Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte in der Entwicklung der Industrieländer haben innerhalb der letzten Jahre dafür gesorgt, dass moderne Informations –und Kommunikationstechnologien einen immer höheren Stellenwert zugeordnet bekommen. Die Möglichkeiten zur Gewinnung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen haben einen gravierenden Einfluss auf den Austausch und die Vermittlung von Nachrichten im 21. Jahrhundert.
Die anhaltende Weiterentwicklung von bestehenden –sowie die fortwährende Entwicklung von neuen Informationsmedien stellen gegenwärtige Ingenieurswissenschaftler und Ingenieurswissenschaftler der nachfolgenden Generationen vor beträchtliche Herausforderungen. Im Zusammenspiel mit gesellschaftlichem Wandel und zunehmender weltweiter Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Kultur bewegen wir uns in einem Zeitalter, das es in diesen Ausmaßen noch nicht gegeben hat.
Das Zeitalter der Informationsgesellschaft ist geprägt von Massenmedien, die als Kommunikationsmittel dienen um Nachrichten durch den Fortschritt der Technik zu vervielfältigen und zu verbreiten. Die von Massenmedien adressierte Anzahl von Menschen ist nie eindeutig klassifiziert, so dass ein anonymes, kulturell-unterschiedliches und räumlich dezentralisiertes Publikum entsteht.
Im Rahmen dieser schriftlichen Arbeit zum Themenfeld „Informatik und Informationsgesellschaft“ sollen die verschiedenen Aspekte der Informatik innerhalb der Informationsgesellschaft aufgezeigt werden.
Das Ziel ist dabei die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Informationsgesellschaft sowie die Kristallisierung von Problemen und die Aufbereitung einer Orientierungshilfe zur Sicherheit und zum Schutz innerhalb der Informationsgesellschaft.
In dieser Arbeit werden die Grundbegriffe der Gesellschaft beleuchtet und es wird verdeutlicht, inwiefern sich die Informationsgesellschaft von bisherigen Gesellschaftsformen unterscheidet. Der Einfluss des Internets wird dazu als wesentlicher Bezugspunkt herangezogen.
Als Ausblick werden mit dem Informationsmanagement und der Komplexitätsreduktion zwei Verfahren vorgestellt, die sich in der Informationsgesellschaft gebildet haben, um die heranwachsende Nachrichtenwelt zu beherrschen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Was ist eine Gesellschaft?
Definition und Bestandteile
Gesellschaftsformen und Leitmedien
In welcher Gesellschaftsform leben wir?
Was ist eine Informationsgesellschaft?
Definition
Begriff der Information nach Weizenbaum
Werkzeuge der Informationsgesellschaft
Ziele
Informatik als Triebwerk der Informationsgesellschaft
Entwicklung
Digitale Revolution
Bessere Lebensqualität durch Technologien
Mögliche Probleme und Gefahren in der Informationsgesellschaft
Informationsexplosion
Wissensexplosion
Informationen sinnvoll sammeln und verarbeiten
Verlust von Arbeitsplätzen durch die Informationsgesellschaft
Sicherheit und Schutz in der Informationsgesellschaft
Aus Software-technischer-Sicht
„Trustworthy Computing“
Sicherheit auf Drei Säulen
Rechtliche Aspekte
Privatsphäre
Urheberrechte
Komplexitätsreduktion und Informationsmanagement
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff der Informationsgesellschaft sowie der Identifizierung zentraler Problemstellungen. Dabei wird untersucht, wie Informatik als Triebwerk der gesellschaftlichen Entwicklung fungiert und welche Orientierungshilfen für Sicherheit und Schutz innerhalb dieser komplexen Informationsumgebung notwendig sind.
- Grundbegriffe und Definitionen von Gesellschaft und Informationsgesellschaft
- Die Rolle der Informatik als technologische Basis der Informationsgesellschaft
- Problemfelder wie Informationsexplosion und Arbeitsplatzveränderungen
- Sicherheitsaspekte, Datenschutz und der rechtliche Umgang mit digitalen Medien
- Methoden zur Bewältigung der Informationsflut (Informationsmanagement und Komplexitätsreduktion)
Auszug aus dem Buch
Digitale Revolution
Seit der Einführung des Mikrochips im Jahre 1959 durch Jack St. Clair Kilby und Erfindung des Computers durch Konrad Zuse im Jahre 1941, ist die Computerisierung stark vorangeschritten. Mittlerweile haben digitale Technologien einen Einfluss auf fast alle Lebensbereiche bewirkt. In den 1980er Jahren wurden Computer nicht nur für Beruf und Forschung eingesetzt, sondern fanden auch zunehmend Platz in den Privathaushalten. Im Jahr 1983 erschien der erste Computer welcher über ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche verfügte, der Apple Lisa. Dieser Computer bildete den realen Schreibtisch in Form eines virtuellen Schreibtisches (engl. Desktop) ab und sollte in zunehmendem Maße die auf einem Schreibtisch liegenden Objekte ersetzen. Als Wunschgedanke galt damals schon das „papierlose Büro“, welches durch Computer ermöglicht werden sollte.
