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Isokrates‘ Philippos und Speusippos‘ Brief an König Philipp II. als Bitte um königliches Patronat

Titel: Isokrates‘ Philippos und Speusippos‘ Brief an König Philipp II. als Bitte um königliches Patronat

Seminararbeit , 2010 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fabian Wilhelmi (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Philipp II. ist der Nachwelt vor allem als Vater von Alexander dem Großen in Erinnerung geblieben. Meist unbekannt hingegen ist die Tatsache, dass Alexanders Erfolge ohne die Vorarbeit seines Vaters kaum möglich gewesen wären. In seiner Regierungszeit 359-336 gelang Philipp nicht nur die „innere und äußere Konsolidierung des makedonischen Staates“ , auch konnte er durch geschickte Diplomatie und eine Reform des Heerwesens, die Hegemonie über Griechenland erringen. In der Gründung des Korinthischen Bundes 337 fand diese Hegemonie ihre Legitimation. Zugleich war eine bis 323 dauernde Friedensordnung geschaffen worden. Diese beeindruckenden Leistungen schufen nicht nur die Voraussetzungen dafür, dass Alexander sich in einem Feldzug nach Osten gegen die Perser wenden konnte, auch bewogen sie Theopompos zu seiner Einschätzung, Philipp sei der mächtigste König seiner Zeit.
Jener Theopompos ist uns heute hauptsächlich als antiker Publizist und Geschichtschreiber bekannt, doch Erfahrungen sammelte er auch als Rhetoriker an der Rhetorikschule des Isokrates, eines berühmten Logographen aus Athen, der sich neben dem Abfassen von Gerichtsreden vor allem durch politische Schriften einen Namen machte. So unter anderem auch durch einen offene Rede, die er 346 an Philipp II. von Makedonien sandte. In diesem, in der Wissenschaft als Philippos bezeichneten Schreiben wird Isokrates‘ promakedonische Haltung deutlich, die er mit vielen anderen athenischen Intellektuellen teilte. Diese erhofften sich durch ihre promakedonischen Aussagen unter anderem die Gönnerschaft des makedonischen Königs, dessen Macht 346 schon die der führenden griechischen Poleis überflügelt hatte.
Isokrates‘ Schule war auch bemüht, sich in ihrem philosophischen Schaffen von der athenischen Konkurrenz abzugrenzen, so etwa von der Akademie Platons, dessen Leitung nach dessen Tod 347 von Speusippos übernommen wurde. Während Platon sich um kein gutes Verhältnis zum makedonischen Königtum bemühte, war es die Absicht von Speusippos’ Brief an Philipp II. von 343/42, eben jenes Verhältnis wieder auszubauen. Genau wie Isokrates ging es auch ihm unter anderem um die Erlangung königlichen Patronats für die eigene Schule.
Diese beiden Schreiben und ihr Versuch zur Erlangung königlichen Patronats bilden das Thema für diese Hausarbeit. Dabei soll aufgezeigt werden, dass Isokrates und seine Schule ein weitaus besseres Verhältnis zum makedonischen Königshof hatten als es die platonische Akademie genoss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Forschungsstand

2. Isokrates und sein Verhältnis zu Philipp

2.1. Historischer Kontext zur Entstehung von Isokrates‘ Philippos

2.2. Inhalt und Absicht von Isokrates‘ Philippos

2.3 Isokrates‘ Philippos als Bitte um königliches Patronat

3. Speusippos und sein Verhältnis zu Philipp

3.1 Historischer Kontext zur Entstehung von Speusippos‘ Brief an Philipp II.

3.2 Inhalt und Absicht von Speusippos‘ Brief an Philipp II.

3.3. Speusippos‘ gescheiterter Versuch, in der Gunst des Königs aufzusteigen

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Versuche von Isokrates und Speusippos, durch ihre politischen Schreiben das königliche Patronat von Philipp II. von Makedonien zu gewinnen, und analysiert dabei die unterschiedliche Wirksamkeit ihrer Ansätze im historischen Kontext des 4. Jahrhunderts v. Chr.

  • Vergleich der diplomatischen Strategien von Isokrates und Speusippos gegenüber dem makedonischen Königshof.
  • Analyse des historischen Kontextes der Abfassungszeit der jeweiligen Schreiben.
  • Untersuchung der rhetorischen Mittel und inhaltlichen Argumentationen zur Legitimierung königlicher Machtansprüche.
  • Evaluation des Erfolgs bzw. Scheiterns der beiden Intellektuellen im Streben nach königlicher Gönnerschaft.
  • Einfluss athenischer Intellektueller auf die makedonische Politik.

Auszug aus dem Buch

2.3 Isokrates‘ Philippos als Bitte um königliches Patronat

Wie Minor M. Markle herausarbeitet, kann das Schreiben auch als Bitte um königliche Gönnerschaft gelesen werden. Tatsächlich scheinen Isokrates und seine Schule am makedonischen Königshof dann tatsächlich auch Respekt erworben zu haben.

