonsín, Carlos Menem, Fernando De la Rúa, Vergangenheitsbewältigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Menschenrechtsbewegung auf die Demokratisierung in Argentinien durch das theoretische Modell der Zivilgesellschaft von Antonio Gramsci.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das Ringen um Meinungsführerschaft (Hegemonie), das Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft und politischer Macht sowie die Rolle der kollektiven Erinnerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, warum das Thema Menschenrechte zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich intensiv diskutiert wurde und welche Bedingungen für eine dauerhafte Verankerung in der politischen Mentalität notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die das Konzept des "integralen Staates" und der "Hegemonie" nach Gramsci auf den argentinischen Demokratisierungsprozess anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung sowie eine empirische Untersuchung der Transition unter Alfonsín und der sogenannten "Renaissance" der Bewegung ab 1998.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Argentinien und Menschenrechten vor allem Zivilgesellschaft, Demokratisierung, Hegemonie, politische Mentalität und Vergangenheitsbewältigung.

Warum war die Menschenrechtsbewegung in der frühen Transitionsphase so erfolgreich?

Die Bewegung füllte ein Machtvakuum nach dem Zusammenbruch der Militärdiktatur und setzte mit ihrer Forderung nach Aufklärung und Bestrafung der Verbrechen die ethischen Grundlagen für die neue Demokratie.

Welchen Einfluss hatte das Jahr 1998 auf die erneute Debatte?

Die Festnahme von Augusto Pinochet in London und interne Erfolge bei der Strafverfolgung von Ex-Diktatoren mobilisierten die Zivilgesellschaft erneut und rückten die Aufarbeitung wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Argentinien - Eine Analyse der Rolle der Menschenrechtsbewegung bei der Demokratisierung Argentiniens anhand zweier ausgewählter Epochen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut, Fachbereich Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Demokratisierung und Zivilgesellschaft
Note
1,7
Autor
Antje Krüger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
42
Katalognummer
V17195
ISBN (eBook)
9783638218269
ISBN (Buch)
9783638645102
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Menschenrechte Zivilgesellschaft Argentinien Eine Analyse Rolle Menschenrechtsbewegung Demokratisierung Argentiniens Epochen Demokratisierung Zivilgesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Krüger (Autor:in), 2000, Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Argentinien - Eine Analyse der Rolle der Menschenrechtsbewegung bei der Demokratisierung Argentiniens anhand zweier ausgewählter Epochen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/17195
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Leseprobe aus  42  Seiten
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