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Entspringt das Unheimliche in Maupassants "Horla" (auch) den eingesetzten Mitteln der Verunsicherung?

Title: Entspringt das Unheimliche in Maupassants "Horla" (auch) den eingesetzten Mitteln der Verunsicherung?

Seminar Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: Gut bis sehr gut

Autor:in: Allegra Schiesser (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Der Horla von Guy de Maupassant ist eine sehr bedrückende und unheimliche Erzählung. Das hat verschiedene Gründe – alle sind jedoch im Text begründet. Mein Interesse besteht darin, zu untersuchen, wie das Unheimliche der Erzählung selber entspringt. Dafür bediene ich mich der Erzähltheorie: ein wenig Martinez und zur Ergänzung Petersen. Konkret gilt mein Interesse der Frage, ob das Angstmachende am Horla in der Verunsicherung, genauer dem Fehlen von Referenzpunkten, der begrenzten Sicht, und in der unentrinnbaren Unmittelbarkeit des Tagebuches begründet liegt. Ich werde jedoch nicht nur auf das Formale eingehen, sondern auch inhaltliche Aspekte hinzuziehen.
Martinez’ Stimme und Modus erachte ich für wichtig für meine Analyse: Die Stimme ist unerlässlich, weil der Erzähler und seine Stellung zum Geschehen eine dominante Rolle spielt. Der Modus ist ebenso wichtig, weil dazu die Distanz und die Fokalisierung gehört, was beim Horla auch auffällig ist. Schliesslich benutze ich zur Ergänzung Petersens Perspektive und Point of View, um die Sehweise der Erzählung genauer bestimmen zu können. Ergänzend werde ich auch inhaltlich analysieren, wie die Unsicherheit erzeugt wird, jedoch auch auf die oben genannten Punkte bezogen.
Meine Thesen sind: Unheimlich ist die Erzählung Der Horla, weil
Durch die unsichere Wahrnehmung der (erzählten) Aussenwelt und das schwankende Innere des Erzählers Unsicherheit und Verwirrung generiert wird.
Durch die eingeschränkte Sicht und das Fehlen von Referenzpunkten der Bezug zur Aussenwelt und die Orientierung verloren geht, und weil die Einsamkeit und Abgeschiedenheit, die Distanz zu Anderen, dies begünstigt – woraus wiederum Unsicherheit entsteht.
Die Unmittelbarkeit, die durch den stream of consciousness entsteht, unentrinnbar ist und auch fördernd auf die vorhergehenden Punkte wirkt.
Aus allen drei Punkten resultiert eines: Verwirrung und Unsicherheit. Und dass dies ein Unheimlichkeitsfaktor ist, da bin ich mir sicher...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Selbst

1.1. Blickpunkt: Selbst

1.2. Das unsichere Selbst

2. „Ich bin verloren!“

2.1. Orientierungslosigkeit

2.2. Einsamkeit

3. Unmittelbarkeit und Gefangenschaft

3.1. Der Autonome Innere Monolog

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erzähltheoretischen Grundlagen der Unheimlichkeit in Guy de Maupassants Erzählung "Der Horla". Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, wie durch spezifische Mittel der Verunsicherung – insbesondere das Fehlen von Referenzpunkten, eine begrenzte Sichtweise und die unentrinnbare Unmittelbarkeit der Tagebuchform – eine Atmosphäre des Unheimlichen für den Leser generiert wird.

  • Narrative Analyse von Stimme und Modus
  • Die Rolle der Tagebuchform für die Unmittelbarkeit
  • Einfluss von Identitätsverlust und Orientierungslosigkeit
  • Verhältnis zwischen Innenwelt des Erzählers und Aussenwelt
  • Filmtheoretische Analogien zur literarischen Perspektivierung

Auszug aus dem Buch

1.1. Blickpunkt: Selbst

Die Sicht im Horla ist auffällig begrenzt. Der Fokus liegt auf dem Erzähler selbst, und fast alles, was die Aussenwelt anbelangt, wird uns vorenthalten. Dies liegt zum einen in der Tagebuchform begründet, denn ein Tagebuch ist nichts anderes als Reflexion über die eigene Person und somit eine Art Zwiegespräch mit sich selbst – ein Spiegel für das Selbst. Andererseits lässt sich die eingeschränkte Perspektive auch schlichtweg dadurch erklären, dass der Erzähler ein autodiegetischer, deutlich intern fokalisierter Ich-Erzähler ist, der die Perspektive auf sein Inneres richtet und fast ausschliesslich über seine eigenen Erlebnisse, Gedanken und Gefühle schreibt.

