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Das jüdische Motiv Heinrich Heines im "König David"

Titel: Das jüdische Motiv Heinrich Heines im "König David"

Hausarbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Cosima Gräfin von Hohenthal (Autor:in)

Judaistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Besonders in der jüdischen Tradition ist König David von großer Bedeutung. Zwar wird der König in den Büchern Samuels auch kritisch dargestellt, in der späteren Literatur jedoch und in der Aggadah wird sein Bild immer positiver gezeichnet. Nicht nur in der Bibel, sondern auch in der rabbinischen Literatur wird David glorifiziert und verherrlicht. Die vermeintlichen Fehltritte, die in den Samuel Büchern geschildert werden, werden hier zu erklären und zu entschuldigen versucht. Auch die Herrschaft Davids ist in der jüdischen Literatur sehr wichtig gewesen. Es wird gesagt, dass nur dann eine Dynastie gelten kann, wenn der Herrscher von David abstammt. In der Liturgie gibt es sogar die Hoffnung, Davids Dynastie möge zurückkehren. David wird somit als ein großer und wichtiger König rezipiert.
Nicht nur die rabbinische Literatur befasst sich ausführlich mit Thema des Königs, sondern auch Autoren in der Neuzeit griffen den Topos des König Davids immer wieder auf. Besonders im Zuge der Aufklärung wurde König David besprochen. Er bietet großen Gesprächsstoff, da er den christlichen Theologen dazu diente die „Herrschaft von Gottes Gnaden“ mit ihm zu begründen. Da ist es nicht verwunderlich, dass Heinrich Heine, ein Zeitgenosse der 1848 Revolutionen und der Restauration in seinem Spätwerk auch den König David verwendet, um seine Kritik am Königtum deutlich zu machen. In dieser Arbeit soll herausgestellt werden, wie sich Heine mit dem Bibeltext auseinandersetzt und welche Schlüsse er dabei zieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Heinrich Heine und Romanzero

Stilistische und sprachliche Interpretation des „König David“

Auseinandersetzung mit dem biblischen Text

Schluss und Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das jüdische Motiv des Königs David in Heinrich Heines Spätwerk, insbesondere im Gedicht „König David“ aus dem „Romanzero“. Dabei wird analysiert, wie Heine das biblische Material nutzt, um eine zeitgenössische Kritik am Despotismus zu formulieren und seine politischen Prinzipien vor dem Hintergrund seiner persönlichen Lebenssituation und der gescheiterten Revolutionen von 1848 zu reflektieren.

  • Analyse der soziokulturellen Hintergründe des „Romanzero“.
  • Stilistische Untersuchung der sprachlichen Gestaltung des Gedichts „König David“.
  • Untersuchung der Auseinandersetzung Heines mit dem biblischen Urtext.
  • Deutung der Figur Davids als moderner Despot und Herrscherkritik.
  • Einordnung des Gedichts in Heines politisches Plädoyer für demokratische Prinzipien.

Auszug aus dem Buch

Stilistische und sprachliche Interpretation des „König David“

In dem Gedicht „König David“ beschreibt Heine den letzten Wunsch des sterbenden König an seinen Sohn Salomon mit der Bitte den Feldherren Joab zu töten.

Das Gedicht befindet sich in dem Buch die Historien, welches das erste und umfangreichste Buch im Romanzero ist. Die Historien werden als eine Sammlung von politischen Balladen aufgefasst. Heine hat im Romanzero ein großes Gewicht auf die Anordnung gelegt. Es gibt verschiedene Ansätze die Gedichte zu sortieren. „König David“ und das vorangehende Gedicht „das goldene Kalb“ bilden zusammen ein Paar, das die biblische Welt darstellt.

Er beschreibt in seinen ersten beiden Versen den König, der fröhlich stirbt, mit der Gewissheit, dass die Willkürherrschaft weiter regieren darf. Der Dichter führt die Person Davids gleich zu Beginn seines Gedichtes nicht als einen gerechten Herrscher, sondern als einen Despoten ein:

Lächelnd scheidet der Despot,

denn er weiß nach seinem Tod,

wechselt Willkür nur die Hände.

