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Die Theorie der Zivilisation nach Norbert Elias. Menschliche Verhaltenswandlungen im Zuge des Zivilisationsprozesses

Titel: Die Theorie der Zivilisation nach Norbert Elias. Menschliche Verhaltenswandlungen im Zuge des Zivilisationsprozesses

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 2,1

Autor:in: Kati Chatzikonstantinidou (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie hat sich die Zivilisierung vom Anbeginn der Menschheit vollzogen? Wodurch werden Menschen veranlasst, ihre Emotionen zu regulieren? Diesen Fragen geht Norbert Elias nach, indem er untersucht, wie die Veränderung menschlicher Verhaltensweisen und Persönlichkeitsstrukturen zu einem Prozess führen, den er als „Prozeß der Zivilisation“ beschreibt.

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Theorie der Zivilisation nach Norbert Elias. Die Arbeit ist in vier Kapitel gegliedert. Diese werden unterteilt in einen einleitenden, einen theoretischen sowie in einen analysierenden, beispielbezogenen Teil und in einen Teil, der sich mit der Kritik an Elias beschäftigt. Nachdem im ersten Kapitel die einleitenden Bemerkungen, die einen Überblick über Aufbau und Inhalt der Hausarbeit geben, folgt anschließend der theoretische Rahmen der Hausarbeit in Kapitel 2. Dieses Kapitel beinhaltet eine kompakte Analyse des Werkes von Elias „Über den Prozess der Zivilisation“. Hier wird überwiegend auf seine Äußerungen bezüglich Selbstzwang und Fremdzwang eingegangen. Diese Begriffe werden dabei diskutiert. Im Anschluss an die Diskussion wird in Kapitel 3 auf die Zivilisierung des Verhaltens eingegangen. Hier wird vor allem auf das Beispiel der Tischsitten eingegangen und wie sich diese im Laufe der Geschichte verändert und verfestigt haben. Dabei spielt das Gefühl der Scham laut Elias eine bedeutende Rolle, weshalb auch darauf eingegangen wird. Dieses Kapitel zeigt das Hauptaugenmerk der Arbeit. Anschließend wird auch der Stellenwert der Zivilisationstheorie von Elias aufgezeigt. Kapitel 4 gibt einen prägnanten Überblick über mögliche Kritikpunkte zur Theorie von Norbert Elias. Hauptsächlich wird der Standpunkt des Kritikers Hans Peter Duerr beleuchtet. Abschließend werden im Fazit die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Theoretischer Rahmen
    • 2.1 Elias’ Prozess der Zivilisation
    • 2.2 Selbstzwang und Fremdzwang
  • 3 Die Zivilisierung des Verhaltens
    • 3.1 Stellenwert der Zivilisationstheorie von Norbert Elias
    • 3.2 Der Wandel im menschlichen Verhalten durch den Zivilisationsprozess
  • 4 Kritik an Norbert Elias‘ Theorie von Hans Peter Duerr
  • 5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorie der Zivilisation nach Norbert Elias, wobei der Fokus auf der Transformation menschlicher Verhaltensweisen und Persönlichkeitsstrukturen durch den sogenannten Zivilisationsprozess liegt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie sich der menschliche Habitus im historischen Verlauf durch die Umwandlung von Fremdzwängen in Selbstzwänge gewandelt hat und inwieweit diese Theorie gegenüber der Kritik von Hans Peter Duerr Bestand hat.

  • Die historische Umwandlung von Fremdzwängen in Selbstzwänge
  • Der Einfluss des Schamgefühls auf die menschliche Verhaltensregulation
  • Die Analyse von Tischsitten als Indikator für zivilisatorische Prozesse
  • Die soziogenetischen und psychogenetischen Grundlagen des Zivilisationsmodells
  • Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Kritik von Hans Peter Duerr

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Wandel im menschlichen Verhalten durch den Zivilisationsprozess

An einigen Stellen seines Werkes betont Elias, dass sich das menschliche Verhalten und Empfinden immer in eine ganz bestimmte Richtung verändert (vgl. Elias 1997, S. 323). In seinem ersten Band, welcher den Untertitel „Wandlungen des Verhaltens in den weltlichen Oberschichten“ trägt, verdeutlicht er anhand von Beispielen, wie sich diese Veränderungen in den Bereichen des Alltags offenbaren. All diese Zivilisierungsprozesse zeichnen sich nach Elias auf der psychogenetischen Ebene durch strikte Körperkontrolle und gleichmäßigere Selbstregulierung aus (vgl. Kim 1995, S. 192). Dabei bezieht er sich unter anderem auf das Verhalten beim Essen, was im Folgenden thematisiert werden soll (vgl. Elias 1997, S. 323).

