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Wirtschaftskriminalität - Phänomenologie und aktuelle Bekämpfungskonzepte

Titel: Wirtschaftskriminalität - Phänomenologie und aktuelle Bekämpfungskonzepte

Hausarbeit , 2010 , 21 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Olga Gillich (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seitdem es wirtschaftliches Verhalten gibt, existiert auch die zugehörige Kriminalität. Seit den bekannten Fällen von Enron, Barings-Bank, Biodata und Mannesmann/Vodafone steigt jedoch die öffentliche Aufmerksamkeit und das Kriminalitätsbewusstsein im Hinblick auf Bilanzmanipulationen, Kapitalanlagebetrug, Untreue, Industriespionage, Korruption und weitere Delikte. Zu Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise steigt zugleich auch die angespannte Erwartung zur Entwicklung der Wirtschaftskriminalitätsdelikte. Nach neuesten Erkenntnissen des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ist in dem Erhebungszeitraum der Studie zur Wirtschaftskriminalität 2007, knapp jedes zweite Unternehmen Deutschlands zum Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden. Das Deliktsfeld der Wirtschaftskriminalität ist in sich kein homogenes Gebilde von Straftaten, sondern umfasst deren viele verschiedene.
Wenngleich es keine allgemein gültige Begriffsbestimmung gibt, lassen sich Wirtschaftsstraftaten auf bestimmte kriminologische und pragmatische Aspekte zurückführen. Zum einen kann jeder Mensch, unabhängig von einer Betriebszugehörigkeit, Wirtschaftsstraftaten begehen, zum anderen sind die Täter meist ganze Unternehmensstrukturen. Seit 1984 erhalten Fälle und Tatverdächtige, die der Wirtschaftskriminalität zuzurechnen sind, eine Sonderkennung der PKS. Dabei wird immer Bezug zum § 74c GVG genommen.
Wirtschaftskriminalität bedarf zur Aufklärung und Bekämpfung, einer Kooperation mit staatlichen Organisationen (BKA, Staatsanwaltschaften u.a.), politischen Maßnahmen und unternehmensinternen Maßnahmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ZUR GESCHICHTE DER WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT

3. DEFINITION/ BEGRIFFSERKLÄRUNG

4. DAS TÄTERPROFIL

4.1. DAS OPFER

5. DIE SCHÄDEN DER WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT

6. ERSCHEINUNGSFORMEN DER WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT

6.1 FINANZIERUNGSDELIKTE

6.2 ANLAGEDELIKTE

6.3 ARBEITSDELIKTE

6.4 WETTBEWERBSDELIKTE

6.5 INSOLVENZDELIKTE

6.6 GESUNDHEITSDELIKTE UND ABRECHNUNGSBETRUG

7. PRÄVENTION UND BEKÄMPFUNGSMAßNAHMEN

7.1 ETHISCHE KODIZES

7.2 CORPORATE GOVERNANCE UND COMPLIANCE

7.3 DAS WHISTLEBLOWING-SYSTEM

8. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Wirtschaftskriminalität, analysiert deren historische Entwicklung sowie kriminologische Hintergründe und erörtert aktuelle Bekämpfungsansätze. Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Erscheinungsformen zu schaffen und die Notwendigkeit sowie Effektivität präventiver Maßnahmen in Unternehmen vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Krisen zu beleuchten.

  • Historische Betrachtung und Entwicklung der Wirtschaftskriminalität
  • Kriminologische Einordnung und Täterprofile
  • Analyse der verschiedenen Erscheinungsformen und Schadensentwicklungen
  • Bedeutung von Corporate Governance, Compliance und Hinweisgebersystemen

Auszug aus dem Buch

4. Das Täterprofil

Die klassischen Theorien zur Bestimmung der Täterprofile, wie die Anomietheorie von Durkheim, Labeling Approach oder lernpsychologische Ansätze, lassen sich auf die Wirtschaftskriminalität nur teilweise oder kaum anwenden. Vielmehr lassen sich die Theorie der differentiellen Gelegenheit und die Theorie der rationalen Wahl verwenden. Wegen deliktspezifischer Unterschiede lassen sich verallgemeinerbare Sozialtäterprofile nur mit Vorsicht gebrauchen. Aus Aktenuntersuchungen ergeben sich folgende demografische Daten eines Täterprofils: Täter oder Tatverdächtige sind:

• Männer um die 40 Jahre alt

• Sie leben in geordneten Verhältnissen

• Stammen aus der Mittel- bis Oberschicht

• Die Bildungsgrad ist mindestens Abitur

• Sind Karriere- und Aufstiegsorientiert

• Die Betriebszugehörigkeit beläuft sich auf durchschnittlich zehn Jahre

• Ein Viertel sind einschlägig vorbestraft

• Anreiz für Straftat durch Überschuldung

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Wirtschaftskriminalität unter Berücksichtigung historischer Beispiele und aktueller Relevanz durch Wirtschafts- und Finanzkrisen.

2. ZUR GESCHICHTE DER WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT: Darstellung historischer Ursprünge der Wirtschaftskriminalität sowie der gesetzgeberischen Entwicklung im deutschen Recht.

3. DEFINITION/ BEGRIFFSERKLÄRUNG: Erläuterung der Komplexität des Begriffs Wirtschaftskriminalität aus kriminologischer und rechtsdogmatischer Sicht sowie der Einordnung in diverse Gesetzesbücher.

4. DAS TÄTERPROFIL: Analyse der demografischen Merkmale und psychologischen Faktoren, die Wirtschaftsstraftäter von klassischen Kriminellen unterscheiden.

