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Geschmack als soziale Konstruktion

Eine sozialwissenschaftliche Analyse des Ess- und Trinkverhaltens - Formen sozialer Abgrenzung

Titel: Geschmack als soziale Konstruktion

Hausarbeit , 2007 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sandra Garthaus (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Nahrungsaufnahme ist ein alltäglicher essentieller Vorgang bei Mensch und Tier. Betrieben wird er mit einer enormen Selbstverständlichkeit und scheinbar ohne jegliche Hintergedanken. Es steckt jedoch noch viel mehr hinter dem Essen der Menschen. „Nicht alles, was sich zur Deckung von Energie- und Nährstoffbedarfen eignet, wird als Nahrung betrachtet“ (Prahl/Setzwein 1999, 89). Aber warum ist dies so? Für diese ‚Eigenart’ muss es Gründe geben, die sowohl die Ess-, als auch die Trinkkultur beeinflusst haben. Diese Gründe haben dafür gesorgt, dass sich Gesellschaften unterschiedlich entwickelt haben. Diese Differenz macht sich in ihrer Art zu Essen und zu Trinken bemerkbar.
In der folgenden Arbeit möchte ich die Frage klären, wie sich diese Verhaltensweisen entwickelt haben. Dafür werde ich die Ess- und Trinkkultur sozialwissenschaftlich untersuchen. Ich werde verschiedene Aspekte hinzuziehen, wie die kulturellen und religiösen Bestimmungen, die die Essgewohnheiten verschiedener Gesellschaften unterscheiden. Die Sinngebung der Nahrungsgewohnheiten, damit sind die Art und Weise des Konsumierens, die Esssitten und -normen und kulturellen Bewertungen gemeint, ist nämlich eine primäre Institution des Essens. Ich werde die Gegensatzstrukturen der Essstile, sowie den Vegetarismus aufzeigen. In einem seperaten Punkt gehe ich näher auf die Trinkkultur ein und werde herausstellen, wie sie als Instrumentarium zur sozialen Differenzierung eingesetzt wird. In einem abschließenden Fazit werde ich resümierend auf die Arbeit zurückblicken und die Hauptthesen zusammenfassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschmack als Abgrenzungskriterium

2.1 kulturelle Bestimmungen

2.1.1 Erklärungsmuster

2.1.2 Säkularisierungsprozess

2.2 soziale Faktoren

2.2.1 Konsummuster

2.2.2 Der Vegetarismus

3. Trinkkultur

3.1 Mittel zur sozialen Differenzierung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das menschliche Ess- und Trinkverhalten als Ausdruck sozialer Konstruktion und Mittel zur Distinktion innerhalb einer Gesellschaft. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle, religiöse und soziale Faktoren Geschmack prägen und als Instrument zur Abgrenzung von sozialen Gruppen sowie zur Identitätsstiftung eingesetzt werden.

  • Die soziale Bedeutung von Nahrung als Distinktionsmerkmal
  • Einfluss kultureller und religiöser Bestimmungen auf Esstabus
  • Die Rolle des Geschmacks bei der sozialen Positionierung (Habitus)
  • Historische Entwicklung des Vegetarismus als soziale Opposition
  • Symbolik und soziale Funktion der Trinkkultur

Auszug aus dem Buch

2. Geschmack als Abgrenzungskriterium

,Geschmack‘ bezeichnet den Geschmackssinn bei der Nahrungsaufnahme. Es handelt sich um einen komplexen Sinneseindruck, der sich aus gustatorischen, olfaktorischen, haptischen und optischen Eindrücken zusammensetzt (vgl. SIA "AISYS" 2004). Der Geschmackssinn ist ein chemischer Sinn und festgelegt durch bestimmte Genkombinationen, die für unterschiedliche ,Geschmäcker‘ sorgen.

Geschmäcker variieren aber nicht nur aufgrund bestimmter Gene. Geschmack ist auch sozial konstruiert und in diesem Sinne nur begrenzt individuell. Durch ihn grenzen sich nicht nur soziale Gruppen voneinander ab, sondern auch ganze Gesellschaften. Sie benutzen Geschmack zur Distinktion, indem sie besondere Vorlieben entwickeln und bestimmten Nahrungsprodukten besondere Bedeutungen zuweisen. Kulturelle und religiöse Bestimmungen spielen für den sozialen „Charakter der Ernährung“ (Prahl/ Setzwein 1999, 89) eine besondere Rolle. Diese Art von Geschmack wird während der Sozialisation geprägt. Es ist ein erfahrungsbedingter Lernprozess.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung der Nahrungsaufnahme über den rein biologischen Aspekt hinaus und definiert die Untersuchung von Ess- und Trinkkulturen als sozialwissenschaftliches Forschungsfeld.

