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Rechtsextremismus in ländlichen Räumen

Aufgaben und Probleme Sozialer Arbeit

Titel: Rechtsextremismus in ländlichen Räumen

Seminararbeit , 2009 , 21 Seiten

Autor:in: Thomas Beck (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der OTZ Gera war am 3.12. Folgendes zu lesen:
„Stadt Gera gibt keine Jugendclubs an Parteien ... ‚Die Stadt Gera wird Jugendeinrichtungen keiner Partei zur Betreuung übergeben‘ heißt es in einer Mitteilung aus dem Sozialdezernat der Stadtverwaltung Gera. Anlass für die Stellungnahme ist die Behauptung der NPD Gera im Internet, dass sie den Jugendclub im Ortsteil Wernsdorf übernehme. ...“ (OTZ Gera 03.12.2009)
Diese Behauptung kommt allerdings nicht von Ungefähr, immer wieder versucht die NPD sich, z.B. durch Immobilienkäufe, in Städten und Dörfern einzunisten, sich als „Freund des kleinen Mannes“ darzustellen und NPD geführte „Jugendclubs“ und andere „sozialarbeiterische“ Angebote rechtsextremistischer Organisationen sind gar nicht so selten wie man glaubt. Besonders „heimisch“ fühlt sich die extreme Rechte in ländlichen Räumen.
In dieser Arbeit werde ich aufzeigen, wie sich die gegenwärtige Situation im Bezug auf Rechtsextremismus in ländlichen Räumen darstellt und kurz die Ursachen beleuchten. Anschließend setze ich mich mit der Frage auseinander, ob im Zusammenhang mit dieser Problematik ein Auftrag an Soziale Arbeit existiert und woraus sich dieser ableiten könnte. Welche Aufgaben sich daraus für soziale Arbeit Ergeben und mit welche Schwierigkeiten sie rechnen muss, werde ich zum Schluss kurz umreißen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rechtsextremismus Begriffsklärung

3 Rechtsextremismus in ländlichen Räumen

3.1 Bestandsaufnahme

3.2 Ursachen

4 Der Handlungsauftrag der Sozialen Arbeit

4.1 Ethische Grundüberlegung

4.2 Parteilich oder parteiisch

4.3 Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession

5 Aufgaben Sozialer Arbeit

6 Erschwerende Faktoren für Soziale Arbeit

7 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Problematik des Rechtsextremismus in ländlichen Räumen und leitet daraus einen spezifischen Handlungsauftrag für die Soziale Arbeit ab. Dabei wird analysiert, wie rechtsextreme Akteure versuchen, in der Mitte der Gesellschaft Fuß zu fassen, und welche strukturellen Bedingungen in ländlichen Regionen diese Entwicklung begünstigen.

  • Aktuelle Erscheinungsformen von Rechtsextremismus in ländlichen Räumen
  • Strukturelle Ursachen für die Anfälligkeit dörflicher Gemeinschaften
  • Ethische Begründung des Mandats der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession
  • Politische und präventive Aufgaben der Sozialen Arbeit im Kontext des Rechtsextremismus
  • Erschwerende Faktoren und Hürden für die Etablierung sozialer Angebote vor Ort

Auszug aus dem Buch

3.1 Bestandsaufnahme

Aktuell ist die NPD in Thüringen in 15 Stadträten und Kreistagen vertreten, u.a. im Kyfhäuserkreis, im Eichsfeld und im Wartburgkreis. Viele dieser Kreise lassen sich dem ländlichen Raum zuordnen. In Sachsen hat die NPD Sitze in allen Kreistagen. Jugendliche mit rechtsextremistischen Einstellungen scheinen in den ländlichen Regionen ein relativ alltägliches Bild zu sein. Das beschränkt sich nicht nur auf Thüringen, Sachsen und Brandenburg, auch nicht auf den sogenannten Osten, sondern ist in ganz Deutschland anzutreffen.

Die 2009 veröffentlichte Studie „Es wächst nicht einfach Gras darüber. Rechtsextremismus in den ländlichen Räumen“ hat sich intensiv mit dieser Problematik auseinander gesetzt und dazu u.a. die rechtsextremistischen Strukturen in den ländlichen Räumen der 13 Flächenbundesländer analysiert.

Die Erscheinungsform von Rechtsextremismus reicht auch in ländlichen Räumen von organisierten Gruppen mit Parteianschluss über Freie Kameradschaften bis hin zu gänzlich unorganisierten Jugendcliquen. (vgl.: Hafeneger, 2006) Dabei trifft das allgemein verbreitete Bild des Nazi-Skins mit Springerstiefeln und Bomberjacke, welches in den 90er Jahren tatsächlich weit verbreitet war, nicht zwangsläufig zu. Optisch sind rechtsextremistische Jugendliche oft kaum noch von anderen Jugendkulturen zu unterscheiden. (vgl.:(BDL), 2009 S. 23 u.a.)

