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Die Interaktionstheorie und die phänomenologische Kritik an Theorie-Theorie und Simulationstheorie

Titel: Die Interaktionstheorie und die phänomenologische Kritik an Theorie-Theorie und Simulationstheorie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Nicolas Lindner (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie verstehen wir andere? Auf welchem Wege erlangen wir Kenntnis von deren Gefühlen, Wünschen und Absichten? Um dies zu erklären, wird in der philosophischen Diskussion häufig auf den Begriff der theory of mind zurückgegriffen. Dieser Begriff wird verwandt, um auf unsere Fähigkeit zu verweisen, anderen mentale Zustände zuzuschreiben und diese zu verstehen. In der zeitgenössischen Debatte herrschen zwei Ansätze vor, welche diese Fähigkeit auf unterschiedliche Arten erklären: die Theorie-Theorie (TT) sowie die Simulationstheorie (ST).

Beide Ansätze werden aus Sicht der Phänomenologie jedoch scharf kritisiert. Aus phänomenologischer Perspektive sind bereits die grundlegenden Annahmen dieser beiden Ansätze abzulehnen. Als Alternative zu TT und ST stellt GALLAGHER daher einen eigenen Vorschlag zur Diskussion: die Interaktionstheorie (IT).

Zunächst werde ich im Folgenden die Ansätze von TT und ST kurz vorstellen. Anschließend daran werde ich erläutern, an welchen Punkten diese Theorien aus phänomenologischer Perspektive zu kritisieren sind. Im darauf folgenden Teil der Arbeit werde ich die IT von Gallagher ausführlich darstellen. Anhand der wesentlichen Elemente dieses Ansatzes werde ich den Erklärungsgehalt und die Schlüssigkeit der IT kritisch hinterfragen. Als Resultat dieser Untersuchung möchte ich feststellen, ob die IT eine ernstzunehmende, umfassende Alternative zu TT und ST bietet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie-Theorie, Simulationstheorie und deren Kritik aus phänomenologischer Perspektive

2.1. Theorie-Theorie und Simulationstheorie

2.2. Phänomenologische Kritik an TT und ST

3. Interaktionstheorie

3.1. Direkte Wahrnehmung

3.2. Primäre und sekundäre Intersubjektivität

3.3. Die Narrative Practice Hypothesis (NPH)

4. Fazit / Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Interaktionstheorie (IT) eine überzeugende phänomenologische Alternative zu den dominanten kognitionswissenschaftlichen Modellen der Theorie-Theorie (TT) und Simulationstheorie (ST) darstellt, um unser Verständnis für die mentalen Zustände anderer zu erklären.

  • Kritik an der Theorie-Theorie und Simulationstheorie aus phänomenologischer Sicht
  • Die Rolle der direkten Wahrnehmung im zwischenmenschlichen Verständnis
  • Bedeutung der primären und sekundären Intersubjektivität
  • Die Narrative Practice Hypothesis (NPH) als ergänzender Erklärungsansatz
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit der Interaktionstheorie als alternative Theorie

Auszug aus dem Buch

Direkte Wahrnehmung

Gallagher geht zunächst davon aus, unsere Wahrnehmung sei klug (smart) und kenntnisreich (well-informed). Hierunter versteht er, dass ein großer Teil unserer Wahrnehmung konzeptuell ist. Wenn wir beispielsweise einen bestimmten Gegenstand visuell wahrnehmen, so erfahren wir nicht erst einzelne Sinneseindrücke und fügen diese dann zusammen, sondern nehmen unmittelbar den Gegenstand wahr. Diese Wahrnehmung eines Gegenstandes setzt voraus, dass ich bereits über ein Konzept von diesem verfüge.

Ferner ist nach Gallaghers Ansicht die direkte Wahrnehmung keine Besonderheit, sondern vielmehr der Normalfall. Insofern ist Wahrnehmung immer direkt und von ihr abzugrenzen sind lediglich Prozesse, welche wir dieser hinzufügen, wie Herleitungen oder Interpretationen. Solche beigefügten kognitiven Prozesse, wie sie die TT und die ST voraussetzen, brauchen wir nach Gallaghers Ansicht jedoch unter den normalen Umständen der sozialen Interaktion nicht.

„In most intersubjective situations, that is, in situations of social interaction, we have a direct perceptual understanding of another person´s intentions because their intentions are explicitly expressed in their embodied actions and their expressive behaviours. This understanding does not require us to postulate or infer a belief or a desire hidden away in the other person´s mind.“ (Gallagher/Hutto, S. 3.)

