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Familiäre und kulturelle Konflikte in Fatih Akins 'Auf der anderen Seite'

Titel: Familiäre und kulturelle Konflikte in Fatih Akins 'Auf der anderen Seite'

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Patrick Hausen (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die These vertreten, dass die Figuren in Fatih Akins Film 'Auf der anderen Seite' in einer „Kulturpresse“ gefangen sind und von dieser erdrückt zu werden drohen. Weiterhin wird untersucht, welchen Ausweg Akin aus diesem Dilemma aufzeigt. Dabei wird argumentiert, dass die Institution ‚Familie‘ im Film als universeller Überlebensraum präsentiert wird, der einen Ausweg aus kulturellen Zwängen ermöglicht. Anschließend werden die Grenzen dieser Argumentation aufgezeigt, bevor die gefundenen Ergebnisse abschließend in einem Fazit zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auf der anderen Seite

2.1. Figuren

2.2. Handlung

3. These

4. Definitionen

4.1. Familie

4.2. Kultur

5. Figuren in der „Presse“ zwischen individuellen Wünschen und kulturellen Zwängen

5.1. Yeter

5.2. Ayten

5.3. Lotte

6. Familie als Überlebensraum

7. Grenzen

7.1. Yeter und Ayten

7.2. Susanne und Lotte

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Film „Auf der anderen Seite“ von Fatih Akin im Kontext familiärer und kultureller Konfliktlinien. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, inwiefern die Institution Familie als universeller Überlebensraum fungiert, der den Individuen einen Ausweg aus erdrückenden kulturellen Zwängen – dem sogenannten „Schlachthaus Kultur“ – bietet.

  • Analyse kultureller vs. familiärer Zwänge bei Fatih Akin
  • Konzeptualisierung von Familie als „Stall“ und Überlebensraum
  • Untersuchung der filmischen Figurenkonstellationen und ihrer Entwicklung
  • Dekonstruktion traditioneller Familienbilder in einer globalisierten Welt
  • Darstellung der Grenzen dieser Argumentation durch die Mitschuld der Figuren

Auszug aus dem Buch

3. These

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Darstellung von „Familie als Schlachthaus“ zeigt Fatih Akin die Institution ‚Familie‘ in Auf der anderen Seite als einen „Stall“, der als Überlebensraum fungiert. In diesem „Stall“ finden die Figuren Zuflucht vor dem „Schlachthaus Kultur“. Denn laut Akin sind es die kulturellen Zwänge, welche die Figuren zu erdrücken drohen, nicht die familiären: „Kultur als ‚Schlachthaus‘, Familie als ‚Stall‘!“

Diese These scheint auf den ersten Blick paradox – gibt es doch im Film keine „ganze“, heile Familie. Stattdessen sehen wir drei Eltern-Kind-Paare, bei denen je ein Elternteil fehlt. Im Verlauf der Handlung sterben dann noch je ein Kind (Lotte) und ein Elternteil (Yeter). Aber: der Film spielt im 21. Jahrhundert, in einer globalisierten Welt. Damit wird ein neues, weiteres Verständnis von Familie nötig, denn neue Formen des Zusammenlebens ersetzen zunehmend die klassische Kleinfamilie. Gleichzeitig führt die zunehmende globale Vernetzung unweigerlich zu einem Anstieg interkultureller Kontakte, was zu einem erhöhten Konfliktpotenzial zwischen verschiedenen Kulturen führt. Diesen Umständen soll durch nachfolgende Definitionen Rechnung getragen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel der Familienstrukturen und die zeitgenössische Integrationsdebatte, um die Relevanz der Themen Familie und Kultur zu begründen.

2. Auf der anderen Seite: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Film von Fatih Akin, stellt die Hauptfiguren vor und fasst die drei ineinandergreifenden Handlungsstränge zusammen.

3. These: Es wird die zentrale Hypothese aufgestellt, dass Akin die Familie als schützenden „Stall“ gegen ein erdrückendes „Schlachthaus Kultur“ inszeniert.

4. Definitionen: Das Kapitel definiert die zentralen Begriffe „Familie“ und „Kultur“, wobei insbesondere ein moderner, nicht rein blutsverwandtschaftlicher Familienbegriff erarbeitet wird.

5. Figuren in der „Presse“ zwischen individuellen Wünschen und kulturellen Zwängen: Anhand der Schicksale von Yeter, Ayten und Lotte wird exemplarisch aufgezeigt, wie kulturelle Leitvorstellungen die individuelle Freiheit der Figuren einschränken.

6. Familie als Überlebensraum: Dieses Kapitel analysiert die Versöhnungs- und Bindungsdynamiken im Film, die Familie als universelle Zufluchtsstätte positionieren.

7. Grenzen: Es werden kritische Grenzen der Ausgangsthese untersucht, indem auch die individuelle Mitschuld der Figuren am tragischen Geschehen reflektiert wird.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die bestätigt, dass Familie als flexible Überlebensinstitution trotz individueller Tragik eine zentrale Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Fatih Akin, Auf der anderen Seite, Familie, Kultur, Integrationsdebatte, Kulturpresse, Überlebensraum, globale Vernetzung, interkulturelle Konflikte, Wahlfamilie, Identität, Migration, sunnitische Mehrheit, alevitische Minderheit, soziale Bindungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Film „Auf der anderen Seite“ von Fatih Akin im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen familiären Bindungen und kulturellen Zwängen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Verfasser?

Der Fokus liegt auf den Themen Migration, interkulturelle Konflikte, das moderne Familienbild sowie die Auswirkungen kollektiver Denkmuster auf das Individuum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu belegen, dass die Institution Familie im Film als „Stall“ bzw. schützender Überlebensraum fungiert, der es den Charakteren ermöglicht, den Zwängen des „Schlachthauses Kultur“ zu entkommen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche und kulturanalytische Untersuchung, die durch die Definition soziologischer Fachbegriffe (Familie, Kultur) und deren Anwendung auf das Filmmaterial strukturiert ist.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Figurenanalyse, die Definition zentraler Begriffe, eine Untersuchung der kulturellen Bedrohungslagen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der These unter Berücksichtigung der Mitschuld der Protagonisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind neben dem Regisseur Fatih Akin vor allem die Konzepte „Schlachthaus Kultur“, „Stall Familie“, transkulturelle Identität und die Problematik gesellschaftlicher Assimilation.

Warum wird die „Abraham-Geschichte“ im Film so hervorgehoben?

Die Geschichte dient im Film dazu, die Bedeutung der familiären Liebe über religiöse oder kulturelle Gesetze zu heben, da Nejat sie als Symbol dafür begreift, dass der Vater seinen Sohn beschützen will, statt ihn zu opfern.

Inwiefern ist das Bild der Familie im Film „unvollständig“ oder „fehlerhaft“?

Der Autor zeigt auf, dass keine der gezeigten Familien idealtypisch oder intakt ist; sowohl biologische als auch gewählte „Wahlfamilien“ sind mit Verlusten und Tragödien konfrontiert, bleiben aber dennoch die einzige Stütze für die Individuen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Familiäre und kulturelle Konflikte in Fatih Akins 'Auf der anderen Seite'
Hochschule
Universität Trier  (Germanistik, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Literatur und Institutionen (2)
Note
1,3
Autor
Patrick Hausen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V170875
ISBN (eBook)
9783640899821
ISBN (Buch)
9783640900008
Sprache
Deutsch
Schlagworte
familiäre konflikte fatih akins seite
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Hausen (Autor:in), 2011, Familiäre und kulturelle Konflikte in Fatih Akins 'Auf der anderen Seite', München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170875
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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