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Irreguläre Freimaurerei und hermetische Traditionen

Titel: Irreguläre Freimaurerei und hermetische Traditionen

Hausarbeit , 2003 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christoph Wagenseil (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Europa

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das aus den Bauhüttentraditionen sich entwickelnde Freimaurertum begründet 1717 mit dem Zusammenschluß von vier Logen zur Londoner Großloge den Beginn der spekulativen Maurerei, welche 1725 nach Frankreich und 1737 nach Deutschland kam, wobei jedoch teilweise auf der Templerlegende aufbauende Hochgrade eingeführt wurden, ein Beispiel wäre das rigide System eines Herrn Karl Gotthelf von Hund (1722 – 1776), die Strikte Observanz1. Aber auch die Rosenkreuzer bauten ihr Gradsystem so aus, daß es die Freimaurergrade Lehrling, Geselle und Meister einbezog und teilweise zur Voraussetzung machte. Das Ende der Rosenkreuzer war wie auch bei den Illuminaten kurz vor dem Beginn der Französischen Revolution, nämlich um 1787. Diese über die Trias der Grade hinausgehenden Systeme sind „irregulär“ und werden von der regulären Freimaurerei nicht anerkannt. Die Entscheidungsgewalt soll dabei die Londoner Mutter-Großloge innehaben.
Innerhalb dieser irregulären Bereiche tauchen magische Traditionen – als solche – unmittelbar auf, insbesondere bei den Gold- und Rosenkreuzern. Für die reguläre Freimaurerei, etwa in ihrer Bedeutung als ein „Ausdruck der Aufklärung“, ergeben sich nicht nur Doppelmitgliedschaften, sondern auch hermeneutische Bezüge, in denen insbesondere die hermetischen Traditionen für die Vorstellung der „Selbstveredelung“ des Menschen eine Rolle spielen. Außerdem verweist die Symbolik der Freimaurer nicht allein auf die Herkunft aus den Bauhütten, sondern ist durch die Salomonische Tempelbaulegende immer schon auch bedeutend für die „magischen Künste“ Astrologie, Alchemie und Magie gewesen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Aufklärung und Magie

2. Hermetische Naturphilosophie

3. Gnosis und Gnostizismus

4. Kabbala

5. Jacob Böhme und die Rosenkreuzer

Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die historischen und ideologischen Verbindungslinien zwischen hermetischen Traditionen, gnostischem Gedankengut, kabbalistischen Lehren und der Entwicklung irregulärer freimaurerischer Systeme. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese esoterischen Strömungen als Gegenentwürfe oder Begleiter zum aufklärerischen Denken fungierten und welche Rolle sie bei der Symbolik und der spirituellen Selbstvervollkommnung im freimaurerischen Kontext spielen.

  • Die Wechselwirkung zwischen Aufklärung und magischem Denken.
  • Grundlagen der hermetischen Naturphilosophie und ihre Bedeutung für das Weltbild.
  • Die dualistische Struktur gnostischer Systeme und deren anthropologische Einteilung.
  • Kabbalistische Prinzipien und ihre Rezeption in der Geistesgeschichte.
  • Die Synthese aus Alchemie und Theosophie am Beispiel von Jacob Böhme und den Rosenkreuzern.

Auszug aus dem Buch

3. Gnosis und Gnostizismus

Jene synkretistische Verschmelzung erwähnte bereits die Gnosis als eng mit dem Corpus Hermeticum verbunden. Für diese Sammelbezeichnung spätantiker religiöser Gruppierungen gilt vergleichbar, sie ist eine aus mehreren Schulen und Richtungen bestehende dualistische Religion, „die zu Welt und damaliger Gesellschaft in einer betont ablehnenden Haltung stand und eine Befreiung (,Erlösung’) des Menschen eben aus den Zwängen der irdischen Seins durch die ,Einsicht’ [Gnosis] in seine – zeitweise verschüttete – wesenhafte Bindung, sei es als ,Seele’ oder ,Geist’, an ein überirdisches Reich der Freiheit und der Ruhe verkündet hat. Ihre zeitliche und räumliche Ausbreitung [reicht] von Beginn unserer Zeitrechnung an im westlichen Vorderasien (Syrien, Palästina, Ägypten, Kleinasien) bis nach Inner- und Ostasien und das mittelalterliche Europa (14. Jh.). Als Grundlage alle Häresie hatte sie Nachwirkungen in den Traditionen der Theologie, Theosophie, Mystik, Philosophie und des Okkultismus.