Zu Beginn ist es wichtig festzuhalten, dass Isokrates vermutlich davon ausgegangen ist, dass Philipp sich schon Gedanken über einen möglichen Perserfeldzug gemacht hat. Denn gleichwohl die älteste Überlieferung von Philipps Idee in Asien einzufallen, erst ins Jahr 346 eingeordnet werden kann, kann aus der Art und Weise wie Isokrates seine Argumente vorträgt, davon ausgegangen werden, dass Philipp einen Asienfeldzug schon vor Isokrates‘ Schreiben in Erwägung gezogen hat. Auch wusste Isokrates von den aus Persien vertrieben Flüchtlingen, die am Hofe Pellas Zuflucht gesucht hatten. Ebenfalls ein Grund, der den Schluss nahelegt, dass Philipp bereits über einen Asienfeldzug nachgedacht hatte. Somit stellt sich Isokrates auch als wohlwollender Unterstützer dieses Vorhabens dar und streicht den Persienfeldzug als viel essentieller heraus als in seinen vorherigen Schriften. Auch darf man annehmen, dass Isokrates sich durch seine Unterstützung des Feldzugs Hoffnungen machte, dass sein dargestellter Plan von einem Feldzug aller Griechen unter Philipps Führung Verwirklichung fand. Schließlich war dies einer der Gründe, warum bedeutende Persönlichkeiten wie etwa Isokrates in der Gunst des Königs zu steigen versuchten. Bestand doch durch die Macht des Königs die Möglichkeit, die eigenen Ideen durch Philipp in der Praxis zu erproben. So werden sicherlich einige Ideen des Isokrates eine Rolle gespielt haben, als Philipp 337 den Plan eines panhellenischen Rache- und Befreiungskrieges gegen Persien darlegte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Forschungsstand: Das Kapitel führt in die historische Bedeutung von Philipp II. ein und skizziert die wissenschaftliche Ausgangslage sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.

2. Isokrates und sein Verhältnis zu Philipp: Hier wird Isokrates' politische Haltung und sein Fokus auf einen panhellenischen Feldzug unter der Führung Philipps erläutert.

2.1. Historischer Kontext zur Entstehung von Isokrates‘ Philippos: Das Kapitel beleuchtet die politischen Umstände, insbesondere den Frieden des Philokrates, und deren Einfluss auf die Entstehung der Schrift.

2.2. Inhalt und Absicht von Isokrates‘ Philippos: Es werden die rhetorische Struktur des Werkes sowie Isokrates' Bemühen aufgezeigt, Philipp als idealen Hegemon zu inszenieren.

2.3 Isokrates‘ Philippos als Bitte um königliches Patronat: Das Kapitel analysiert den Text als strategisches Instrument zur Erlangung königlicher Gönnerschaft und als Versuch, politische Ideen in die Praxis umzusetzen.

3. Speusippos und sein Verhältnis zu Philipp: Dieser Abschnitt beschreibt das angespannte Verhältnis zwischen der platonischen Akademie und dem makedonischen Königshaus.

3.1 Historischer Kontext zur Entstehung von Speusippos‘ Brief an Philipp II.: Es wird die Stimmung in Athen nach 346 beschrieben, die zum Scheitern der Friedensbemühungen führte.

3.2 Inhalt und Absicht von Speusippos‘ Brief an Philipp II.: Das Kapitel behandelt die im Brief enthaltene Kritik an Isokrates sowie die Rechtfertigung makedonischer Machtansprüche durch den Mythos.

3.3. Speusippos‘ gescheiterter Versuch, in der Gunst des Königs aufzusteigen: Das Kapitel legt dar, warum Speusippos' Strategie im Gegensatz zu Isokrates' Vorgehen am Hofe Philipps nicht erfolgreich war.

4. Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, warum Isokrates' Vorgehen erfolgreicher war als das von Speusippos.

Schlüsselwörter

Philipp II. von Makedonien, Isokrates, Speusippos, Athen, Panhellenismus, Patronat, Philippos, Brief an Philipp II., Diplomatie, Akademie, Macht, Rhetorik, Antipatros, Politik, Perserfeldzug.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die politischen Schriften des Isokrates und des Speusippos, mit denen beide versuchten, das Patronat des makedonischen Königs Philipp II. für ihre jeweiligen Schulen zu gewinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis athenischer Intellektueller zu Philipp II., die politische Instrumentalisierung von Rhetorik und Mythos sowie die diplomatischen Spannungen zwischen den griechischen Poleis und Makedonien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, warum Isokrates eine erfolgreichere Beziehung zum makedonischen Königshof aufbauen konnte als die platonische Akademie unter Speusippos.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, indem er die Primärtexte (Isokrates' Philippos und Speusippos' Brief) vor dem Hintergrund der zeitgenössischen ereignisgeschichtlichen Quellen interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Kontext, der Inhalt und die Zielsetzungen der Schreiben des Isokrates und des Speusippos detailliert analysiert, wobei besonders die unterschiedliche strategische Herangehensweise hervorgehoben wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Philipp II., Isokrates, Speusippos, Panhellenismus, Patronat, politische Rhetorik und die Interaktion zwischen athenischen Intellektuellen und dem makedonischen Hof charakterisiert.

Warum war Isokrates im Vergleich zu Speusippos erfolgreicher bei Hofe?

Isokrates verfügte über größere Erfahrung und eine meisterhafte Rhetorik, die Philipp besser ansprach, während Speusippos durch das bereits vorbelastete Verhältnis zwischen Platon und Philipp sowie ungeschicktere Argumentationsweisen scheiterte.

Welche Rolle spielte der Mythos des Herakles in den Briefen?

Isokrates nutzte den Herakles-Mythos, um ein moralisches Vorbild für einen panhellenischen Führer zu skizzieren, während Speusippos den Mythos als direktes Propagandamittel zur Legitimation spezifischer Eroberungen Philipps einsetzte.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Isokrates‘ Philippos und Speusippos‘ Brief an König Philipp II. als Bitte um königliches Patronat
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Althistorisches Institut)
Veranstaltung
Philipp II. von Makedonien
Note
1,0
Autor
Fabian Wilhelmi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V170662
ISBN (eBook)
9783640895595
ISBN (Buch)
9783640896134
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theopompos Alexander der Große Demosthenes Philosophenschule Panhellenismus athenische Intellektuelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Wilhelmi (Autor:in), 2010, Isokrates‘ Philippos und Speusippos‘ Brief an König Philipp II. als Bitte um königliches Patronat, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170662
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Leseprobe aus  18  Seiten
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