Heutzutage befinden sich Computer in modernen Industrie-Gesellschaften an zahlreichen Arbeitsplätzen und sind in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung sowie Erziehung schon zu einem üblichen Werkzeug geworden. Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich C. Mayr, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), vergleicht den Computer in der Wirtschaft folgendermaßen: „Moderne Wirtschaft ohne Informatik wäre wie Wien ohne Musik: Undenkbar!“.
Eine besondere Rolle nehmen die digitalen Güter (Software und digitale Informationen) ein, da sich diese, im Gegensatz zu allen anderen materiellen Produkten, beliebig oft benutzen und vervielfältigen lassen. Digitale Güter erleiden dabei keinerlei Abnutzung und lassen sich, durch ihre einfache Replikation, besonders kostengünstig an Endkunden in der ganzen Welt verteilen. Diese Faktoren haben einen entscheidenden Einfluss auf die klassischen Vertriebswege genommen, denn durch das Internet wurde ein Markt geschaffen, der weder räumlich noch zeitlich begrenzt ist.
Inzwischen breitet sich die digitale Revolution in weitere Bereiche der Informationsgesellschaft aus. Ein enormes Potential wird bei der Entwicklung von Robotern und Künstlicher Intelligenz gesehen. Man strebt an, die Denkleistung des Menschen durch die Maschine zu ersetzen und zwar in der gleichen Art und Weise, wie die Dampfmaschine die Muskelkraft und Pferdestärke bereits ersetzt hat.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die zunehmende Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien thematisiert und das Ziel der Arbeit, eine kritische Auseinandersetzung mit der Informationsgesellschaft, definiert.
Was ist eine Gesellschaft?: Dieses Kapitel beleuchtet soziologische Begriffsdefinitionen und stellt verschiedene Theorien zur gesellschaftlichen Strukturierung vor.
Was ist eine Informationsgesellschaft?: Hier werden der Begriff der Information, verschiedene Definitionen und die Werkzeuge der Informationsgesellschaft erarbeitet.
Informatik als Triebwerk der Informationsgesellschaft: Das Kapitel beschreibt die Rolle der Informatik in der digitalen Revolution und deren Einfluss auf Wirtschaft sowie gesellschaftliche Vernetzung.
Mögliche Probleme und Gefahren in der Informationsgesellschaft: Hier werden Herausforderungen wie die Informationsexplosion, Wissensexplosion und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt analysiert.
Sicherheit und Schutz in der Informationsgesellschaft: Dieses Kapitel behandelt Sicherheitskonzepte, rechtliche Aspekte wie Bildnisrechte und Privatsphäre sowie Methoden der Komplexitätsreduktion.
Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken der Informationsgesellschaft zusammen und plädiert für den Ausbau von Medienkompetenz und Wissensstreben.
Schlüsselwörter
Informationsgesellschaft, Informatik, digitale Revolution, Internet, Informationsexplosion, Wissensexplosion, Privatsphäre, Urheberrecht, Datensicherheit, Medienkompetenz, Komplexitätsreduktion, Informationsmanagement, Arbeitsmarkt, Künstliche Intelligenz, Automatisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen der Informatik und der modernen Informationsgesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Themen umfassen die Definition der Informationsgesellschaft, technologische Treiber, damit verbundene Probleme wie die Datenflut und notwendige Schutzmaßnahmen.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Informationsgesellschaft und die Bereitstellung von Orientierungshilfen für Sicherheit und Schutz.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Heranziehen von soziologischen Theorien und der Auswertung statistischer Studien zum Mediennutzungsverhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die technologische Entwicklung durch die Informatik, die Problematik der Informationsflut sowie Sicherheitsaspekte, inklusive rechtlicher und ethischer Fragestellungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Schlagworte sind Informationsgesellschaft, digitale Revolution, Informatik, Privatsphäre und Datensicherheit.
Wie bewertet der Autor die Rolle von sozialen Netzwerken wie Facebook?
Sie werden als Indiz für die gigantische soziale Vernetzung und als Teil der Informationsgesellschaft gesehen, werfen jedoch Fragen zum Datenschutz und zur Privatsphäre auf.
Was versteht man unter dem Begriff „Komplexitätsreduktion“ in diesem Kontext?
Es handelt sich um ein Hilfsmittel zur Eindämmung der Informationsüberflutung, beispielsweise durch den Einsatz von Modellen, Zeichen und Datenbanken zur Strukturierung von Wissen.
- Arbeit zitieren
- Benny Neugebauer (Autor:in), 2011, Informatik und Informationsgesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171231