Content Management Systeme (CMS) sind eine Lösung zum Einfügen, Aktualisieren und Archivieren von Beiträgen in einem Repositorium, sowie deren Aufbereitung und inhaltliche Zusammenstellung in einer kollaborativen Weise. Dieses Potential erweitern Web Content Management Systeme (Web CMS) um eine effiziente Publikation der Inhalte. Dem steht Web 2.0 als ein Ansatz zur Integration der Benutzer in den Content Life Cycle gegenüber. Für strategische Planungen der zukünftigen IT-Landschaft eines Unternehmens ist es daher essentiell, die beiden Ansätze abgrenzbar zu machen, um so zukünftige Investitionen und Planungen zielgerichtet ausführen zu können. Inhalt der vorliegenden Arbeit ist eine explorative Analyse, welche Ziele die jeweiligen Ansätze verfolgen und ob Web 2.0 Web CMS überflüssig macht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsdesign
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Web CMS
2.1.1 Content Management System
2.1.2 Web Content
2.1.3 Abgrenzung Web CMS
2.2 Web 2.0
2.2.1 Definition
2.2.2 Prinzipien
3 Gegenüberstellung
3.1 Ziele im Vergleich
3.1.1 Ziele Web CMS
3.1.2 Ziele Web 2.0
3.2 Überschneidungen
3.3 Schlussfolgerungen
4 Kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht explorativ, inwiefern die technologischen und kollaborativen Ansätze des Web 2.0 die Notwendigkeit von klassischen Web Content Management Systemen (Web CMS) in Unternehmen infrage stellen. Dabei wird geklärt, ob Web 2.0 eine eigenständige Alternative darstellt oder lediglich eine funktionale Erweiterung bestehender Infrastrukturen bietet.
- Abgrenzung der Begrifflichkeiten Web CMS und Web 2.0
- Vergleichende Analyse der jeweiligen Einsatzziele
- Identifikation von funktionellen Überschneidungen
- Untersuchung der technologischen Verdrängungseffekte
- Potenziale der Integration von Web 2.0-Komponenten in bestehende CMS
Auszug aus dem Buch
3.2 ÜBERSCHNEIDUNGEN
Wie in Abbildung 7 visualisiert gibt es nur wenige direkte Überschneidungen. Diese sollen im Folgenden analysiert werden.
Die Kollaboration spielt erst in aktuelleren Literaturdefinitionen und Praxisberichten zu Web CMS eine tragende Rolle (vgl. AIM Arizona, 2010; Mican, Tomai, & Coros, 2009, S. 20; SurveyMonkey, 2010). Hierbei ist allerdings ein Einfluss der Web 2.0 Diskussion auf die Entwicklung der Web CMS nicht auszuschließen. Bei Web 2.0 ist Kollaboration dagegen zentrales Element und gehört zusammen mit der Nutzung der kollektiven Intelligenz zu den Grundprinzipien (vgl. Miller, 2005; Oreilly, 2007, S. 37). Die Kollaboration wird von Web 2.0 Anwendungen forciert und verbessert, nutzt dazu allerdings bestehende Technologien wie das Web CMS als Basis.
Der Website Support wird in klassischen Web CMS Systemen als einer der verschiedenen Ausgabekanäle genutzt. Dabei werden die Inhalte dynamisch kombiniert. Im Web 2.0 kann jeder Nutzer aktiv Beiträge verfassen und veröffentlichen. So sind dynamische zusammenbare Websites auch vom Frontend aus generierbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung des Informationsmanagements und Präsentation der Forschungsfragen bezüglich des Verhältnisses von Web CMS und Web 2.0.
2 Begriffliche Grundlagen: Definition der zentralen Konzepte Web Content Management Systeme sowie Web 2.0 unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Lebenszyklen und Prinzipien.
3 Gegenüberstellung: Explorative Analyse der Zielsetzungen beider Ansätze sowie Identifikation von Überschneidungen und Schlussfolgerungen bezüglich einer möglichen Verdrängung.
4 Kritische Würdigung: Reflexion der Ergebnisse, Validierung des explorativen Forschungscharakters und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Web Content Management System, Web Content Management, Web 2.0, Unternehmenskommunikation, Web 2.0 Content Management, Kollaboration, Content Life Cycle, kollektive Intelligenz, Informationsmanagement, Web CMS, Wissensverwaltung, Publikationssystem.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen klassischen Content Management Systemen und modernen Web 2.0-Ansätzen im Unternehmenskontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Zieldefinitionen, der technologischen Abgrenzung und der möglichen Integration von Web 2.0-Prinzipien in Web CMS-Architekturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Web 2.0-Systeme klassische Web CMS überflüssig machen oder ob sie lediglich als ergänzende Technologien zu verstehen sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein qualitatives, exploratives Vorgehen mit einer argumentativ-deduktiven Analyse und einer Sekundäranalyse von Fachliteratur und Praxisberichten gewählt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der begrifflichen Klärung, der systematischen Gegenüberstellung der Einsatzziele und der Untersuchung von funktionellen Überschneidungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Web Content Management, Kollaboration, kollektive Intelligenz und Content Life Cycle definiert.
Welche Rolle spielt die Kollaboration bei Web CMS im Vergleich zum Web 2.0?
Während Kollaboration bei Web CMS erst in jüngeren Definitionen an Bedeutung gewonnen hat, stellt sie im Web 2.0 ein grundlegendes, zentrales Prinzip dar.
Ersetzt Web 2.0 das eigene Web CMS vollständig?
Nein, die Analyse zeigt, dass Web 2.0 bestehende Infrastrukturen eher erweitert und viele spezifische Ziele eines Web CMS nicht durch Web 2.0-Prinzipien abgedeckt werden.
Wie sollten Unternehmen laut Autor mit diesen Technologien verfahren?
Es wird empfohlen, bestehende Web CMS um Web 2.0-Komponenten (wie Blogs, Wikis oder RSS-Feeds) zu erweitern, anstatt das CMS vollständig durch Web 2.0-Ansätze zu ersetzen.
Welche Einschränkungen nennt der Autor bezüglich der Ergebnisse?
Da die Arbeit explorativ angelegt ist und auf begrenzten Praxisstichproben basiert, sollten die Ergebnisse durch weitere, repräsentative empirische Studien validiert werden.
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- B. Sc. Mathias Riechert (Author), 2010, Macht Web 2.0 das eigene Web CMS überflüssig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171750