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Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Suppliken als Gegenstand historischen Interesses

Die exemplarische Betrachtung eines Forschungsstandes

Titel: Suppliken als Gegenstand historischen Interesses

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 20 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Veronique Grawe (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Artikel 17 des Bonner Grundgesetzes vom 24.05.1949 garantiert das Petitionsrecht in der Bundesrepublik Deutschland wie folgt: „Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.“ Empfänger der jeweiligen Petitionen ist der Petitionsausschuss des Bundestages, dessen Tätigkeit mit dem Artikel 45c in das Grundgesetz aufgenommen wurde. Mit jeder dieser schriftlich verfassten Beschwerden, Klagen und Bitten tritt der Bürger der Bundesrepublik mit „seiner“ Regierung in Kommunikation. Er beschreibt seine Wünsche und Nöte, er weiß, an wen er sich zu wenden hat und von wem er sich Hilfe erhoffen darf. Diese Form der Kommunikation ist gesetzlich geschützt und heute ein demokratisches Grundrecht. Aber das Recht auf Bittgesuche ist schon älter und keine Erfindung demokratischer Staaten.

Die Suppliken im Fokus der Geschichtswissenschaft soll Thema dieser Arbeit sein. Warum erhalten Suppliken (und auch Beschwerden, Gravamina genannt) aus der Frühen Neuzeit, in den letzten 30 Jahren innerhalb der deutschsprachigen wissenschaftlichen Geschichtsbetrachtung Aufmerksamkeit? Für welche Forschungsgebiete ist die Betrachtung der Bittschriften und ihrer Verfasser von Interesse? Historiker unterscheiden verschiedene Typen von Suppliken und es soll herausgestellt werden welche Typen systematisiert werden. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, kann nur ein kleiner Ausschnitt der Forschungsgeschichte, exemplarisch eine Annäherung an dieses Thema präsentiert und können letztere Betrachtungen nur knapp gehalten werden. Ein Fazit am Ende soll die Ergebnisse zusammenfassen und Antworten auf die in der Hausarbeit gestellten Fragen geben. Ferner soll ausblickartig aufgezeigt werden, welche Fragen noch zu klären und ob eventuelle Defizite innerhalb der Forschungsliteratur aufzuarbeiten sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil- Suppliken als Forschungsgegenstand

2.1 „Gnade vor Recht“

2.2 „Wer nicht befehlen kann muss bitten“

2.3 „ Supplizieren und Wassertrinken ist jedermann gestattet“

2.4 „ Die subjektive Seite der Geschichte“

2.5 „ Kollektive Wortmeldungen“

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Suppliken (Bittschriften) und Gravamina in der Frühen Neuzeit und analysiert deren Bedeutung als historische Quelle. Ziel ist es, den Forschungsstand zur Kommunikation zwischen Obrigkeit und Untertanen anhand dieser Dokumente exemplarisch darzustellen und die vielfältigen Möglichkeiten der historischen Interpretation dieser schriftlichen Zeugnisse aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung und Einordnung von Bittschriften als Kommunikationsmittel
  • Differenzierung zwischen Gnadensuppliken und Rechtssuppliken
  • Analyse der Suppliken als Ego-Dokumente und Ausdruck individueller Selbstsicht
  • Bedeutung der Gravamina (kollektive Beschwerden) als Instrumente politischer Partizipation
  • Die Rolle der Suppliken an der Schnittstelle von Rechts-, Sozial- und Politikgeschichte

Auszug aus dem Buch

2.1 „Gnade vor Recht“

Eine beachtliche Menge von Bittschriften aus der Frühen Neuzeit ist bis heute überliefert und als Quelle für die Geschichtswissenschaft von wichtiger Bedeutung, spiegeln sie doch ein breites Spektrum von Interessenartikulationen und geben Einblicke in soziale, wirtschaftliche und politische Strukturen der Vormoderne.

Auffallend ist, dass sich eher wenige Monographien zum Supplikenwesen finden lassen. Die hier exemplarisch illustrierte Literatur besteht fast ausschließlich aus Aufsätzen in Sammelbänden, in denen Untersuchungen zu dem Supplikenwesen und der Gravaminaforschung, eingebunden in einen größeren historischen, politischen oder soziologischen Kontext, gesammelt sind. So sind Bittschriften wichtige Teilaspekte der Justiz und seinem Strafrecht in der Früher Neuzeit, der Policey und frühneuzeitlicher Gesellschaft, genauso wie sie natürlich eine Form der Kommunikation darstellen und daher im Rahmen von Kommunikationsprozessen analysiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert den historischen Ursprung von Supplikationen und setzt diese in Bezug zum modernen Petitionsrecht.

