Im allgemeinen Teil dieser Arbeit werden die Europäische Zentralbank, die Aufgaben der Europäischen Zentralbank, die Geldmenge bzw. die Geldschöpfung sowie die Geldmengenpolitik dargestellt.
Im zweiten, speziellen Teil dieser Arbeit werden die geldpolitischen Instrumentarien allgemein und anschließend anhand von Praxisbeispielen bzw. Auswirkungen auf die Praxis anhand einer Beispielbank (Genossenschaft) dargestellt.
Die Arbeit enthält zudem ein Literaturverzeichnis mit 17 Einträgen
Inhaltsverzeichnis
1. Die Aufgabenstellung
2. Die Europäische Zentralbank
3. Die Aufgaben und Ziele der Europäischen Zentralbank
4. Die Geldschöpfung
5. Die Geldmengenpolitik
6. Das geldpolitische Instrumentarium
6.1. Offenmarktgeschäfte
6.1.1 Hauptrefinanzierungsinstrument
6.1.1.1. Anwendung in der Praxis
6.1.1.2. Beurteilung der Anwendbarkeit
6.1.2 Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte
6.1.2.1. Anwendung in der Praxis
6.1.2.2. Beurteilung der Anwendbarkeit
6.1.3 Feinsteuerungsoperationen
6.1.3.1. Anwendung in der Praxis
6.1.3.2. Beurteilung der Anwendbarkeit
6.1.4 Strukturelle Operationen
6.1.4.1. Anwendung in der Praxis
6.1.4.2. Beurteilung der Anwendbarkeit
6.2. Ständige Fazilitäten
6.2.1 Spitzenrefinanzierungsfazilität
6.2.1.1. Anwendung in der Praxis
6.2.1.2. Beurteilung der Anwendbarkeit
6.2.2 Einlagenfazilität
6.2.2.1. Anwendung in der Praxis
6.2.2.2. Beurteilung der Anwendbarkeit
6.3. Mindestreservepflicht
6.3.3 Anwendung in der Praxis
6.3.4 Beurteilung der Anwendbarkeit
7. Fazit bzw. Schlussfolgerung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die grundlegenden Aufgaben und Funktionsweisen der Europäischen Zentralbank (EZB) darzustellen sowie die Auswirkungen des geldpolitischen Instrumentariums anhand einer Beispiel-Genossenschaftsbank zu analysieren.
- Struktur und Aufgaben der Europäischen Zentralbank
- Grundlagen der Geldschöpfung und Geldmengenpolitik
- Analyse des geldpolitischen Instrumentariums der EZB
- Praxisnahe Untersuchung der Anwendbarkeit für Genossenschaftsbanken
- Bewertung von Liquiditätssteuerung und Mindestreservepflicht
Auszug aus dem Buch
6.1.1 Hauptrefinanzierungsinstrument
Wie der Name schon sagt, ist das Hauptrefinanzierungsinstrument das wichtigste Offenmarktgeschäft, das den größten Teil des Refinanzierungsbedarfs des Finanzsektors decken soll. Hierbei handelt es sich i.d.R. um wöchentlich stattfindende Transaktionen, die von den nationalen Notenbanken durchgeführt werden. Die Laufzeit der Transaktionen beträgt normalerweise 2 Wochen. Die Geschäftspartner der Zentralbanken erhalten die Liquidität im Tenderverfahren, das heißt, durch Versteigerung von Zentralbankgeld. Über das Hauptrefinanzierungsinstrument stellt die EZB den Geschäftsbanken in einem normalen Marktumfeld rund drei Viertel des Refinanzierungsvolumens zur Verfügung. Geschäfte, die mittels des Hauptrefinanzierungsinstruments durchgeführt werden, bezeichnet die EZB daher auch als Haupttender.
