In dieser Arbeit geht es um Planung von Schulstunden und immer wichtiger werdende Reflexion. Meine persönlichen Erfahrungen sind hier verschriftlicht.
Inhaltsverzeichnis
1. Rollenbeschreibung, Selbsteinschätzung
2. Mein Unterricht
3. Meine Theoriebasis
4. Meine Hospitationen
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel der vorliegenden Reflexion ist die kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen aus dem Unterrichtspraktikum, um die Lehrerrolle, die methodische Unterrichtsgestaltung sowie den Umgang mit disziplinären Herausforderungen in den Fächern Bewegung und Sport sowie Philosophie und Psychologie zu analysieren.
- Berufliche Rollenfindung und Selbstreflexion als Junglehrer
- Methodische Gestaltung praxisorientierter Unterrichtseinheiten
- Einsatz von Disziplinierungssystemen im Sportunterricht
- Bedeutung der Theoriebasis und deren Umsetzung in die Praxis
- Reflexion über Hospitationserfahrungen bei erfahrenen Lehrkräften
Auszug aus dem Buch
1. Rollenbeschreibung, Selbsteinschätzung
Nach Abschluss meines Studiums (Bewegung und Sport, P.P.) freue ich mich schon richtig auf meine ersten Unterrichtstunden. Mir ist noch nicht ganz klar, wie diese Stunden ablaufen werden bzw. wie die Schüler/innen auf mich reagieren werden, aber ich blicke ihnen sehr aufgeregt entgegen. Im Gegensatz zu dem Unterrichtsfach Philosophie und Psychologie habe ich im Rahmen des Bewegungs- und Sportstudiums mehrere praxisorientierte Übungen (die so genannten „Methodischen Übungen“) genossen. Daher habe ich in diesem Fach eine ungefähre Vorstellung von dem, was auf mich zukommen könnte.
Da ich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr spannend finde, freue ich mich richtig auf meine ersten Stunden. Bis dato habe ich nicht die möglichen organisatorischen Probleme, die anfänglich in einer neuen Schule, an einem neuen Arbeitsplatz auftreten können bedacht. Damit meine ich konkret den Bewegungs- und Sportunterricht. Ich habe noch keinerlei Ahnung, welches Unterrichtsmaterial bzw. Unterrichtsgegenstände sich wo befinden. Das zu lernen, nimmt sicherlich einige Zeit in Anspruch. Sehr lange werde ich dafür aber hoffentlich nicht brauchen. Auf dieses Problem und ob es wirklich eines gewesen ist, gehe ich in der Schlussbetrachtung aber noch genauer ein.
Nun möchte ich gern meine persönliche Einschätzung, das Unterrichten betreffend vertiefen. Da ich schon während meiner Studienzeit sehr viel mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet habe und dies auch sehr gerne getan habe, denke ich, dass das Unterrichten keine übermäßig große Schwierigkeit darstellen wird. Natürlich wird es sicher nicht einfach sein, das ist mir schon klar. Es ist ja schließlich nicht das Gleiche, ob man ein Kind einen Nachmittag genießen darf oder ob sich die Stunden, die man mit diesem Kind verbringt, immer wieder wiederholen. Hierbei entwickelt das Kind einen persönlichen Zugang zu der Lehrperson, vertraut sich ihr an und versucht natürlich auch immer wieder an ihre Grenzen der Belastbarkeit bzw. auch über die Grenzen der Belastbarkeit zu gehen. Das kann eine ziemliche Herausforderung für den Lehrer darstellen. Ich bin sehr neugierig, wie und ob sich das bei mir entwickeln wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Rollenbeschreibung, Selbsteinschätzung: Der Autor reflektiert seine Erwartungen an den Berufseinstieg, die Herausforderungen der Rollenfindung sowie die Bedeutung des "Junglehrer-Bonus" für die Interaktion mit Schülern.
2. Mein Unterricht: Dieses Kapitel skizziert eine konkrete Doppelstunde zum Thema Kommunikation, in der theoretische Grundlagen wie die Axiome von Watzlawik mit praktischen Übungen für das Wahlpflichtfach verknüpft wurden.
3. Meine Theoriebasis: Hier wird der Nutzen begleitender Seminare kritisch betrachtet und der Einsatz didaktischer Methoden zur Sicherung des Unterrichtsertrags sowie Erfahrungen mit schulrechtlichen Vorgängen wie dem Frühwarnsystem dargelegt.
4. Meine Hospitationen: Der Autor berichtet von seinen Beobachtungen erfahrener Kollegen im Sport- und Psychologieunterricht und leitet daraus konkrete Strategien für das eigene Klassenzimmermanagement ab.
5. Schlussbetrachtung: Ein resümierender Blick auf die Erfüllung der Erwartungen, die Notwendigkeit von Konsequenz im Disziplinierungssystem sowie die Erkenntnis, dass authentischer Umgang mit Unwissenheit und die Beachtung der Tagesverfassung essenziell für den Lehrerberuf sind.
Schlüsselwörter
Unterrichtspraktikum, Junglehrer, Lehrerrolle, Didaktik, Kommunikation, Klassenführung, Disziplinierungssystem, Hospitation, Selbstreflexion, Schulrecht, Schulpraxis, Motivationsmethoden, pädagogische Praxis, Sportunterricht, Psychologieunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die persönlichen Erfahrungen und Reflexionen eines Lehramtsstudierenden während seines Unterrichtspraktikums in den Fächern Bewegung und Sport sowie Philosophie und Psychologie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Rollenfindung, der Gestaltung abwechslungsreicher Unterrichtseinheiten, dem effektiven Klassenmanagement und dem Transfer theoretischen Wissens in die schulpraktische Anwendung.
Was ist das primäre Ziel der Reflexion?
Ziel ist es, den eigenen Lernprozess durch die kritische Analyse von Unterrichtssequenzen und Hospitationen zu beleuchten, um die eigene pädagogische Kompetenz weiterzuentwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Methode der reflektierenden Praxis, bei der eigene unterrichtliche Handlungen und Beobachtungen systematisch dokumentiert und vor dem Hintergrund pädagogischer Prinzipien bewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption einer Doppelstunde zum Thema Kommunikation, der kritischen Auseinandersetzung mit Seminarinhalten, der Anwendung schulrechtlicher Bestimmungen und dem Abgleich eigener Erfahrungen mit den Beobachtungen bei erfahrenen Mentoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Unterrichtspraktikum, Lehrerrolle, Klassenführung, Disziplinierungssystem, didaktische Methoden und Schulpraxis.
Warum hält der Autor die Struktur des Sportunterrichts für besonders herausfordernd?
Aufgrund des hohen Bewegungsdrangs der Schüler, des Lärmpegels in der Turnhalle und der sicherheitsrelevanten Aspekte erfordert der Sportunterricht ein konsequentes Disziplinierungssystem, um einen geordneten Ablauf zu gewährleisten.
Wie geht der Autor mit der Situation um, im Unterricht eine Frage nicht beantworten zu können?
Auf Anraten seines Mentors hat er gelernt, dass es authentischer wirkt, das eigene Nichtwissen zuzugeben, um die Information anschließend fundiert recherchiert in der nächsten Stunde nachzureichen.
- Arbeit zitieren
- Magister Rainer Hofmann (Autor:in), 2008, Reflexion eines Junglehrers: Doppelstunde zum Thema "Kommunikation" in der Klassenstufe 6, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170567