2. Hauptteil- Suppliken als Forschungsgegenstand: Dieser Teil bietet eine fundierte Übersicht über den aktuellen Forschungsstand zu Bittschriften, unterteilt in verschiedene thematische Schwerpunkte wie Gnadenpraxis, rechtliche Aspekte, Ego-Dokumente und kollektive Beschwerden.

2.1 „Gnade vor Recht“: Hier wird der Stellenwert der Suppliken in der Strafrechtspflege und deren Charakter als Kommunikationsform zwischen Untertan und Obrigkeit analysiert.

2.2 „Wer nicht befehlen kann muss bitten“: Dieses Kapitel beleuchtet die soziale Breite der Bittsteller und die verschiedenen Forschungsblickwinkel auf die Interaktion mit Herrschaftsrepräsentanten.

2.3 „ Supplizieren und Wassertrinken ist jedermann gestattet“: Es werden die hierarchischen Konditionen des Bittens und die administrativen Wege der Suppliken im frühneuzeitlichen Territorialstaat untersucht.

2.4 „ Die subjektive Seite der Geschichte“: Dieser Abschnitt betrachtet Suppliken unter dem Aspekt der Ego-Dokumente und analysiert die Möglichkeiten der Selbstauskunft in diesen Textgattungen.

2.5 „ Kollektive Wortmeldungen“: Hier werden Gravamina als kollektive Beschwerdeformen und ihr Potenzial zur Artikulation von Widerstand und politischen Anliegen erörtert.

3. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Bedeutung der Suppliken als „Schnittstellen“ der Geschichte zusammen und identifiziert Forschungslücken, insbesondere im Hinblick auf Systematisierungen und fehlende Literaturvergleiche.

Schlüsselwörter

Suppliken, Bittschriften, Frühe Neuzeit, Gravamina, Geschichtswissenschaft, Kommunikation, Obrigkeit, Untertanen, Rechtsgeschichte, Sozialgeschichte, Ego-Dokumente, Herrschaftsverhältnis, Petitionsrecht, Quellenanalyse, Ständegesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Bedeutung von Suppliken und Gravamina als Quellen für die Erforschung der frühneuzeitlichen Gesellschaft und der politischen Kommunikation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Strafrechtspflege, das Verwaltungswesen im Ancien Régime, die historische Kommunikationsforschung sowie die Analyse von Ego-Dokumenten und kollektiven Protesten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine exemplarische Aufarbeitung des Forschungsstandes zu Bittschriften, um deren Potenzial als historische Quellen für verschiedene Disziplinen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die verschiedene Sammelbände und Monographien zur frühneuzeitlichen Geschichte systematisiert und in den Forschungsdiskurs einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf thematische Kapitel, die von rechtlichen Gnadenbitten über die sozialen Aspekte der Bittstellung bis hin zu kollektiven Beschwerdeformen reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Suppliken, Frühe Neuzeit, Gravamina, Geschichtswissenschaft, Kommunikation und Herrschaftsverhältnis.

Wie werden Suppliken als Ego-Dokumente definiert?

Suppliken werden als Ego-Dokumente verstanden, da sie einen Einblick in die subjektive Wahrnehmung und die Lebensumstände des Bittstellers erlauben, auch wenn sie oft durch professionelle Schreiber verfasst wurden.

Welche Rolle spielen Gravamina im Vergleich zu einfachen Bittschriften?

Gravamina werden als kollektive Beschwerden definiert, die eher auf allgemeine politische oder gesellschaftliche Missstände abzielen und oft von Gruppen verfasst wurden, um Reformen oder eine Rückkehr zu früheren Rechtszuständen zu fordern.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Suppliken als Gegenstand historischen Interesses
Untertitel
Die exemplarische Betrachtung eines Forschungsstandes
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Geschichts-und Kulturwissenschaft)
Veranstaltung
Politische Publizistik des späten 16.Jahrhunderts
Note
2.0
Autor
Veronique Grawe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V170694
ISBN (eBook)
9783640896738
Sprache
Deutsch
Schlagworte
suppliken gegenstand interesses betrachtung forschungsstandes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Veronique Grawe (Autor:in), 2007, Suppliken als Gegenstand historischen Interesses, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170694
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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