Was ist Nachhaltigkeit? Die meisten Menschen verbinden damit etwas lange Währendes, etwas, dessen Wirkung weit in die Zukunft reicht. Oft wird der Begriff einfach als Übersetzung des englischen Wortes „sustainability“ verwendet. Der ursprünglichen Charakter und die eigentliche Bedeutung des Wortes treten dabei in den Hintergrund. Dabei hat das moderne, weit gefasste Verständnis von Nachhaltigkeit einen konkreten ökologischen Ursprung.
Der Begriff selbst stammt aus dem Bereich der Forstwirtschaft. Im Rahmen der Industrialisierung kam es nicht nur in Deutschland zu massivem Holzverbrauch und einer deutlichen Reduzierung der Waldflächen. Im 18. Jahrhundert kamen auch die ersten Gedanken über Nachhaltigkeit auf – nicht nur ökologisch, sondern vor allem ökonomisch- denn durch die „Entwaldung“ wurde die Beschaffung des Rohstoffes Holz immer teurer.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Geschichte der Europäischen Nachhaltigkeitsstrategie
2.1. Der Brundtland Bericht – Our Common Future
2.2. Weltkommission für Umwelt und Entwicklung
2.3. AGENDA 21 – Das Aktionsprogramm
2.4. Weitere Revisionen und Anpassungen
3. Entwicklung einer deutschen Nachhaltigkeitsstrategie
4. Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die historische Entwicklung der europäischen und deutschen Nachhaltigkeitsstrategien nachzuzeichnen und deren konkrete Bedeutung sowie Auswirkungen auf die heutige Unternehmensführung in Deutschland kritisch zu beleuchten.
- Historische Herleitung des Nachhaltigkeitsbegriffs aus der Forstwirtschaft
- Analyse internationaler Meilensteine wie des Brundtland-Berichts und der Agenda 21
- Darstellung der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie und deren Revisionen
- Überblick über die nationale Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung
- Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) für deutsche Unternehmen
Auszug aus dem Buch
1. Einführung
Was ist Nachhaltigkeit? Die meisten Menschen verbinden damit etwas lange Währendes, etwas, dessen Wirkung weit in die Zukunft reicht. Oft wird der Begriff einfach als Übersetzung des englischen Wortes „sustainability“ verwendet. Der ursprünglichen Charakter und die eigentliche Bedeutung des Wortes treten dabei in den Hintergrund. Dabei hat das moderne, weit gefasste Verständnis von Nachhaltigkeit einen konkreten ökologischen Ursprung.
Der Begriff selbst stammt aus dem Bereich der Forstwirtschaft. Im Rahmen der Industrialisierung kam es nicht nur in Deutschland zu massivem Holzverbrauch und einer deutlichen Reduzierung der Waldflächen. Im 18. Jahrhundert kamen auch die ersten Gedanken über Nachhaltigkeit auf – nicht nur ökologisch, sondern vor allem ökonomisch denn durch die „Entwaldung“ wurde die Beschaffung des Rohstoffes Holz immer teurer.
Als Pionier des Nachhaltigkeitsgedankens gilt Hans Carl von Carlowitz (1645-1714). Dieser verlangte unter anderem „dass man mit dem Holz pfleglich umgehe“ und „eine Gleichheit zwischen An- und Zuwachs und dem Abtrieb des Holzes erfolge“.
Hier entstand der weitere Schritt. Die grundlegende Erkenntnis, dass der Umgang mit der Natur nachhaltigen Regeln zu unterliegen hat, zogen zu dieser Zeit auch die ersten gesetzlichen Regelungen nach sich. Auf internationaler Ebene gab es allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg erste verbindliche Abkommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel erläutert den historischen Ursprung des Nachhaltigkeitsbegriffs in der Forstwirtschaft und zeigt dessen Entwicklung zu einem modernen, ökologisch geprägten Leitbild auf.
2. Geschichte der Europäischen Nachhaltigkeitsstrategie: Dieser Abschnitt beschreibt die wesentlichen internationalen Meilensteine, darunter den Brundtland-Bericht und die Agenda 21, die das Fundament für die europäische Nachhaltigkeitspolitik bildeten.
2.1. Der Brundtland Bericht – Our Common Future: Das Kapitel analysiert die Bedeutung der 1972 initiierten Studien des Club of Rome und die daraus folgende Berufung der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung.
2.2. Weltkommission für Umwelt und Entwicklung: Hier werden die von der Kommission identifizierten globalen Probleme wie Armut und ungleiche Handelsbeziehungen diskutiert, die einer nachhaltigen Entwicklung entgegenstehen.
2.3. AGENDA 21 – Das Aktionsprogramm: Dieses Kapitel behandelt die Ergebnisse der Rio-Konferenz und die Schwächen der Agenda 21 hinsichtlich ihrer völkerrechtlichen Verbindlichkeit.
2.4. Weitere Revisionen und Anpassungen: Hier werden die Überarbeitungen der EU-Nachhaltigkeitsstrategie ab 2005 sowie die Integration der Lissabon-Strategie und aktuelle Klimaziele dargestellt.
3. Entwicklung einer deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: Das Kapitel stellt die nationale Strategie der Bundesregierung von 2002 und deren kontinuierliche Weiterentwicklung durch Fortschrittsberichte vor.
4. Auswirkung auf deutsche Unternehmen: Abschließend wird erörtert, wie Nachhaltigkeitsmanagement zu einem integralen Bestandteil der modernen Unternehmensführung in Deutschland geworden ist.
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsstrategie, Agenda 21, Brundtland-Bericht, CSR, Umweltschutz, Klimawandel, Ressourcenmanagement, Wirtschaftsleistung, Europäische Union, Bundesregierung, Unternehmensverantwortung, soziale Standards, ökologische Entwicklung, Wirtschaftswachstum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem historischen Werdegang und der inhaltlichen Ausgestaltung der europäischen und deutschen Nachhaltigkeitsstrategien sowie deren Einfluss auf deutsche Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Entstehungsgeschichte des Begriffs, internationale Abkommen wie die Agenda 21, die EU-Nachhaltigkeitsstrategie und die Verankerung von ökologischer sowie sozialer Verantwortung in der Wirtschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Bogen von den theoretischen Anfängen der Nachhaltigkeit bis hin zur praktischen Umsetzung in der heutigen unternehmerischen Verantwortung zu spannen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Strategiepapieren, internationalen Berichten und einer Aufarbeitung relevanter Fachliteratur zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der internationalen und europäischen Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie, die spezifische Betrachtung der deutschen Strategie sowie die Auswirkungen auf deutsche Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Strategie, CSR, globale Entwicklung, Umweltschutz und unternehmerische Verantwortung geprägt.
Warum war der Brundtland-Bericht so entscheidend für die globale Entwicklung?
Er definierte erstmals eine international anerkannte Leitmaxime für eine nachhaltige Entwicklung, die heute noch als Basis für viele politische Entscheidungen dient.
Inwiefern hat sich die Wahrnehmung von Nachhaltigkeit in Unternehmen verändert?
Unternehmen betrachten Nachhaltigkeit heute nicht mehr nur als Zusatzaufgabe, sondern zunehmend als festen Bestandteil ihrer Unternehmensführung, um langfristigen wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer und ökologischer Verantwortung zu verknüpfen.
- Arbeit zitieren
- Marina Jelencic (Autor:in), 2010, Nachhaltigkeitsstrategie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171362