Während sich die NPD offiziell von Gewalttaten distanziert, um negative Presse zu vermeiden, gibt es weiterhin regelmäßig rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten, teilweise sogar mit Todesfolge. Ein hohes Gewaltpotential ist besonders bei freien Kameradschaften, autonomen Nationalisten und unorganisierten Rechtsextremisten anzutreffen, also solche, die nicht parteilich organisiert sind und (offiziell) keine Verbindung zur NPD haben. Auffällig ist dabei, dass diese Gewalttaten überproportional häufig in dörflichen und kleinstädtischen Gegenden auftreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die aktuelle Relevanz des Themas anhand eines Praxisbeispiels zur NPD in Gera und benennt die Zielsetzung der Arbeit.

2 Rechtsextremismus Begriffsklärung: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeiten einer eindeutigen Definition von Rechtsextremismus und grenzt ideologische Merkmale wie Ungleichwertigkeitsvorstellungen und Gewaltorientierung ab.

3 Rechtsextremismus in ländlichen Räumen: Es erfolgt eine Bestandsaufnahme der Strukturen in ländlichen Gebieten sowie eine Analyse der begünstigenden Faktoren und Ursachen für rechtsextreme Tendenzen.

4 Der Handlungsauftrag der Sozialen Arbeit: Das Kapitel begründet auf Basis ethischer Überlegungen und der Verankerung in den Menschenrechten das Mandat der Sozialen Arbeit in diesem Arbeitsfeld.

5 Aufgaben Sozialer Arbeit: Hier werden konkrete Interventionsmöglichkeiten und präventive Strategien entwickelt, um auf die Herausforderungen durch Rechtsextremismus zu reagieren.

6 Erschwerende Faktoren für Soziale Arbeit: Das Kapitel beleuchtet die Schwierigkeiten und Hürden, wie etwa die relative Geschlossenheit dörflicher Gemeinschaften oder fehlende Finanzierung, die die Arbeit erschweren.

7 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Arbeit, um das Feld nicht rechtsextremen Organisationen zu überlassen.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Soziale Arbeit, ländliche Räume, Menschenrechte, Prävention, NPD, Dorfgemeinschaft, Demokratie, Sozialarbeit, Extremismus, Jugendcliquen, politische Bildung, Menschenwürde, Soziale Gerechtigkeit, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Präsenz rechtsextremer Tendenzen in ländlichen Räumen und untersucht, wie die Soziale Arbeit auf diese Herausforderungen reagieren kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die begriffliche Einordnung von Rechtsextremismus, die Analyse ländlicher Strukturen, ethische Grundlagen der Sozialen Arbeit und Strategien gegen rechtsextreme Einflussnahme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Handlungsauftrag der Sozialen Arbeit in diesem spezifischen Kontext zu begründen und konkrete Aufgaben sowie Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Hilfsangeboten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, Studien zum Rechtsextremismus und den ethischen Definitionen der International Federation of Social Workers (IFSW).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für Rechtsextremismus, leitet den professionellen Handlungsauftrag ab und diskutiert die Aufgaben sowie die praktischen Erschwernisse im ländlichen Raum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rechtsextremismus, ländlicher Raum, Soziale Arbeit, Menschenrechte, Prävention und soziale Gerechtigkeit.

Warum erschwert die "Dorfgemeinschaft" die Arbeit?

In ländlichen, oft geschlossenen Systemen wird Rechtsextremismus häufig bagatellisiert oder gedeckelt, da die Angst vor Stigmatisierung und der Wunsch nach Harmonie Hilfsangebote von außen erschweren.

Inwieweit muss sich Soziale Arbeit politisch positionieren?

Die Autorin argumentiert, dass Soziale Arbeit nicht nur reparativ tätig sein darf, sondern aufgrund ihres Menschenrechtsmandats politisch aktiv werden muss, um soziale und wirtschaftliche Probleme anzugehen, die Rechtsextremismus begünstigen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rechtsextremismus in ländlichen Räumen
Untertitel
Aufgaben und Probleme Sozialer Arbeit
Veranstaltung
Soziale Arbeit und Politik
Autor
Thomas Beck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V170951
ISBN (Buch)
9783640900367
ISBN (eBook)
9783640900473
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rechtsextremismus räumen aufgaben probleme sozialer arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Beck (Autor:in), 2009, Rechtsextremismus in ländlichen Räumen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170951
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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