Es ist keine These, dass kaum ein Jugendlicher bzw. junger Erwachsener mehr eine Tageszeitung in Papierform liest (wenn überhaupt). Denn das Internet und digitale Technologien werfen althergebrachte Informationsmedien über den Haufen. Anzeigenerlöse bröckeln, der Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt ist in der Krise. Das Mediennutzungsverhalten wird stark beeinflusst und auch die folgenden Jahre bringen weitere technische und gesellschaftliche Entwicklungen mit sich.
So mancher Unternehmer verliert im Mediendschungel den Überblick, welches Medium für seine Imagewerbung das zielführendste ist. Ziel dieser Projektarbeit ist es, aufzuzeigen, ob Veränderungen, wie das Entstehen von den so genannten Online-Zeitungen, in der Lage sind, die Tageszeitung und somit das älteste Massenmedium unserer Gesellschaft zu verdrängen und darzulegen welche Alternativmedien für eine zielgruppenübergreifende Imagewerbung in Betracht gezogen werden können.
Die Herangehensweise ist wie folgt: Nachdem die Tageszeitung mit ihrer Definition, der Entstehungsgeschichte, der Entwicklung sowie Vor- und Nachteilen aus Sicht des allgemeinen werbewilligen Unternehmens vorgestellt wurde, wird auf ein weiteres klassisches Werbemedium – das Radio – eingegangen und auch wie diese beiden Medien im Marketing-Mix funktionieren. Anschließend wird eine Umfrage zum Thema Printmedien / neuartige Technologien mit Personen unterschiedlicher Altersklassen, Berufsgruppen und Interessen durchgeführt und ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Tageszeitung
2.1 Definition
2.2 Die Entstehungsgeschichte
2.2.1 Die Anfänge
2.2.2 Das 19. Jahrhundert
2.2.3 Das 20. Jahrhundert
2.2.4 Heute
2.3 Vorteile und Nachteile
2.3.1 Vorteile
2.3.2 Nachteile
3. Das Radio
3.1 Definition
3.2 Entstehungsgeschichte
3.2.1 Die Anfänge
3.2.2 Der Nationalsozialismus
3.2.3 Nach dem Zweiten Weltkrieg
3.2.4 Heute
3.3. Vorteile und Nachteile
3.3.1 Vorteile
3.3.2 Nachteile
4. Gemeinsam stark
5. Planung
5.1 Entwerfen eines Fragebogens
5.2 Art der Umfrage
5.3 Faustregeln für die Frageformulierung
5.4 Fragenauswahl
5.5 Informationsschreiben
5.6 Anwendung
5.7 Versand der Fragebögen
5.8 Auswertung
5.9 Grobauswertung der Fragebögen
5.10 Feinauswertung innerhalb der Themengebiete
6. Zusammenfassung und Schlussüberlegungen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Projektarbeit untersucht den Einfluss digitaler Technologien und des Internets auf die klassische Tageszeitung. Ziel ist es zu analysieren, ob neue Medien das älteste Massenmedium verdrängen können und welche Werbestrategien für Unternehmen im aktuellen Mediendschungel am zielführendsten sind.
- Entwicklung und historischer Wandel von Tageszeitung und Radio.
- Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen klassischer Medien aus Unternehmenssicht.
- Kombinationsmöglichkeiten von Medien im Marketing-Mix ("Gemeinsam stark").
- Empirische Analyse durch eine Umfrage zum Mediennutzungsverhalten.
- Ableitung von Strategien für die zielführende Imagewerbung.
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Der Nationalsozialismus
Mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler begann der Übergriff der Nazis auf den Hörfunk. Von Anfang an diente der Hörfunk der Propaganda. Am 11. März 1933 wurde das Reichspropagandaministerum (RPM) mit Goebbels als Minister gegründet. Knapp 3 Monate später erhielt dieses dann die Hoheit über alle Regelungen des Hörfunks, da es auch den Aufgabenbereich der Reichspost übernommen hatte. Außerdem fand gleich nach der Reichstagswahl die "personelle Säuberung" statt. Zum einen wurde die Hörfunkversorgung in allen Reichsteilen sicher gestellt und zum anderen wurden preiswerte Empfangsgeräte, die sogenannten Volksempfänger, auf den Markt gebracht. Innerhalb von nur drei Jahren stieg die Zahl der Hörfunkteilnehmer von 4,3 auf 6,7 Millionen Menschen.
