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Zivilisation und Kultur. Über den Prozess der Zivilisation nach Norbert Elias

Title: Zivilisation und Kultur. Über den Prozess der Zivilisation nach Norbert Elias

Term Paper , 2018 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kati Chatzikonstantinidou (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations

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Summary Excerpt Details

In dem untersuchten Gebiet Westeuropas, macht sich für Elias ein Trend zur allmählichen Verwandlung von „Fremdzwängen“ in „Selbstzwänge“ bemerkbar. Dieser Trend scheint global und langfristig zu sein. Anders ausgedrückt, stellt Elias „eine Schwerpunktverlagerung bei der Regulierung von Verhalten und Affekten von der Kontrolle überwiegend durch andere Personen und in unmittelbarer Form zu einer mehr selbsttätigen, teilweise automatisierten und teilweise nicht (mehr) bewussten Kontrolle durch das Individuum selber“, fest. Sein Konzept ist weder ein handlungs- noch ein strukturorientiertes Konzept. Vielmehr untersucht er sowohl die langfristigen Veränderungen in der gesellschaftlichen Struktur, diese nennt er Soziogenese, als auch die Veränderungen im psychischen Apparat der Menschen, die er als Psychogenese bezeichnet. Elias zufolge existiert eine enge Verbindung zwischen diesen beiden Größen. Für ihn können Individuum und Gesellschaft nicht als zwei voneinander getrennte und unabhängige Gebilde betrachtet werden. Wenn sich also eine spezifische Form des menschlichen Lebens durchsetzen will – dabei sei als Beispiel an die moderne Form des Individualismus gedacht – dann nur unter der Voraussetzung einer entsprechenden Gesellschaftsstruktur.
Bei der Analyse der Entwicklungsprozesse untersucht Elias speziell die Wandlungen der sozialen Figurationen, also die Art und Weise, wie Menschen miteinander verbunden sind und auch wie sie dabei miteinander konkurrieren. Diese Figurationen befinden sich während des Zivilisierungsprozesses so sehr im Wandel, dass sich die Menschen regelrecht gezwungen fühlen, sich immer stärker zu individualisieren. Die Kehrseite des Freiheitsgewinns stellen nach Elias zufolge unterschiedliche Entfremdungsphänomene dar. Es liegt nun an der Soziologie darüber aufzuklären, inwiefern die pathologische Entwicklung von Individuum und Gesellschaft in der Moderne erwägenswert ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Begriffe
    • 2.1 Zivilisation
    • 2.2 Kultur
    • 2.3 Zivilisation und Kultur im englischen/französischen und deutschen Sprachgebrauch
  • 3 Kultur als Kritik und der Konflikt zwischen Kultur & Zivilisation
  • 4 Zum Werk Norbert Elias’: „Über den Prozess der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen“
  • 5 Psychogenese und Soziogenese
  • 6 Kritische Auseinandersetzung
  • 7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem zentralen Werk von Norbert Elias, „Über den Prozess der Zivilisation“, auseinander. Das Hauptziel besteht darin, die von Elias identifizierten Mechanismen der gesellschaftlichen und psychischen Wandlungsprozesse – die Soziogenese und die Psychogenese – aufzuarbeiten und die Bedeutung der Begriffe „Zivilisation“ und „Kultur“ im historischen Kontext zu erörtern.

  • Definition und Differenzierung der Begriffe „Zivilisation“ und „Kultur“.
  • Analyse des Konflikts zwischen Kultur und Zivilisation.
  • Erklärung der Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Strukturen und individuellen Affektregulierungen.
  • Darstellung des Prozesses der Herausbildung staatlicher Gewaltmonopole.
  • Kritische Betrachtung der prozesssoziologischen Identitätskonstruktion.

Auszug aus der Publikation

Zum Werk Norbert Elias’: „Über den Prozess der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen“

Nobert Elias beschäftigt sich wie eingangs erwähnt, mit den Gründen des historischen Zustandekommens der Veränderung der Verhaltensweisen der Menschen, die in zivilisierten abendländischen Kulturen leben (Weiß 2013 nach Elias 1997, S. 274 f.). Allein mit den beiden Begriffen „Psychogenese“ und „Soziogenese“, verweist Elias im Untertitel seines Werkes einerseits auf die Wandlungen der Affektstrukturen und andererseits auf die Gesellschaftsstrukturen und deren Verknüpfung. Den Schwerpunkt des ersten Bandes legt er in die Analysen zum Thema Selbst- und Affektregulierung. Er konzentriert sich dabei auf die Gebiete Westeuropas, die heute politisch führend sind, seit dem 13. Jahrhundert (Bogner und Rosenthal 2016, S.139).

