Soziale Ungleichheit erfasst Unterschiede, die die Lebenschancen von Personen beeinflussen. In dieser Arbeit soll eine Verbindung von Bourdieus Theorie mit der sozialen Ungleichheit hergestellt werden. Hierfür werden zunächst die Kapitalarten nach Bourdieu erläutert und ein Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit hergestellt. Anschließend wird die ungleichheitsproduzierende und -reproduzierende Wirkung des Habitus betrachtet.
In den 80er und 90er Jahren war Niklas Luhmann der Sozial- und Gesellschaftstheoretiker, der in der deutschen Soziologie die größte Aufmerksamkeit erhielt. Daher wird im zweiten Teil dieser Arbeit Luhmanns Beitrag zur sozialen Ungleichheit betrachtet. Da nach Armin Nassehi bisher eine Zusammenführung der Theorie sozialer Ungleichheit und der Theorie funktionaler Differenzierung [nach Luhmann] noch keinen Erfolg brachte, soll diese Arbeit diesem Ziel ein wenig näher kommen. Diese beiden theoretischen Konzepte sind nach dem Soziologen Schwinn die wichtigsten, die die Soziologie liefern kann, um moderne Gesellschaften zu untersuchen. In dieser Arbeit beginnt das Kapitel über die sozialen Ungleichheit bei Luhmann mit relevanten Begriffsdefinitionen und erläutert im Anschluss seine Überlegungen zur sozialen Klasse und zur Schichtung. Danach wird darauf eingegangen, wie sich nach Luhmann soziale Ungleichheiten verstärken. Ebenso werden die Prozesse der Inklusion und Exklusion erklärt. Abschließend werden die Zugänge Luhmanns und Bourdieus zur sozialen Ungleichheit verglichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2013, Soziale Ungleichheit und ihre Reproduktion bei Pierre Bourdieu und Niklas Luhmann, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1708885