Und die Knechtschaft hat kein Ende.

Armes Volk! Wie Pferd und Farrn

wird es angeschirrt am Karrn,

und der Nacken wird gebrochen,

der sich nicht bequemt dem Jochen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung des Königs David in der jüdischen Tradition und führt in Heines Intention ein, die biblische Figur als Instrument der Herrschaftskritik im Kontext der Aufklärung und der politischen Umbrüche des 19. Jahrhunderts zu nutzen.

Heinrich Heine und Romanzero: Dieses Kapitel verortet das Gedicht im Kontext des „Romanzero“, beleuchtet Heines persönliche Schicksalsschläge sowie die religiöse und politische Stimmung während der Entstehungszeit nach der gescheiterten Revolution von 1848.

Stilistische und sprachliche Interpretation des „König David“: Der Autor untersucht hier die formale und inhaltliche Gestaltung des Gedichts, insbesondere die Darstellung Davids als Despoten und die bewusste Verwendung von Ironie und Sprache zur Entlarvung absolutistischer Machtstrukturen.

Auseinandersetzung mit dem biblischen Text: Hier wird analysiert, wie Heine durch die Verknüpfung des biblischen „Volkstons“ mit dem modernen „Salonton“ und die Umdeutung spezifischer Bibelstellen (1. Könige 2) eine satirische Analogie zum zeitgenössischen Staat schafft.

Schluss und Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Heine das biblische Motiv nutzt, um ein Plädoyer für die Demokratie zu verfassen und seine ungebrochene politische Haltung gegenüber der Monarchie trotz einer späten Hinwendung zu religiösen Themen zu demonstrieren.

Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Unterstützung der Analyse.

Schlüsselwörter

Heinrich Heine, Romanzero, König David, Despotismus, Herrschaftskritik, Bibel, Revolution 1848, Lyrik, Politisches Gedicht, Religion, Willkürherrschaft, Salonton, Demokratie, Parodie, Biblisches Motiv.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Heinrich Heines Gedicht „König David“ aus dem „Romanzero“ und untersucht, wie der Dichter die biblische Erzählung nutzt, um politische Machtverhältnisse zu kritisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Religion und Politik, die Kritik am Despotismus bzw. Gottesgnadentum, die Verarbeitung persönlicher Lebenskrisen des Autors sowie die politische Reflexion der 1848er Revolutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Heine die Figur König David umdeutet, um eine zeitgenössische Herrschaftskritik zu üben und seine demokratischen Überzeugungen trotz persönlicher Resignation und Rückkehr zur Religiosität zu bekräftigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die den Text des Gedichts mit biblischen Quellen (Samuelbuch, 1. Könige) und historischen Kontexten (Revolution, Restauration) vergleicht und stilistische Mittel herausarbeitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Entstehungskontexts (Romanzero), die sprachliche Interpretation der Gedichtstrophen und die Analyse der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der biblischen Vorlage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Heinrich Heine, König David, Despotismus, Herrschaftskritik, 1848er Revolution, Bibel und Demokratie.

Warum wählt Heine ausgerechnet König David für seine Kritik?

David dient Heine als "Spiegel", da er in der Tradition als Begründer des Gottesgnadentums galt. Durch die satirische Umdeutung Davids zum Despoten kann Heine die Rechtfertigung absoluter Macht durch religiöse Argumente wirkungsvoll untergraben.

Welche Rolle spielt die Sprache im Gedicht?

Heine nutzt einen Kontrast zwischen dem biblischen "Volkston" und dem zeitgenössischen "Salonton", um Distanz zu schaffen und die dargestellte Szene – den Befehl zum Mord – durch Ironie und das Einbetten von modernen Begriffen wie "apropos" satirisch zu überhöhen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das jüdische Motiv Heinrich Heines im "König David"
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Judaistik)
Note
1,7
Autor
Cosima Gräfin von Hohenthal (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V171557
ISBN (Buch)
9783640909377
ISBN (eBook)
9783640911271
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dichtung Romantik Heinrich Heine Literatur König David Judentum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cosima Gräfin von Hohenthal (Autor:in), 2009, Das jüdische Motiv Heinrich Heines im "König David", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171557
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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