Über die Zeit habe sich nicht nur im Verhalten sondern auch im Affekthaushalt der Menschen eine Wandlung vollzogen, die langfristig und beständig ist. Diese durchzog sich durch das ganze Mittelalter über die höfische bis hin zur neuzeitlichen Kultur. Diese Wandlung tritt vor allem in der veränderten Habitualisierung einzelner Handlungsweisen zum Vorschein. Auch das Scham- und Peinlichkeitsempfinden ändert sich im gesellschaftlichen Leben der Menschen. Im 15. Jahrhundert ist es vor allem das Schamgefühl bzw. die Schamgrenze der Menschen, die sich in gesellschaftlichen Belangen äußert. Die Menschen finden sich in einem inneren Konflikt wieder. Ein Konflikt zwischen der Wahl einer Zurückhaltung gepaart mit dem Verzicht körperlicher Bedürfnisse, wie beispielsweise das Niesen, sowie einer bewusst aufgenommenen Affektbewältigung (Weiß 2013 nach Elias 1997, S. 274 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über Norbert Elias' Werk und die Fragestellung der Arbeit bezüglich der abendländischen Verhaltensveränderungen.

2 Begriffe: Dieses Kapitel definiert und vergleicht die Begriffe „Zivilisation“ und „Kultur“ im deutschen, englischen und französischen Sprachgebrauch sowie deren historische Entwicklung.

3 Kultur als Kritik und der Konflikt zwischen Kultur & Zivilisation: Hier wird der Gegensatz zwischen dem organischen Kulturbegriff und der utilitaristischen Zivilisationsidee als Ausdruck gesellschaftlicher Spannungen analysiert.

4 Zum Werk Norbert Elias’: „Über den Prozess der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen“: Das Kapitel erläutert die Grundkonzepte des Werkes, insbesondere die enge Verzahnung von Affektregulierung und gesellschaftlichem Aufbau.

5 Psychogenese und Soziogenese: Hier werden die beiden Kernprozesse der Theorie erklärt, wobei der Wandel der psychischen Struktur und der gesellschaftlichen Figurationen im Zentrum steht.

6 Kritische Auseinandersetzung: Dieses Kapitel reflektiert wissenschaftliche Debatten um Elias' Thesen, insbesondere die Vernachlässigung bürgerlicher Entwicklungen und die Bedeutung von Figurationen.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der „Fremd- zu Selbstzwang-Transformation“ zusammen und verweist auf die Relevanz der Soziologie bei der Untersuchung moderner Entfremdungserscheinungen.

Schlüsselwörter

Zivilisation, Kultur, Norbert Elias, Psychogenese, Soziogenese, Affektregulierung, Selbstzwang, Figuration, Individualisierung, Verflechtung, Prozesssoziologie, Triebverzicht, Staatsbildung, Habitus, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Norbert Elias' Werk „Über den Prozess der Zivilisation“ und untersucht die historischen Veränderungen abendländischer Verhaltensweisen und Affektstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsgeschichte von Zivilisation und Kultur, der Wandel gesellschaftlicher Figurationen sowie die Theorie der Psychogenese und Soziogenese.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Mechanismen aufzuzeigen, wie sich durch gesellschaftliche Verflechtungen ein langfristiger Prozess der Affekt- und Verhaltenskontrolle (Zivilisierung) vollzieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die soziologische Sekundärliteratur auswertet, um Elias' prozesssoziologischen Ansatz zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung des Zivilisationsprozesses, das Spannungsfeld zwischen Kultur und Zivilisation sowie die Transformation von Fremdzwängen in Selbstzwänge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Zivilisation, Kultur, Affektregulierung, Soziogenese, Psychogenese und Figuration.

Inwiefern beeinflusst der Staat den Prozess der Zivilisation nach Elias?

Der Staat etabliert durch Gewalt- und Steuermonopole eine Ordnung, die Individuen zu langfristiger Planung, Kalkül und zur Selbstbeherrschung zwingt, statt auf unmittelbare Gewalt zu setzen.

Warum ist laut Elias die Trennung von Individuum und Gesellschaft problematisch?

Elias betont, dass Individuen nur in ihren sozialen Verflechtungen, den sogenannten Figurationen, existieren und somit nicht als isolierte, unabhängige Entitäten verstanden werden können.

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Details

Title
Zivilisation und Kultur. Über den Prozess der Zivilisation nach Norbert Elias
College
University of Trier  (Soziologie)
Course
Kultur & Wissen
Grade
2,0
Author
Kati Chatzikonstantinidou (Author)
Publication Year
2018
Pages
25
Catalog Number
V1707517
ISBN (eBook)
9783389183465
ISBN (Book)
9783389183472
Language
German
Tags
Zivilisation Kultur Norbert Elias Prozess Psychogenese Soziogenese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kati Chatzikonstantinidou (Author), 2018, Zivilisation und Kultur. Über den Prozess der Zivilisation nach Norbert Elias, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1707517
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