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Das Höllische Paradies

Von guten und bösen Müttern und der Entdeckung der eigenen Weiblichkeit in der psychischen Realität und im Märchen

Titel: Das Höllische Paradies

Seminararbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jenny Gösche (Autor:in)

Kunst - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die kurze theoretische Ausarbeitung befasst sich mit dem Thema der Ablösung von "der" Mutter und dem Versuch der Integration eigener männlicher und weiblicher Anteile anhand des Individuationsprozesses nach C.G. Jung.

Dafür werden auch die entsprechenden Lösungswege verschiedener Märchenhelden in die Betrachtung mit einbezogen.

Einige symbolische Illustrationen weisen auf die persönliche Auseinandersetzung der Autorin mit dem Thema innerhalb des praxis- und selbsterfahrungsorientierten Seminares hin und tragen zum bildhaften Verständnis des dargestellten Individuationsweges bei.

Der Text nimmt u.a. Bezug auf folgende angesehene Autoren: U. Neumann, V. Kast, J. Jacobi, M. Jacoby, I. Riedel und F. Lettner.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

1. Einleitung: Der Archetyp der Großen Mutter nach C.G. Jung

2. Der Weg vom Paradies durch die Hölle und zurück

2.1 Das Paradies: Selbstverständliche Geborgenheit

2.2 Die Hölle: Lähmende Enge und verschlingende Übermacht

2.3 Der Held(inn)enkampf: Gefahr der völligen Abgrenzung und Isolation

2.4 Die Wiedergeburt: Entdeckung und Integration des kreativen Potentials

3. Zusammenfassung: Von der Bedeutung des Individuationsprozesses

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die tiefenpsychologische Dynamik zwischen dem kindlichen Bedürfnis nach Geborgenheit und dem notwendigen, aber herausfordernden Ablösungsprozess von der Mutterfigur, wobei Märchenmotive als Spiegel psychischer Entwicklungsprozesse dienen.

  • Die symbolische Bedeutung des Mutterarchetyps nach C.G. Jung
  • Phasen des Individuationsprozesses: Vom paradiesischen Urzustand zur Ich-Werdung
  • Die Problematik der Ablösung und das Entstehen eines „falschen Selbst“
  • Märchen als therapeutische Metaphern für den weiblichen Heldenkampf
  • Die Integration des Unbewussten als Weg zur schöpferischen Reifung

Auszug aus dem Buch

Die Hölle: Lähmende Enge und verschlingende Übermacht

In „Das Kind“ beschreibt Neumann (2005), wie wichtig die Ablösung von der Mutter und das Verlassen des paradiesischen Urzustandes für die Entwicklung des Kindes ist, insbesondere für das Erlangen eines gesunden Selbstbewussteins und der nötigen Weltoffenheit (S.22ff.).

Die zunächst vor allem körperliche Trennung von der Mutter (besonders durch das Abstillen) muss demzufolge „normalerweise keineswegs eine Katastrophe“ bedeuten, sondern bestärkt „die im Kinde liegende Tendenz zu Autonomie“ (ebd., S.106). „In jedem Fall aber ist die Entwöhnung von der Brust ein Paradies-Verlust“, so Neumann weiter, und es ist völlig normal, dass es in dieser Phase bereits zu Konflikten zwischen Mutter und Kind kommt. Dabei kann das Kind die Mutter zunehmend auch als böse, weil sich entfernende Mutter erleben – was aber auf dem Fundament einer sicheren Urbeziehung ebenfalls nicht weiter tragisch ist, wenn sich das Kind in anderen Situationen wieder angenommen und behütetet fühlen kann (ebd., S.101f.).

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Erläutert die Entscheidung des Autors, zur Vereinfachung primär von der Mutter als Bezugsperson zu sprechen, ohne dabei die Rolle anderer Erziehungsberechtigter abzuwerten.

1. Einleitung: Der Archetyp der Großen Mutter nach C.G. Jung: Führt in die Symbolik des Muttergefäßes und die Ambivalenz zwischen nährender Geborgenheit und verschlingender Übermacht ein.

2. Der Weg vom Paradies durch die Hölle und zurück: Analysiert den Entwicklungsverlauf vom symbiotischen Urvertrauen über die notwendige, oft schmerzhafte Ablösung bis hin zur kreativen Integration.

3. Zusammenfassung: Von der Bedeutung des Individuationsprozesses: Reflektiert den gesamten Prozess als notwendige Dynamik zwischen Innen- und Außenwelt, die das Leben erst sinnvoll und beziehungsfähig macht.

Schlüsselwörter

Individuationsprozess, Archetyp, Muttergefäß, Unbewusstes, Ablösung, Heldinnenkampf, falsches Selbst, psychische Realität, Märchen, Symbolik, Ich-Werdung, Selbstentdeckung, Urvertrauen, Schattenseiten, Kreativität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die psychologischen Herausforderungen beim Erwachsenwerden, speziell die notwendige Loslösung von der Mutterfigur und die Entwicklung einer eigenen, unabhängigen Persönlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Individuationsprozess nach C.G. Jung, die Symbolik des Mütterlichen in Märchen und die Bedeutung der Integration unbewusster Anteile für das psychische Wohlbefinden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Ablösung von einer oft übermächtig erlebten Mutterfigur das eigene kreative Potenzial entdeckt und ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine tiefenpsychologisch orientierte Analyse gewählt, die Erkenntnisse der Analytischen Psychologie mit der Interpretation klassischer Märchenmotive verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Weg in Phasen: vom paradiesischen Urzustand über die Hölle der Ablösung und den „Heldinnenkampf“ bis hin zur Wiedergeburt und Integration des Weiblichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Individuation, Archetyp, Unbewusstes, Ablösung, Heldinnenkampf, Mutterkomplex und Selbstentdeckung.

Wie spielt das Märchen von Rotkäppchen eine Rolle in der Argumentation?

Das Märchen dient als Beispiel für eine misslungene Ablösung, bei der das Kind in der Mutterbindung gefangen bleibt, anstatt das Unbewusste als Teil des eigenen Wachstums zu integrieren.

Welche Bedeutung kommt der „Gänsehirtin am Brunnen“ zu?

Diese Figur illustriert den positiven Weg der Reifung, bei dem durch Geduld und die Arbeit an inneren Schattenseiten eine authentische weibliche Identität jenseits der „Vaters-Tochter“-Rolle gefunden wird.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Höllische Paradies
Untertitel
Von guten und bösen Müttern und der Entdeckung der eigenen Weiblichkeit in der psychischen Realität und im Märchen
Hochschule
Fachhochschule für Kunsttherapie Nürtingen
Veranstaltung
Tiefenpsychologisch orientierte Kunsttherapie
Note
1,3
Autor
Jenny Gösche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V171258
ISBN (Buch)
9783640905058
ISBN (eBook)
9783640905157
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kunsttherapie C.G. Jung Tiefenpsychologie Individuationsprozess Große Mutter Archetypen Märchen Entwicklung der Weiblichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jenny Gösche (Autor:in), 2008, Das Höllische Paradies, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171258
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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