Der diesen Geschäften zugrundeliegende Zinssatz wird als Hauptrefinanzierungssatz bezeichnet und ist der wichtigste Leitzins der EZB. Die Zentralbank kann mit Hilfe dieses Instruments indirekt die Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt beeinflussen. Da die Geschäftsbanken den Hauptrefinanzierungssatz durch Zinsen auf Wertpapiere und Kredite finanzieren, steigen im Allgemeinen nach einer Erhöhung des Hauptrefinanzierungssatzes auch die Zinssätze der Geschäftsbanken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Aufgabenstellung: Einführung in die Themen der Arbeit, unterteilt in einen allgemeinen Theorieteil und einen speziellen Praxisteil.
2. Die Europäische Zentralbank: Vorstellung der EZB als verantwortliche Institution für die Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet und ihres Entscheidungsgremiums.
3. Die Aufgaben und Ziele der Europäischen Zentralbank: Erläuterung der primären Zielsetzung der Preisstabilität und der weiteren Aufgaben des ESZB gemäß den EU-Verträgen.
4. Die Geldschöpfung: Erklärung der Unterschiede zwischen Zentralbank- und Geschäftsbankengeld sowie deren Einfluss auf die Preisniveaustabilität.
5. Die Geldmengenpolitik: Darstellung der Referenzwerte für das Geldmengenwachstum und der drei Geldmengenaggregate M1, M2 und M3.
6. Das geldpolitische Instrumentarium: Systematische Vorstellung der drei Hauptinstrumente der EZB zur Steuerung der Liquidität.
6.1. Offenmarktgeschäfte: Detaillierte Betrachtung der wichtigsten Instrumente zur Zins- und Liquiditätssteuerung samt praktischer Anwendungsbeispiele.
6.2. Ständige Fazilitäten: Beschreibung der Spitzenrefinanzierungsfazilität und der Einlagenfazilität zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung.
6.3. Mindestreservepflicht: Analyse der verpflichtenden Mindestreserven und deren Bedeutung für die Stabilität der Geldmarktzinsen.
7. Fazit bzw. Schlussfolgerung: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen geldpolitischer Maßnahmen auf die Praxis der Beispielbank.
Schlüsselwörter
EZB, Geldpolitik, Preisstabilität, Geldschöpfung, Offenmarktgeschäfte, Mindestreserve, Hauptrefinanzierungsinstrument, Zinssteuerung, Liquidität, Bankenkrise, Genossenschaftsbank, Geldmengenpolitik, Leitzins, Finanzinstrumente, Refinanzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die geldpolitische Rolle der Europäischen Zentralbank und die Funktionsweise ihrer Steuerungsinstrumente in Theorie und Praxis.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben den theoretischen Grundlagen der Geldmenge und Geldschöpfung stehen die Instrumente der EZB sowie deren praktische Auswirkungen auf Banken im Mittelpunkt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu erläutern, wie die EZB über ihr Instrumentarium Einfluss auf das Geldmengenwachstum und die Preisstabilität nimmt und wie dies in der Bankpraxis wahrgenommen wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die ökonomische Theorie durch Literaturanalyse mit einer praxisorientierten Einzelfallbetrachtung einer Genossenschaftsbank verknüpft.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Geldschöpfung, der Geldmengenpolitik und detaillierte Kapitel zu Offenmarktgeschäften, ständigen Fazilitäten und der Mindestreservepflicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie EZB, Preisstabilität, Liquiditätssteuerung, Refinanzierung und Mindestreserve geprägt.
Warum spielt das Hauptrefinanzierungsinstrument für die untersuchte Bank keine Rolle?
Die Beispielbank verfügt aufgrund ihrer konservativen Bilanzstruktur und des Regionalprinzips über eine dauerhaft ausreichende Liquidität, weshalb sie sich nicht aktiv bei der Notenbank refinanzieren muss.
Wie wirkt sich die Mindestreservepflicht auf die Beispielbank aus?
Die Bank ist zur Einhaltung verpflichtet; da die Mindestreserve verzinst wird, ergibt sich je nach Marktlage entweder ein Zinsertragsvorteil oder ein Ertragsnachteil im Vergleich zur freien Marktanlage.
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- Wolfgang Illig (Author), 2008, Geldpolitik - Allgemeine Erklärungen und spezieller Einsatz in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170876