In dem Aufsatz ‚Mass Media Attitude Change: Implications of the Elaboration Likelihood Model of Persuasion‘ setzen sich Richard E. Petty, Joseph R. Priester und Pablo Briñol intensiv mit dem ‚Elaboration Likelihood Model of Persuasion‘ auseinander. Sie erläutern die Dimensionen des Modells, zeigen seine Bedeutung für die moderne Wirkungsforschung auf und liefern Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Vorüberlegungen
3. Das ‚Elaboration Likelihood Model of Persuasion’
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den Aufsatz von Petty, Priester und Briñol zur Bedeutung des „Elaboration Likelihood Model of Persuasion“ (ELM) für die moderne Wirkungsforschung, um die kognitiven Prozesse der Einstellungsänderung durch persuasive Botschaften zu verstehen.
- Grundlagen der Persuasionsforschung
- Differenzierung zwischen zentraler und peripherer Route
- Einflussfaktoren wie Quellenvertrauen und Argumentationsqualität
- Bedeutung des Gemütszustands des Rezipienten
- Unterschied zwischen Einstellungs- und Verhaltensänderung
Auszug aus dem Buch
Das ‚Elaboration Likelihood Model of Persuasion’
Das ELM „postuliert situationsbezogen zwei prinzipiell verschiedene Arten oder Wege der Informationsverarbeitung, die während einer Beeinflussungssituation zur Einstellungsänderung führen können […].“ Generell gilt dabei: Die Auseinandersetzung mit einer Botschaft und ihre Verarbeitung erfolgen nicht ausschließlich anhand von Sachargumenten, sondern werden nicht zuletzt auch durch periphere Reize beeinflusst. Ist der Rezipient einer Botschaft bereit, sich bewusst und intensiv mit ihr auseinanderzusetzen und verfügt er auch über die kognitiven Fähigkeiten zur Prüfung der kommunizierten Argumente, findet dieser Prozess auf der zentralen Persuasionsroute statt. Kommt es als Ergebnis dieses Prozesses zu einer Einstellungsänderung beim Rezipienten, so ist diese aufgrund des vorangegangenen intensiv geführten Verarbeitungsprozesses relativ stabil.
Wird ein zur Informationsverarbeitung unmotivierter und/oder unfähiger Rezipient mit einer persuasiven Botschaft konfrontiert, erfolgt der Prozess hingegen auf der peripheren Route. Hier spielen Argumente eine geringere Rolle als auf der zentralen Route, dafür haben periphere Reize höheres Gewicht. Periphere Reize ermöglichen es dem Rezipienten, Botschaften auch ohne vorangegangene eingehende Prüfung der Argumente einordnen und bewerten zu können. Persuasion kann nach dem ELM auch auf der peripheren Route erfolgen, diese ist jedoch schwächer als auf der zentralen Route und somit anfälliger für Gegenargumentation.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel führt in den zu untersuchenden Aufsatz von Petty, Priester und Briñol ein und skizziert dessen Relevanz für die aktuelle Wirkungsforschung.
2. Vorüberlegungen: Hier werden theoretische Grundlagen wie frühe wirkungstheoretische Ansätze und die Bedeutung des Einstellungsbegriffs für den Persuasionsprozess erörtert.
3. Das ‚Elaboration Likelihood Model of Persuasion’: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Differenzierung des ELM in zwei Verarbeitungsrouten und analysiert verschiedene Faktoren, die den Persuasionsprozess beeinflussen.
4. Fazit: Die abschließenden Ausführungen betonen die Bedingungen für nachhaltige Verhaltensänderungen und grenzen kurzfristige, periphere Einstellungsänderungen davon ab.
Schlüsselwörter
Elaboration Likelihood Model, ELM, Persuasion, Wirkungsforschung, Einstellungsänderung, zentrale Route, periphere Route, Informationsverarbeitung, kognitive Prozesse, persuasive Botschaft, Argumentationsqualität, Nachrichtenquelle, Verhaltensänderung, Rezipient, Gemütszustand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine wissenschaftliche Analyse des Aufsatzes von Petty, Priester und Briñol, der das Elaboration Likelihood Model (ELM) als theoretisches Gerüst für Persuasionsprozesse in den Medien beleuchtet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die Konzepte der Einstellungsbildung, die Unterscheidung von zentraler und peripherer Informationsverarbeitung sowie die Faktoren, die bestimmen, wie Menschen auf persuasive Reize reagieren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Funktionsweise des ELM zu erläutern und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Bedingungen (Motivation, Fähigkeit) die Art und Nachhaltigkeit von Einstellungsänderungen beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Aufarbeitung und literaturbasierte Analyse eines zentralen Modells der Kommunikationswissenschaft, ergänzt durch die Einordnung in den Kontext der Medienwirkungsforschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung des ELM, der Rolle von Quellenmerkmalen, der Anzahl und Qualität von Argumenten sowie dem Einfluss des affektiven Zustands des Empfängers auf die Informationsverarbeitung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Persuasion“, „Elaboration Likelihood Model“, „Zentrale/Periphere Route“ und „Medienwirkung“ definiert.
Wie unterscheidet sich die zentrale von der peripheren Route?
Die zentrale Route erfordert eine hohe Motivation und Fähigkeit zur inhaltlichen Auseinandersetzung und führt zu stabilen Einstellungen, während die periphere Route eher auf oberflächliche Reize reagiert und weniger nachhaltige Änderungen bewirkt.
Warum ist der Gemütszustand des Empfängers für das Modell relevant?
Der Gemütszustand fungiert je nach Verarbeitungsbereitschaft entweder als peripherer Reiz oder als Filter, der beeinflusst, wie kognitive Informationen gewichtet und bewertet werden.
- Arbeit zitieren
- Jan Horak (Autor:in), 2011, Analyse des Aufsatzes ‚Mass Media Attitude Change: Implications of the Elaboration Likelihood Model of Persuasion', München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171107