Dieser Detailreichtum unterstreicht die interne Fokalisierung, das Wahrnehmen durch die Augen des Erzählers. All diese Beschreibungen sind für das Vorantreiben der Handlung eigentlich überflüssig, aber sie üben eine andere Funktion aus: sie erschaffen die Illusion einer unmittelbar durch die Augen der Figur stattfindenden Wahrnehmung – wir sind im Kopf des Erzählers. Und zwar ob wir wollen oder nicht. Uns werden Anhaltspunkte von aussen vorenthalten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, inwiefern formale Aspekte wie Erzähltheorie und inhaltliche Unsicherheitsfaktoren das Unheimliche in Maupassants Erzählung konstituieren.

1. Das Selbst: Dieses Kapitel analysiert, wie die autodiegetische Ich-Erzählweise und die eingeschränkte Perspektive des Tagebuchs die Wahrnehmung der Aussenwelt verunsichern und das Selbst des Erzählers destabilisieren.

2. „Ich bin verloren!“: Hier wird untersucht, wie soziale Isolation und der Mangel an Referenzpunkten in der Aussenwelt zu Orientierungslosigkeit führen, was die psychische Instabilität des Erzählers weiter verschärft.

3. Unmittelbarkeit und Gefangenschaft: Dieses Kapitel beleuchtet, wie die Tagebuchform und der Autonome Innere Monolog eine fast absolute Unmittelbarkeit erzeugen, die den Leser förmlich im Geist des Erzählers gefangen hält.

Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kombination aus subjektiver Erzählweise, Perspektiveinschränkung und Unmittelbarkeit die essenziellen Faktoren für die Erzeugung des Unheimlichen sind.

Schlüsselwörter

Guy de Maupassant, Der Horla, Erzähltheorie, Unheimlichkeit, Tagebuchform, autodiegetischer Erzähler, interne Fokalisierung, Orientierungslosigkeit, Unsicherheit, Identität, Autonomer Innerer Monolog, Unmittelbarkeit, Narrative Distanz, Wahrnehmung, Horror

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die literarischen Mittel, durch die Guy de Maupassant in seiner Erzählung "Der Horla" eine Atmosphäre des Unheimlichen erzeugt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erzähltheorie, der Wirkung der Tagebuchform, der psychischen Verfassung des Protagonisten sowie der Verschränkung von Innen- und Aussenwelt.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird der Frage nachgegangen, ob das Unheimliche in der Erzählung primär aus einer gezielten Verunsicherung durch formale und inhaltliche Mittel entspringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Analyse stützt sich primär auf erzähltheoretische Ansätze, insbesondere die Kategorien von Martinez/Scheffel und ergänzend auf Perspektiven von Petersen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Selbstreflexion des Erzählers, die Effekte der Isolation und die unmittelbare Wirkung des Inneren Monologs auf den Leser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Unheimlichkeit, Erzähltheorie, Unmittelbarkeit, Orientierungslosigkeit und Tagebuchform.

Welche Rolle spielt die Tagebuchform für das Unheimliche?

Die Tagebuchform ermöglicht eine unmittelbare Gleichzeitigkeit zwischen Ereignis und Schilderung, was die Distanz minimiert und den Leser eng an die verwirrte Innenwelt des Erzählers bindet.

Wie trägt die Orientierungslosigkeit zur Atmosphäre bei?

Durch das Fehlen fester Referenzpunkte in der Umgebung wird die Wahrnehmung des Erzählers als unzuverlässig und schwankend dargestellt, was die Verunsicherung beim Leser verstärkt.

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Details

Title
Entspringt das Unheimliche in Maupassants "Horla" (auch) den eingesetzten Mitteln der Verunsicherung?
College
University of Zurich  (Deutsches Seminar)
Course
Horror, Angst und Schrecken. Der Schauerroman und seine Entwicklung.
Grade
Gut bis sehr gut
Author
Allegra Schiesser (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V171890
ISBN (eBook)
9783640915583
ISBN (Book)
9783640916047
Language
German
Tags
entspringt unheimliche maupassants horla mitteln verunsicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Allegra Schiesser (Author), 2008, Entspringt das Unheimliche in Maupassants "Horla" (auch) den eingesetzten Mitteln der Verunsicherung? , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171890
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