Mobiltelefone sind zu ständigen Begleitern des modernen Menschen geworden. Mit ihrer großen Verbreitung und Leistungsfähigkeit eröffnen sich auch dem Mobile Business große Zukunftschancen. Das Mobile Ticketing gehört zu den zentralen Bausteinen des M-Business bzw. M-Commerce. Dabei werden Eintrittskarten für Veranstaltungen oder Fahrscheine für den öffentlichen Personentransport, die bisher
in Papierform ausgegeben wurden, als elektronische Tickets vertrieben. Bestellung, Kauf, Lieferung, Validierung und Bezahlung erfolgen nun mittels mobiler Endgeräten und Datennetze. Die vorliegende Projektarbeit konzentriert sich dabei auf den Einsatz des Mobile Ticketings im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr in Deutschland. Es werden dafür die theoretischen Grundlagen (Kapitel 2) bzw. technischen Hintergründe (Kapitel 3.2) erklärt. Im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung wird das Thema auch aus gesellschaftlicher (Kapitel 3.1) und ökonomischer Sicht (Kapitel 3.3)
beleuchtet. Anschließend wird ein Referenz-Geschäftsprozessmodell für die generellen Abläufe beim Mobile Ticketing skizziert (Kapitel 3.4). Abgeschlossen wird diese Arbeit mit der Beschreibung zweier aktuell bereits produktiv eingesetzer MTicketing-Verfahren (Kapitel 3.5) und dem Ausblick auf zukünftige (Verbesserungs-) Ansätze (Forschungsprojekte) in diesem Gebiet (Kapitel 4).
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
2 GRUNDLAGEN: THEMAEINORDNUNG, BEGRIFFSPAARE, DEFINITIONEN
2.1 Einordnung von Mobile Ticketing in E-Business/E-Commerce
2.2 Grundlegende Begriffspaare
2.2.1 Unterscheidung „Business“ und „Commerce“
2.2.2 Unterscheidung „Electronic“ und „Mobile“
2.3 Zentrale Definitionen
2.3.1 Electronic Business
2.3.2 Electronic Commerce
2.3.3 Mobile Business
2.3.4 Mobile Commerce
2.3.5 Beziehungen im Electronic bzw. Mobile Commerce
2.3.6 Mobile Ticketing
2.3.7 Mobile Payment
3 BETRACHTUNGSEBENEN AUF DAS MOBILE TICKETING
3.1 Gesellschaftliche Sicht auf das Mobile Ticketing
3.2 Technologische Sicht: IT-Infrastruktur für mobile Endgeräte
3.2.1 Arten mobiler Endgeräte
3.2.2 Netzwerktechnologien bzw. Mobilfunk-Standards
3.2.2.1 GSM
3.2.2.2 UMTS
3.2.2.3 WLAN
3.2.2.4 NFC
3.2.3 Software für mobile Anwendungen (Java)
3.3 Ökonomische Sicht
3.3.1 Geschäftsmodell hinter dem Mobile Ticketing
3.3.2 Bausteine des Geschäftsmodells
3.3.3 Geschäftsmodelltypologie „Commerce“
3.4 Geschäftsprozessmodell des Mobile Ticketing
3.5 Anwendungssysteme
3.5.1 Mobile Ticketing im Regionalverkehr: dashandyticket.de
3.5.2 Mobile Ticketing im Fernverkehr der Deutschen Bahn AG
4 AUSBLICK AUF ZUKÜNFTIGE ANWENDUNGSMODELLE
4.1 Forschungsprojekt „touch & travel“
4.2 Forschungsprojekt „ring & ride“
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit analysiert den Einsatz von Mobile Ticketing im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr in Deutschland, um auf Basis theoretischer Grundlagen sowie einer prozessorientierten Betrachtung aktuelle Realisierungsformen und zukünftige Anwendungsmodelle wissenschaftlich zu untersuchen.
