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"Karl der Große" - Bearbeitung des Rolandsliedes durch den Stricker

Title: "Karl der Große" - Bearbeitung des Rolandsliedes durch den Stricker

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Limmer (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Mit dem Karl hat der Stricker ein Werk geschaffen, das besonders für die Überlieferung der Karlsgeschichte eine große Rolle spielt, aber es scheinbar nicht vermag aus dem Schatten der Vorlage, des Rolandsliedes des Pfaffen Konrad, zu treten. Ob es sich bei der Karlsbearbeitung des Strickers tatsächlich um eine Erneuerung der Vorlage handelt oder lediglich um eine Übersetzung in eine modernere Sprache soll in der vorliegenden Arbeit diskutiert werden.
Um der Frage nach dem Grad der Erneuerung des Karlsstoffs nachzugehen, ist es zunächst notwendig, die Entstehungsgeschichte des Karl genauer zu betrachten. Anschließend soll ein Vergleich des Karl mit dem Rolandsliedes angestellt werden. Jedoch wird dabei kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Vielmehr ist es Ziel der Arbeit, anhand des Aufbaus und ausgewählter inhaltlicher Besonderheiten einen Überblick zu entwickeln, der es zulässt, eine Lösung der oben aufgeworfenen Fragestellung zu skizzieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 „Karl der Große“ – Entstehung

1.1 Inhalt

1.2 Datierung

1.3 Überlieferung

1.4 Quellen

2 Inhaltlicher und formaler Vergleich zwischen dem Karl und dem Rolandslied

2.1 Die Sonderstellung der ersten 604 Verse

2.2 Formale Änderungen

2.3 Zusätze, Erweiterungen und Auslassungen

2.4 Weltlichkeit versus Geistlichkeit

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Werk „Karl der Große“ des Strickers in Abgrenzung zum „Rolandslied“ des Pfaffen Konrad. Ziel ist es, den Grad der inhaltlichen und formalen Erneuerung des Stoffes durch den Stricker zu analysieren, um zu bewerten, ob es sich lediglich um eine sprachliche Modernisierung oder um eine eigenständige Neubearbeitung handelt.

  • Analyse des Entstehungshintergrunds und der Quellenbasis des Karls-Stoffes
  • Vergleich der inhaltlichen Struktur und der formalen Bearbeitung zwischen beiden Epen
  • Untersuchung der Sonderstellung der ersten 604 Verse im Werk des Strickers
  • Diskussion der Verschiebung von religiösen hin zu stärker weltlichen Elementen
  • Bewertung des Einflusses des Autors auf die Rezeption und Kanonisierung Karls des Großen

Auszug aus dem Buch

Die Sonderstellung der ersten 604 Verse

In den ersten 604 Versen gelingt es dem Stricker, eine eigenständige Einleitung zu schreiben. Ab V. 605 folgt er dann weitestgehend dem Rolandslied. Erst in der zweiten Hälfte und im Epilog lassen sich größere Veränderungen finden.

Die Einleitung nimmt im Verhältnis zum Gesamtwerk eine Sonderstellung ein, da sie vom Stricker selbst verfasst wurde und die Anknüpfung an das RL sehr lose ist. Aus diesem Grund soll der Textabschnitt an dieser Stelle genauer analysiert werden.

Im Prolog des Karl (K 1-124) wird zunächst das Berichten über die Taten eines großen Mannes legitimiert, der Held der Erzählung wird genannt und die Kürzung des Berichtes auf ausgewählte Taten wird begründet. Abgeschlossen wird die Einleitung mit der Nennung des Dichters in den Versen 115-123. Außerdem wird der Anlass der Dichtung genannt, nämlich dass ein altez maere erniuwet werden soll nach der hovelîchen kunst. Das ursprüngliche Ziel des Strickers ist also nicht nur eine Modernisierung, sondern eine Neubearbeitung des Karlsstoffs. Anschließend wird eine Jugendgeschichte Karls resümiert, die mit dem Brevitas-Topos eingeführt wird:

daz wære ze fagene ze lanc,

wie daz dinc allez ergie.

Der Inhalt dieses Abschnitts wird im RL nicht behandelt und zeigt den Einbezug verschiedener Quellen, die über dieses hinausgehen.