Nach Kurt Rudolph läßt sich der Grundgedanke nur erfassen über die Behandlung der verschiedenen Aspekte der gnostischen Systeme, gründet jedoch auf der einfachen Formel „Wer die Erkenntnis (gnosis) der Wahrheit hat, ist frei“ (Philippus-Evangelium). Schon innerhalb der Formel wird letztlich deutlich, daß insbesondere der Dualismus eine starke Komponente der Gnosis ist. Er spielt allen Bereichen eine grundlegende Rolle. Nicht nur in der Kosmologie und -gonie hat er in differenzierter Form eine tragende Funktion in der Lehre von der Abwärtsentwicklung des Göttlichen, der Krise der Sophia bzw. Ennoia (Weisheit) am Rande und der Hervorbringung der schlechten Welt und des Zwischenreiches. Auch in der Beurteilung des als ungleich verstandenen Menschen ist er nicht zu unterschätzen. Abschließend mündet die Betrachtung der Elemente gnostischer Systeme in der Vorstellung von der Erlösung durch Wiederherstellung der geistigen Fülle (Pleroma) bzw. durch den Weltenbrand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufklärung und Magie: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen dem rationalistischen Anspruch der Aufklärung und den zeitgleich existierenden magischen Traditionen, die insbesondere in Geheimgesellschaften überdauerten.

2. Hermetische Naturphilosophie: Hier werden die Grundlagen des Corpus Hermeticum sowie Prinzipien wie die „Smaragdtafel“ und der Makrokosmos-Mikrokosmos-Bezug erläutert.

3. Gnosis und Gnostizismus: Das Kapitel bietet eine Einführung in die dualistische Weltsicht gnostischer Systeme und deren Erlösungsvorstellungen durch die Erkenntnis.

4. Kabbala: Es wird die kabbalistische Tradition als esoterische Überlieferung sowie ihre Verbindung zur Zahlenmystik und zur Emanationslehre untersucht.

5. Jacob Böhme und die Rosenkreuzer: Der Fokus liegt auf der Synthese aus Theosophie und alchemistischen Vorstellungen sowie dem Einfluss auf freimaurerische Systeme.

Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung der historischen esoterischen Traditionen als Komplementärströme zum rationalen Denken der Moderne.

Schlüsselwörter

Aufklärung, Magie, Hermetik, Gnosis, Gnostizismus, Kabbala, Jacob Böhme, Rosenkreuzer, Freimaurerei, Dualismus, Emanation, Pleroma, Geheimgesellschaften, Theosophie, Alchemie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ideengeschichtlichen Zusammenhänge zwischen esoterischen Traditionen wie Hermetik, Gnosis und Kabbala und deren Einfluss auf die irreguläre Freimaurerei.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Aufklärung als historischer Rahmen, die Naturphilosophie der Renaissance, gnostische Dualismus-Konzepte und die Lehren von Jacob Böhme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie diese „irregulären“ Traditionen trotz oder gerade wegen ihres Gegensatzes zum rationalen Aufklärungsdenken als spirituelle Wurzeln in esoterischen Orden wirkten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine geistesgeschichtliche und philosophiehistorische Analyse primärer und sekundärer Quellen zur esoterischen Tradition.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung der einzelnen Strömungen, von der antiken Gnosis bis zur frühneuzeitlichen Rosenkreuzer-Philosophie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Aufklärung, Hermetik, Gnosis, Kabbala sowie die verschiedenen Stufen der menschlichen Erkenntnis und Veredelung.

Wie unterscheidet die Gnosis zwischen den Menschen?

Die Arbeit erläutert die gnostische Dreiteilung in Pneumatiker (Geistige), Psychiker (Seelische) und Hylyker (Fleischliche/Irdische), wobei nur erstere zur vollständigen Erlösung fähig seien.

Welche Rolle spielt die „Smaragdtafel“ für das Verständnis der Hermetik?

Die „Smaragdtafel“ dient als Grundlage für die Prinzipien der Entsprechung zwischen oben und unten sowie für die Vorstellung eines pantheistisch anmutenden Monismus.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Irreguläre Freimaurerei und hermetische Traditionen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Religionswissenschaft)
Veranstaltung
Freimaurerei - Vorbereitung einer Ausstellung
Note
1,0
Autor
Christoph Wagenseil (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
13
Katalognummer
V170642
ISBN (eBook)
9783640895519
ISBN (Buch)
9783640896066
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rosenkreuzer Jacob Böhme Mystik Gnosis Gnostizismus Alchemie Hochgradsysteme Bauhüttentraditionen Templerlegenden Volkskunde Kulturwissenschaft Hermetic Studies Kabbala
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Wagenseil (Autor:in), 2003, Irreguläre Freimaurerei und hermetische Traditionen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170642
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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