4.1. DAS OPFER: Untersuchung der Problematik der sogenannten Opferlosigkeit bei Wirtschaftsstraftaten und der daraus resultierenden Herausforderungen für die Aufklärung.

5. DIE SCHÄDEN DER WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT: Quantifizierung der monetären Schäden und Erörterung der schwer erfassbaren immateriellen Folgen für Unternehmen und Wirtschaft.

6. ERSCHEINUNGSFORMEN DER WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT: Übersicht über verschiedene Deliktsbereiche, deren Wandlung im Zeitverlauf und ihre statistische Erfassung.

6.1 FINANZIERUNGSDELIKTE: Beschreibung von Straftaten im Zusammenhang mit Krediten, Scheck- und Wechselgeschäften sowie Fälschungen von Geldmarktinstrumenten.

6.2 ANLAGEDELIKTE: Analyse von Anlagebetrug, bei dem Täuschung über Risiken oder tatsächliche Investitionen zum Schaden des Anlegers führen.

6.3 ARBEITSDELIKTE: Erläuterung arbeitsrechtlicher Verstöße, wie Vorenthalten von Lohn und illegale Beschäftigung.

6.4 WETTBEWERBSDELIKTE: Untersuchung von Verstößen gegen Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und Industriespionage.

6.5 INSOLVENZDELIKTE: Auflistung der Tatbestände im Umfeld von Insolvenzverfahren und deren Auswirkungen auf die Schadensentwicklung.

6.6 GESUNDHEITSDELIKTE UND ABRECHNUNGSBETRUG: Thematisierung von Betrugsdelikten durch medizinische oder pharmazeutische Akteure im Gesundheitswesen.

7. PRÄVENTION UND BEKÄMPFUNGSMAßNAHMEN: Überblick über behördliche Ermittlungsstrukturen und die Bedeutung präventiver Maßnahmen in Unternehmen.

7.1 ETHISCHE KODIZES: Erläuterung der Rolle schriftlicher Verhaltensrichtlinien zur Vorbeugung von Missverständnissen im Unternehmen.

7.2 CORPORATE GOVERNANCE UND COMPLIANCE: Darstellung von Programmen zur Risikovorbeugung und Sicherstellung der Einhaltung rechtlicher Standards durch die Unternehmensführung.

7.3 DAS WHISTLEBLOWING-SYSTEM: Analyse anonymer Hinweisgebersysteme als Methode zur Aufdeckung von Missständen und deren rechtliche Herausforderungen in Deutschland.

8. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung der Wirtschaftskriminalität und der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Aufhellung des Dunkelfeldes.

Schlüsselwörter

Wirtschaftskriminalität, Wirtschaftsstrafrecht, Prävention, Compliance, Corporate Governance, Täterprofil, Finanzdelikte, Anlagedelikte, Whistleblowing, Schadensentwicklung, Dunkelfeld, Unternehmensintegrität, Korruption, Betrug, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Phänomenologie der Wirtschaftskriminalität, analysiert deren Erscheinungsformen sowie die historische und gesetzliche Entwicklung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition der Wirtschaftskriminalität, das Profil der Täter, die verschiedenen Schadensarten, die statistische Erfassung von Delikten sowie präventive Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Komplexität wirtschaftskrimineller Handlungen zu schaffen und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch Prävention und Compliance effektiv gegen diese vorgehen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung kriminalstatistischer Daten, insbesondere der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und Studien von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Täter- und Opfereigenschaften, die Analyse von monetären und immateriellen Schäden sowie eine detaillierte Betrachtung spezifischer Deliktsformen wie Finanz-, Anlage-, Arbeits- und Insolvenzdelikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wirtschaftskriminalität, Compliance, Corporate Governance, Prävention und Schadensentwicklung sind die prägenden Begriffe dieser Publikation.

Warum ist das "Dunkelfeld" bei Wirtschaftsstraftaten so problematisch?

Das Dunkelfeld umfasst nicht zur Anzeige gebrachte Fälle. Da Unternehmen oft aus Sorge vor Reputationsverlust auf Anzeigen verzichten, bleibt der tatsächliche Schaden weitgehend unbekannt und statistisch schwer erfassbar.

Welche Rolle spielen Whistleblowing-Systeme bei der Bekämpfung?

Diese Systeme ermöglichen es, Missstände und illegale Machenschaften anonym zu melden. Sie sind ein wichtiges Instrument zur Schadensabwehr, befinden sich jedoch in Deutschland rechtlich noch in einer schwierigen Entwicklungsphase.

Inwiefern beeinflussen Managerpersönlichkeiten das Risiko von Wirtschaftsstraftaten?

Die Arbeit legt dar, dass bestimmte Eigenschaften, die als "Erfolgstypen" gelten, wie Ehrgeiz und Erfolgsdruck, in einem Umfeld mangelnder Ethik auch zu gesetzeswidrigem Verhalten führen können.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wirtschaftskriminalität - Phänomenologie und aktuelle Bekämpfungskonzepte
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
2.0
Autor
Olga Gillich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
21
Katalognummer
V170771
ISBN (Buch)
9783640898084
ISBN (eBook)
9783640898152
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wirtschaftskriminalität phänomenologie bekämpfungskonzepte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olga Gillich (Autor:in), 2010, Wirtschaftskriminalität - Phänomenologie und aktuelle Bekämpfungskonzepte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170771
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Leseprobe aus  21  Seiten
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