Wie eingangs erwähnt, stellt Elias mittels der Analyse von Manierenbüchern fest, dass die mittelalterlichen Umgangsformen in höherem Maße von spontanen Trieben und Affekten beeinflusst waren. Beispielsweise war der Gebrauch von Gabeln noch nicht üblich. Zum Essen wurden die bloßen Hände bedient. Abgenagte Knochen warf man in eine gemeinsame Schüssel zurück und man spuckte auf oder auch über die Tafel (vgl. Kim 1995, S. 192). Doch wozu dient eigentlich die Gabel beim Essen? Elias‘ Antwort: Um die zerkleinerten Speisen zum Mund zu führen. Doch warum braucht man eine Gabel dazu? Warum nimmt man nicht die Finger? Die Antwort auf diese Frage lautet: Weil es „kannibalistisch“ ist. Selbstverständlich ist es kannibalistisch, barbarisch, unzivilisiert oder wie immer man es nennen mag. Aber genau das ist die Frage: Warum ist es zivilisierter mit der Gabel zu essen? Hierauf gibt Elias nicht nur eine Antwort. Laut ihm ist es zum einen unhygienisch, die Finger zum Essen zu benutzen. Für unser Empfinden ist es unhygienisch, wenn verschiedene Menschen mit den Fingern in die gleiche Platte greifen. Es besteht die Gefahr sich durch Berührung mit anderen eine Krankheit zu holen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Forschungsinteresse an Norbert Elias’ Zivilisationstheorie dar, erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit und definiert die methodische Vorgehensweise anhand der Analyse von Elias' Hauptwerk.

2 Theoretischer Rahmen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie „Prozess der Zivilisation“, „Selbstzwang“ und „Fremdzwang“ analysiert, um das theoretische Fundament für das Verständnis von Verhaltens- und Habitusänderungen zu legen.

3 Die Zivilisierung des Verhaltens: Dieses Kapitel widmet sich dem Hauptteil der Arbeit, in dem die Zivilisationstheorie auf konkrete historische Beispiele wie Tischsitten angewandt und die Rolle des Schamgefühls beleuchtet wird.

4 Kritik an Norbert Elias‘ Theorie von Hans Peter Duerr: Es wird die Debatte um die Kritik von Hans Peter Duerr dargestellt, der die Theorie als Mythos bezeichnet, wobei die Kritikpunkte im Kontext der Elias-Rezeption wissenschaftlich entkräftet werden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Theorie von Elias als ein robustes Modell zur Erklärung soziogenetischer und psychogenetischer Prozesse.

Schlüsselwörter

Norbert Elias, Zivilisationsprozess, Selbstzwang, Fremdzwang, Soziogenese, Psychogenese, Habitus, Schamgefühl, Tischsitten, Verhaltensregulation, Hans Peter Duerr, Zivilisationstheorie, Affektkontrolle, Sozialstruktur, gesellschaftlicher Integrationsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Theorie der Zivilisation von Norbert Elias und untersucht den Wandel menschlicher Verhaltensweisen durch soziologische und psychologische Prozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Umwandlung von Fremd- in Selbstzwänge, die Entwicklung des Habitus, das Schamgefühl und die Disziplinierung des menschlichen Affekthaushalts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Analyse der Theorie von Elias bezüglich der Veränderung des menschlichen Habitus und die kritische Einordnung gegenüber den Thesen von Hans Peter Duerr.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und theoriebasierte Analyse, die das Werk „Über den Prozess der Zivilisation“ auf Basis der Fachliteratur kritisch erschließt und mit Gegenpositionen abgleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Verhaltenssteuerung, insbesondere am historischen Beispiel der Tischsitten, und verknüpft diese mit dem soziogenetischen Modell von Elias.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Zivilisationsprozess, Selbstzwang, Fremdzwang, Affektkontrolle und die Elias-Duerr-Kontroverse.

Wie unterscheidet Elias zwischen Fremd- und Selbstzwang?

Fremdzwänge sind äußere soziale Regulierungen, die in modernen Gesellschaften zunehmend verinnerlicht werden und sich als individuelle Selbstkontrolle (Selbstzwang) manifestieren.

Warum wird die Kritik von Hans Peter Duerr im Fazit als Bestätigung gewertet?

Da die Kritik Duerrs an der angeblichen Dichotomie von Mittelalter und Neuzeit Elias’ soziogenetische Annahmen nicht widerlegt, sondern diese als Prozessmodell bestätigen hilft, die auf differenzierten Untersuchungen basieren.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Theorie der Zivilisation nach Norbert Elias. Menschliche Verhaltenswandlungen im Zuge des Zivilisationsprozesses
Hochschule
Universität Trier  (Soziologie)
Note
2,1
Autor
Kati Chatzikonstantinidou (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V1707524
ISBN (eBook)
9783389183489
ISBN (Buch)
9783389183496
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theorie der Zivilisation Norbert Elias Zivilisation Zivilisationsprozess Menschliche Verhaltenswandlungen Selbstzwang Fremdzwang Wandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kati Chatzikonstantinidou (Autor:in), 2018, Die Theorie der Zivilisation nach Norbert Elias. Menschliche Verhaltenswandlungen im Zuge des Zivilisationsprozesses, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1707524
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Leseprobe aus  19  Seiten
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