- Einordnung des Mobile Ticketing in das E- bzw. M-Business
- Technologische Infrastrukturbetrachtung für mobile Endgeräte
- Ökonomische Analyse von Geschäftsmodellen und Erlösquellen
- Modellierung von Geschäftsprozessen mittels semantischer Objektmodellierung
- Vergleich und Analyse existierender Anwendungssysteme (dashandyticket.de, DB AG)
- Ausblick auf innovative Forschungsprojekte wie "touch & travel"
Auszug aus dem Buch
Begriffserklärung
Für Hülskamp und Buse ersetzt das Moblie Ticketing „die herkömmliche Eintrittskarte bzw. den Fahrschein aus Papier durch eine elektronische Information, die an mobile Endgeräte versendet, darauf gespeichert und – ggf. mit Hilfe weiterer (mobiler) Endgeräte – kontrolliert werden kann“ (siehe Hülskamp und Buse 2008, S. 549). Einsatzorte für mobile Tickets sind überall dort „wo eine Authentifizierung des Nutzers erforderlich ist, bevor eine kostenpflichtige Dienstleistung in Anspruch genommen (z.B. eine Zugfahrt) oder der Zugang zu einem kostenpflichtigen Bereich gewährt wird (z.B. Eintritt zu einem Musikkonzert)“ (siehe Hülskamp und Buse 2008, S. 549). Hauptaugenmerk dieser Arbeit ist der Einsatz mobiler Tickets im Personennah- bzw. fernverkehr. Zlabinger und andere räumen diesem Konzept sehr gute Zukunftschancen ein (vgl. Zlabinger und Höller 2004, S. 118).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Mobiltelefons ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Projektarbeit zur Untersuchung des Mobile Ticketing.
2 GRUNDLAGEN: THEMAEINORDNUNG, BEGRIFFSPAARE, DEFINITIONEN: Das Kapitel liefert die theoretische Einbettung des Mobile Ticketing in das Mobile Business und definiert die zentralen Fachbegriffe und Zusammenhänge.
3 BETRACHTUNGSEBENEN AUF DAS MOBILE TICKETING: Dieser Hauptteil beleuchtet Mobile Ticketing aus den Perspektiven der Wirtschaftsinformatik, angefangen bei gesellschaftlichen Aspekten über die technologische Infrastruktur bis hin zur ökonomischen Geschäftsmodellierung und prozessualen Modellierung mittels SOM.
4 AUSBLICK AUF ZUKÜNFTIGE ANWENDUNGSMODELLE: Der Abschluss gibt einen Ausblick auf innovative Forschungsprojekte und zeigt, wie zukünftige Ansätze bestehende Prozesse weiter optimieren können.
Schlüsselwörter
Mobile Ticketing, M-Business, M-Commerce, ÖPNV, ÖPFV, Geschäftsprozessmodellierung, SOM, Mobile Payment, Mobilfunk-Standards, Java ME, IT-Infrastruktur, Forschungsprojekte, Business-to-Consumer, Geschäftsprozess, Transaktionsschema.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Einführung und Umsetzung von Mobile Ticketing im deutschen Regional- und Fernverkehr unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher und technischer Gesichtspunkte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Einordnung von Mobile Ticketing in das Mobile Business, die notwendige technologische IT-Infrastruktur, Geschäftsmodelle, Geschäftsprozessmodellierung sowie aktuelle Praxisbeispiele.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Geschäftsprozess des Mobile Ticketing durch eine ganzheitliche Betrachtung zu analysieren, produktive Systeme zu untersuchen und zukünftige Entwicklungspotenziale aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Ansätze der Wirtschaftsinformatik genutzt, insbesondere das "Perspektiven-Fünfeck" und die "Semantische Objektmodellierung" (SOM), um Prozesse und Strukturen systematisch abzubilden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Mobile Ticketing aus gesellschaftlicher, technologischer und ökonomischer Sicht und entwickelt ein Referenz-Geschäftsprozessmodell für diesen Bereich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mobile Ticketing, M-Commerce, Geschäftsprozessmodellierung, SOM, Mobile Payment und IT-Infrastruktur.
Was unterscheidet das "PTD-Ticket" vom "Virtual Ticket"?
Beim PTD-Ticket wird der Fahrschein direkt auf das Gerät übertragen (z.B. als Barcode), während beim Virtual Ticket ein Eintrag auf einem zentralen Server gespeichert wird und der Abgleich bei der Kontrolle über ein Datennetz erfolgt.
Warum ist die "Semantische Objektmodellierung" (SOM) für diese Arbeit wichtig?
Die SOM-Methodik ermöglicht eine objektorientierte und strukturierte Modellierung des Geschäftsprozesses, wodurch die Interaktionen zwischen Transportunternehmen, Kunden und Zahlungsdienstleistern präzise abgebildet werden können.
- Arbeit zitieren
- Daniel Bialas (Autor:in), 2009, Analyse der Einführung von Mobile Ticketing im deutschen Regional- und Fernverkehr, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170603