Während sich TT und ST demnach darum bemühen, zu klären, auf welchem Wege wir Zugang zu den verborgenen mentalen Zuständen anderer bekommen, stellt sich dieses Problem aus Sicht Gallaghers überhaupt nicht. Da die mentalen Zustände im Regelfall nicht verborgen sind, sondern Gefühle und Intentionen vielmehr direkt unserer Wahrnehmung zugänglich sind, benötigen wir auch keine weiteren kognitiven Zugaben, wie eine Theorie oder Simulation. Bereits indem wir die Handlungen und das ausdrucksvolle Verhalten anderer sehen, nehmen wir deren Bedeutung wahr. Sofern unser Gegenüber seine Gefühle und Absichten nicht vor uns verbirgt, so Gallagher, offenbart sein ausdrucksvolles Verhalten diese und zeigt uns, was im Geiste des anderen vor sich geht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Art unseres Fremdverstehens vor und führt in die konkurrierenden Ansätze TT, ST und IT ein.

2. Theorie-Theorie, Simulationstheorie und deren Kritik aus phänomenologischer Perspektive: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahmen von TT und ST und legt dar, aus welchen phänomenologischen Gründen diese kritisiert werden.

3. Interaktionstheorie: Hier wird der Ansatz von Gallagher detailliert dargelegt, wobei insbesondere die direkte Wahrnehmung, Intersubjektivität und narrative Kompetenzen als tragende Säulen der IT analysiert werden.

4. Fazit / Ausblick: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet die IT kritisch hinsichtlich ihres Anspruchs, eine umfassende Alternative zu den bestehenden Modellen zu bieten.

Schlüsselwörter

Interaktionstheorie, Theorie-Theorie, Simulationstheorie, Phänomenologie, Fremdverstehen, direkte Wahrnehmung, Intersubjektivität, Narrative Practice Hypothesis, Alltagspsychologie, mentale Zustände, Kognitionswissenschaft, Gallagher, Hutto.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die phänomenologische Kritik an den kognitionswissenschaftlichen Modellen zur Erklärung des Fremdverstehens und prüft die Interaktionstheorie als alternative Konzeption.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Theorie-Theorie (TT), die Simulationstheorie (ST) und die Interaktionstheorie (IT), betrachtet unter dem Blickwinkel der Phänomenologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es festzustellen, ob die von Gallagher vorgeschlagene Interaktionstheorie eine ernstzunehmende und umfassende Alternative zu TT und ST darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-phänomenologische Analyse, um die argumentativen Grundlagen konkurrierender kognitionswissenschaftlicher Modelle kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Konzepte der direkten Wahrnehmung, der primären und sekundären Intersubjektivität sowie der narrativen Kompetenzen nach Hutto.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Interaktionstheorie, Theorie-Theorie, Simulationstheorie, Phänomenologie, Fremdverstehen und direkte Wahrnehmung.

Inwiefern unterscheidet sich die IT von der TT und der ST?

Die IT postuliert, dass wir Intentionen anderer direkt in deren Verhalten wahrnehmen können, anstatt diese durch komplexe theoretische Überlegungen oder mentale Simulationen erschließen zu müssen.

Wie bewertet der Autor die Leistungsfähigkeit der Narrative Practice Hypothesis?

Der Autor erkennt in der NPH eine plausible Ergänzung für alltagspsychologische Fähigkeiten, kritisiert jedoch deren Anspruch, den alleinigen oder notwendigen Weg zum Erwerb solcher Kompetenzen darzustellen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Interaktionstheorie und die phänomenologische Kritik an Theorie-Theorie und Simulationstheorie
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Phänomenologie in den Kognitionswissenschaften
Note
1,7
Autor
B.A. Nicolas Lindner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V170944
ISBN (Buch)
9783640900350
ISBN (eBook)
9783640900411
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Philosophie des Geistes Fremdpsychisches other mind Interaktionstheorie Narrative practice hypothesis Theorie-Theorie theory theory Simulationstheorie simulation theory Phänomenologie Soziale Kognition Theory of mind
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Nicolas Lindner (Autor:in), 2011, Die Interaktionstheorie und die phänomenologische Kritik an Theorie-Theorie und Simulationstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170944
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Leseprobe aus  17  Seiten
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