2. Geschmack als Abgrenzungskriterium: Das Kapitel beleuchtet Geschmack als komplexes, sozial konstruiertes Phänomen, das durch kulturelle und religiöse Faktoren maßgeblich bei der sozialen Identitätsbildung und Distinktion mitwirkt.

2.1 kulturelle Bestimmungen: Hier werden die kulturellen Rahmenbedingungen analysiert, die festlegen, was als essbar gilt und wie Speisen symbolisch aufgeladen werden.

2.1.1 Erklärungsmuster: Dieses Kapitel stellt vier theoretische Erklärungsmodelle für kulturelle Speisetabus vor: das rationalistische, funktionalistische, strukturalistische und kommunikationstheoretische Modell.

2.1.2 Säkularisierungsprozess: Es wird untersucht, wie sich religiöse Speisevorschriften im Zuge der Säkularisierung wandeln und inwiefern der Alltag vom religiösen Einfluss entkoppelt wird.

2.2 soziale Faktoren: Dieses Kapitel thematisiert die Korrelation zwischen sozialen Schichten, Identitätsstiftung und spezifischen Ernährungsgewohnheiten.

2.2.1 Konsummuster: Hier wird der Zusammenhang zwischen Geschmack, sozialer Positionierung und dem von Bourdieu geprägten Konzept des Klassengeschmacks sowie der Distinktion untersucht.

2.2.2 Der Vegetarismus: Die Analyse beschreibt den Vegetarismus als historische Oppositionsbewegung gegen soziale Normen und als Ausdruck eines alternativen Lebensstils.

3. Trinkkultur: Dieses Kapitel analysiert Trinkgewohnheiten und Utensilien als Instrumente zur sozialen Differenzierung und Identitätsstiftung.

3.1 Mittel zur sozialen Differenzierung: Anhand historischer Beispiele wie Branntwein- und Kaffeekonsum wird aufgezeigt, wie Getränke als Distinktionsmittel zwischen sozialen Schichten dienten.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Essen und Trinken auch in modernen Gesellschaften wesentliche Instrumente zur sozialen Abgrenzung bleiben, wenngleich sich die Ausdrucksformen gewandelt haben.

Schlüsselwörter

Geschmack, soziale Konstruktion, Essverhalten, Trinkkultur, Distinktion, soziale Abgrenzung, Identität, Habitus, Speisetabus, Säkularisierung, Konsummuster, Vegetarismus, Symbolik, Sozialisation, Nahrung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das menschliche Ess- und Trinkverhalten nicht nur als biologischen Notwendigkeit, sondern als soziales Phänomen, durch das sich Gruppen und Gesellschaften voneinander abgrenzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Themen gehören kulturelle und religiöse Bestimmungen von Nahrung, der Einfluss sozialer Schichten auf Geschmack, die Symbolik von Trinkgewohnheiten sowie die historische Entwicklung des Vegetarismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Ernährung als Instrument zur sozialen Distinktion eingesetzt wird und wie Geschmack durch den Prozess der Sozialisation zu einer sozialen Konstruktion wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine sozialwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung bestehender Fachliteratur zur Ernährungssoziologie und Kulturwissenschaft basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Geschmack als Abgrenzungskriterium – inklusive der Analyse von Esstabus und Konsummustern – sowie eine detaillierte Betrachtung der Trinkkultur als soziales Differenzierungsmerkmal.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Distinktion, soziale Identität, Esskultur, soziale Konstruktion und Habitus beschreiben.

Wie unterscheidet sich der „Notwendigkeitsgeschmack“ vom „Luxusgeschmack“?

Der Notwendigkeitsgeschmack ist bei unteren sozialen Gruppen verankert und durch ökonomische Zwänge geprägt, während der Luxusgeschmack der höheren Klassen auf Distanzierung und ästhetischer Überhöhung basiert.

Welche Rolle spielte der Kaffeekonsum für die soziale Differenzierung im 18. Jahrhundert?

Kaffee entwickelte sich zum Symbol bürgerlicher Rationalität und diente in Kaffeehäusern als Markierung für das aufgeklärte Bürgertum, wodurch eine Abgrenzung zu anderen Bevölkerungsschichten vollzogen wurde.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschmack als soziale Konstruktion
Untertitel
Eine sozialwissenschaftliche Analyse des Ess- und Trinkverhaltens - Formen sozialer Abgrenzung
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Soziologie des Essens
Note
2,0
Autor
Sandra Garthaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V171311
ISBN (Buch)
9783640905751
ISBN (eBook)
9783640906079
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschmack Soziologie des Essens Trinkverhalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Garthaus (Autor:in), 2007, Geschmack als soziale Konstruktion, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171311
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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