Ab Vers 275 wird dann die Engelsszene geschildert, die sich auch im RL wiederfindet. Jedoch wurden hier grundlegende Änderungen vorgenommen, das lässt schon der quantitativen Erweiterung entnehmen. Aber auch qualitativ erlangt die Engelsszene eine größere Bedeutung. Während im RL die Botschaft des Engels ein 10 Versen ausgedrückter Aufruf zum Kreuzzug nach Spanien ist, wird diesem Element im Karl, ausgeweitet auf 116 Verse, eine „bestimmte erzählerische Funktion“ zugesprochen. Auch hier wird der Auftrag zum Feldzug nach Spanien recht kurz abgehandelt, allerdings folgt ein prophezeiendes Element, das auf das Leben und große Errungenschaften Karls verweist.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage hinsichtlich der Eigenständigkeit von Strickers Werk gegenüber der Vorlage des Rolandsliedes.

1 „Karl der Große“ – Entstehung: Untersuchung von Inhalt, Datierung und Überlieferungsgeschichte sowie der Quellenlage des Werkes.

2 Inhaltlicher und formaler Vergleich zwischen dem Karl und dem Rolandslied: Detaillierte Analyse der Bearbeitungstechniken, wobei besonders die Sonderrolle des Prologs und die Verschiebung von weltlichen und geistlichen Motiven im Fokus stehen.

3 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Stricker trotz seiner formellen Glättungen das Werk durch eine eigenständige kritische Distanz und spezifische Erweiterungen in der Mittelalter-Rezeption etablieren konnte.

Schlüsselwörter

Karl der Große, Der Stricker, Rolandslied, Pfaffe Konrad, Mittelalter, Literaturepoche, Versroman, Karlsstoff, Literaturvergleich, geistliche Dichtung, höfische Dichtung, Quellenanalyse, Textbearbeitung, Datierung, Rezeptionsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Bearbeitung des Rolandsliedes durch den Dichter „den Stricker“ in seinem Werk „Karl der Große“ und hinterfragt das Ausmaß der literarischen Neuerung.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Entstehungsbedingungen des Karls-Epos, der Vergleich der formalen Gestaltung und die inhaltliche Gewichtung zwischen ritterlich-weltlichen und religiös-geistlichen Aspekten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob Strickers „Karl der Große“ eine bloße Übersetzung in eine modernere Sprache darstellt oder eine tiefgreifende eigenständige Neubearbeitung der Vorlage ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Es wird eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die den Text des Strickers systematisch mit dem Rolandslied des Pfaffen Konrad kontrastiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte, der Sonderstellung des Prologs (die ersten 604 Verse), den formalen Glättungen sowie inhaltlichen Erweiterungen und Auslassungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Karl der Große, Stricker, Rolandslied, mittelalterliche Epik, Quellenforschung und Bearbeitungstypologie geprägt.

Welche Funktion hat die Engelsszene im Vergleich zum Rolandslied?

Im Rolandslied dient sie lediglich als Aufruf zum Kreuzzug, während sie bei Stricker zu einer umfangreichen Prophezeiung der Lebensleistung und Errungenschaften Karls ausgebaut wird.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Karl dem Großen hinsichtlich seiner Religiosität?

Während bei Konrad der religiöse Charakter und die Unterordnung unter Gottes Willen dominieren, betont Stricker bei Karl stärker die ritterlichen Tugenden und die politische Rolle, ohne jedoch die christliche Sinngebung vollständig aufzugeben.

Warum wird der erste Teil des Werkes als besonders wichtig eingestuft?

Die ersten 604 Verse gelten als eigenständige, vom Autor selbst verfasste Einleitung, die sich in ihrem Aufbau und ihrer Zielsetzung deutlich vom restlichen, stärker an der Vorlage orientierten Text abhebt.

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Details

Title
"Karl der Große" - Bearbeitung des Rolandsliedes durch den Stricker
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Literaturwissenschaft)
Course
Hauptseminar Kreuzzugsepik
Grade
1,3
Author
Julia Limmer (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V170383
ISBN (eBook)
9783640891924
ISBN (Book)
9783640892143
Language
German
Tags
Stricker Karl der Große Rolandslied Pfaffe Konrad
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Limmer (Author), 2011, "Karl der Große" - Bearbeitung des Rolandsliedes durch den Stricker, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170383
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