Mit dem Volksempfänger konnten keine ausländischen Programme empfangen werden, was kurze Zeit später auch ein hohes Risiko bedeutet hätte. Außerdem wurde der "Gemeinschaftsempfang" angeordnet (z.B. Stillegung der Arbeit, um Hitlers Reden zu hören), so dass sich der Sendung keiner entziehen konnte. Ab Ende 1941 änderte sich die politisch-propagandistische Grundlinie insofern, dass Musik zum Entspannen gesendet wurde, um das Volk zum Durchhalten zu motivieren. Aufgrund immer weniger Personal und der kriegsbedingten technischen Schäden war schließlich der endgültige Zusammenbruch unausweichlich. Der letzte deutsche Sender musste am 8. Mai 1945 sein Programm einstellen. Damit war der "Großdeutsche Hörfunk" in technischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Beziehung am Ende.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Krise des klassischen Zeitungsmarktes durch digitale Medien und definiert die Zielsetzung der Arbeit, Werbealternativen für Unternehmen aufzuzeigen.
2. Die Tageszeitung: Beleuchtet die historische Entwicklung vom 14. Jahrhundert bis zur heutigen Online-Präsenz und bewertet das Medium kritisch als Werbeträger.
3. Das Radio: Analysiert das Medium Hörfunk, dessen historische Meilensteine sowie dessen Stärken und Schwächen im Vergleich zu anderen Werbekanälen.
4. Gemeinsam stark: Erläutert die Synergieeffekte bei einer kombinierten Nutzung von Radio und Tageszeitung im Marketing-Mix.
5. Planung: Dokumentiert die methodische Vorgehensweise bei der Erstellung, Durchführung und Auswertung einer empirischen Umfrage zur Mediennutzung.
6. Zusammenfassung und Schlussüberlegungen: Fazit über die Koexistenz von Print und digitalen Medien mit einer Handlungsempfehlung für werbende Unternehmen.
Schlüsselwörter
Tageszeitung, Radio, Imagewerbung, Medienwandel, Marketing-Mix, Online-Zeitung, Hörfunk, Printmedien, Werbewirkung, Umfrage, Mediennutzung, Zielgruppenansprache, Digitalisierung, Werbestrategie, Reichweite.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des Medienwandels auf die klassische Tageszeitung und untersucht, wie Unternehmen in diesem Umfeld erfolgreich Imagewerbung betreiben können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung von Tageszeitungen und Radio, die Vor- und Nachteile dieser Medien für die Werbung sowie die moderne Mediennutzung durch verschiedene Zielgruppen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, ob neue Online-Medien die klassische Tageszeitung verdrängen und wie eine zielgruppenübergreifende Imagewerbung im Media-Mix gestaltet sein sollte.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu den Medientypen sowie einer empirischen Umfrage, die mittels eines anonymen Fragebogens unter 286 Teilnehmern durchgeführt wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte und die Werbeeigenschaften von Tageszeitungen und Radio sowie die detaillierte Planung und statistische Auswertung der durchgeführten Nutzerbefragung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Tageszeitung, Radio, Imagewerbung, Media-Mix, Medienwandel und Werbewirkung.
Welchen Einfluss hatte der Nationalsozialismus auf das Radio?
Das Radio wurde in dieser Zeit massiv für Propagandazwecke instrumentalisiert, die Hoheit über den Hörfunk wurde zentralisiert und der Empfang ausländischer Programme durch technische Beschränkungen der Volksempfänger unterbunden.
Welche Empfehlung gibt der Autor für den Media-Mix?
Der Autor empfiehlt einen kombinierten Einsatz von klassischer Tageszeitung und Onlinewerbung, um die spezifischen Vorteile beider Welten zu nutzen und die jeweilige Zielgruppe effektiv zu erreichen.
Warum wurde für die Umfrage die Form des Fragebogens gewählt?
Der anonyme Fragebogen wurde gewählt, da er eine einfache, strukturierte Befragung von Personen unterschiedlicher Altersklassen und Berufsgruppen per Email ermöglichte.
- Arbeit zitieren
- Caro Kiemi (Autor:in), 2011, Umbruch in der Medienwelt - zielführende Imagewerbung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171764