Diese Studienarbeit befasst sich mit dem Thema „Ansprüche im Zivilrecht“. Zivilrechtliche Ansprüche können wie folgt untergliedert werden: (Abbildung 1: Ansprüche im Zivilrecht).
Nach einer Definition des Begriffes „ Anspruch“ und der allgemeinen Erläuterung von vertraglichen und gesetzlichen Schuldverhältnissen wird auf die einzelnen Themenbereiche (siehe Abbildung 1) eingegangen. Die dinglichen Ansprüche sind nicht Teil dieser Studienarbeit.
Es wurde versucht, einen umfassenden (jedoch nicht allumfassenden) Überblick über die einzelnen zivilrechtlichen Ansprüche zu geben.
Die einzelnen Themengebiete werden überwiegend ähnlich strukturiert dargestellt.
Die Theorievermittlung wird mit eigens kreierten Fallbeispielen abgerundet. Sie sind teilweise humorvoll gestaltet, um das Lesen dieser Arbeit abwechslungsreicher und interessanter zu machen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Anspruch
2.1. Pflichten und Ansprüche aus Schuldverhältnissen
3. Ansprüche aus vertraglichen Schuldverhältnissen
3.1. Vertragliche Primäransprüche
3.2. Vertragliche Sekundäransprüche
3.2.1. Die Unmöglichkeit der Leistung
3.2.2. Der Schuldnerverzug
3.2.3. Der Gläubigerverzug
3.2.4. Die Schlechtleistung oder mangelhafte Leistung
3.2.5. Die Verletzung von Neben- bzw. Verhaltenspflichten
4. Ansprüche aus gesetzlichen Schuldverhältnissen
4.1. Vertragsähnliche Ansprüche
4.1.1. Culpa in contrahendo (§ 311 II und III BGB)
4.1.2. Geschäftsführung ohne Auftrag (GoA)
4.1.3. Haftung des Vertreters ohne Vertretungsmacht (§ 179 BGB)
4.1.4. Schadensersatzpflicht des Anfechtenden (§ 122 BGB)
4.2. Deliktische Ansprüche
4.2.1. Gefährdungshaftung
4.2.2. Haftung für vermutetes Verschulden
4.2.3. Verschuldenshaftung
4.3. Bereicherungsrechtliche Ansprüche
4.3.1. Die Leistungskondiktion
4.3.2. Die Nichtleistungskondiktion
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit gibt einen strukturierten Überblick über verschiedene Anspruchsgrundlagen im deutschen Zivilrecht, wobei der Fokus auf der Einordnung und Systematik von vertraglichen und gesetzlichen Schuldverhältnissen liegt.
- Systematik vertraglicher Primär- und Sekundäransprüche
- Ansprüche aus vertragsähnlichen und deliktischen Schuldverhältnissen
- Erläuterung der bereicherungsrechtlichen Kondiktionen
- Veranschaulichung durch praxisnahe Fallbeispiele und Prüfschemata
Auszug aus dem Buch
3.2.1. Die Unmöglichkeit der Leistung
Eine Leistung ist dann unmöglich, wenn sie nicht bzw. nicht mehr erbracht werden kann (§ 275 I BGB).
Die Autoren Schwab und Löhnig unterscheiden in ihrem Buch „Einführung in das Zivilrecht“ zwei rechtliche Arten der Unmöglichkeit:
1. Die objektive und subjektive Unmöglichkeit
Von objektiver Unmöglichkeit spricht man, wenn eine Leistung für jedermann unmöglich ist (§ 275 I 2. Alt. BGB).
Subjektiv unmöglich ist eine Leistung dann, wenn lediglich der Schuldner nicht leisten kann – Dritte jedoch die Leistung erbringen könnten.
2. und die ursprüngliche und nachträgliche Unmöglichkeit.
Von ursprünglicher Unmöglichkeit spricht man, wenn dem Schuldner die Leistung bereits bei Begründung des Schuldverhältnisses unmöglich ist.
Nachträglich unmöglich ist eine Leistung, wenn sich das Leistungshindernis erst nach Begründung des Schuldverhältnisses einstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der zivilrechtlichen Ansprüche und Erläuterung der Struktur der Arbeit anhand von Abbildungen.
2. Der Anspruch: Definition des Begriffs Anspruch und Abgrenzung von Pflichten aus Schuldverhältnissen.
3. Ansprüche aus vertraglichen Schuldverhältnissen: Analyse der vertraglichen Primäransprüche und der verschiedenen Störungen im Schuldverhältnis (Sekundäransprüche).
4. Ansprüche aus gesetzlichen Schuldverhältnissen: Untersuchung von vertragsähnlichen Ansprüchen, deliktischen Haftungsformen und dem Bereicherungsrecht.
Schlüsselwörter
Zivilrecht, Schuldverhältnis, Anspruch, Leistung, Unmöglichkeit, Schuldnerverzug, Deliktsrecht, Gefährdungshaftung, Verschuldenshaftung, Bereicherungsrecht, Leistungskondiktion, Nichtleistungskondiktion, Schadensersatz, BGB, Vertragsrecht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Systematik und Einordnung zivilrechtlicher Ansprüche, insbesondere basierend auf dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind vertragliche Leistungsstörungen, deliktische Haftungstatbestände und bereicherungsrechtliche Ausgleichsansprüche.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die Struktur zivilrechtlicher Ansprüche zu geben und diese für den Leser verständlich aufzubereiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine strukturierte juristische Analyse, ergänzt durch Prüfschemata und praxisnahe Fallbeispiele zur Theorievermittlung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Ansprüche aus vertraglichen Schuldverhältnissen sowie Ansprüche aus gesetzlichen Schuldverhältnissen, inklusive Deliktsrecht und Bereicherungsrecht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Schuldrecht, Haftung, Leistungsstörung, Kondiktion, Schadensersatz und vertragliche bzw. gesetzliche Anspruchsgrundlagen.
Wie unterscheidet sich die objektive von der subjektiven Unmöglichkeit?
Bei der objektiven Unmöglichkeit kann die Leistung niemand erbringen, während sie bei der subjektiven Unmöglichkeit nur für den spezifischen Schuldner unmöglich ist, aber theoretisch von einem Dritten geleistet werden könnte.
Was unterscheidet eine Leistungskondiktion von einer Nichtleistungskondiktion?
Die Leistungskondiktion beruht auf einer bewussten und zweckgerichteten Vermögensmehrung (z.B. irrtümliche Kaufpreiszahlung), während die Nichtleistungskondiktion auf Eingriffen in fremde Rechtspositionen oder anderen Konstellationen basiert.
- Arbeit zitieren
- Steffi Johmann (Autor:in), 2011, Ansprüche im Zivilrecht - Vertragliche, vertragsähnliche, deliktische und bereicherungsrechtliche Ansprüche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170579