This work voices several questions in the field of ancient Roman law including questions of (modern) Austrian, furthermore German private law, focussing on questions of family law.
Though mainly written in German, it also comprises short 'summaries' in English, French, Spanish, the Italian language, and Dutch.
The special 'asset' of this scientific work could, apart from the richness of its references, be seen in its multi-dimensional approach which does not 'only' focus on a/the legal aspect(s) referring to the ancient Roman society.
A main goal of this work could, apart from a historical analysis of 'translations' of the word 'pietas' into other languages, esp. the German one, to be seen in its willingness to communicate (demanding, scientific) questions to its (prospective) readers.
It could be regarded as an important work of reference in the area of a/the pietas-concept(s) in the past; furthermore it is of value with respect to ethical questions voiced in it when coming to aspects of (modern) Austrian, furthermore (modern) German law, especially the law(s) of maintenance, aspects of family law(s).
Inhaltsverzeichnis
1 „Introductio(nes)“ (iSe polyzentr. „Tâtonnements“?)
1.1 “Introductio” I (ua iZm pietas, pius, piae causae, piaculum)
1.2 “Introductio” II(iZm sog (bonus) pater familias; “vir bonus”)
1.3 “Introductio” III im Lichte des (sog) “pius Aeneas”
1.4 “Introductio” IV im Lichte der Worte zu Amymone Marci (CIL)
1.5 “Introductio” V im Lichte der Worte zu Festa (aus CE)
1.6 “Introductio" VI qua (sog) “piissima” P. Matronilla (lt DE)
1.7 “Introductio" VII qua (sog) “pietas” (iZm Werken Horaz’)
1.8 “Introductio” VIII qua Tempel ‘der’ Pietas
1.9 “Introductio” IX qua (sog) “bellum pium” (iZm Worten Livius’)
1.10 “Introductio” X qua Inszenierung von Livia Augusta
1.11 Gang der Untersuchung
2 „Die“ Pflicht (iZm Moral, Kelsen, „Kants Ethik“)
2.1.1 „Die“ Pflicht – Worte Kelsens, ua iZm „Kants Ethik“ (?) (Kelsen)
2.1.2 Fragen iZm „Kants Ethik“ (?) (Kelsen) bzgl ‚der‘ Pflicht
3 ‚Die‘ sog „pietas“ – terminolog. Abgrenzungen
3.1.1 Das Wort „pietas“ bei (Herrenius) Modestin(us)
3.1.2 Das Wort „pietas“ in D, 3, 5, 26 (27) (iZm Worten Hausmaningers)
3.1.3 Das Wort „pietas“ bei Ulpian(us)
3.1.4 Das Wort „pietas“ bei (Ks.) Alexander Severus
3.1.5 Das Wort „pietas“ bei Perottus (1513)
3.1.6 Das Wort „pietas“ bei Dasypodius (1539)
3.1.7 Das Wort „pietas“ bei Dasypodius (1547)
3.1.8 Das Wort „pietas“ bei Calepino (1549)
3.1.9 Das Wort „pietas“ bei Calepino (1551)
3.1.10 Das Wort „Pietas“ bei Calepino (1652)
3.1.11 Das Wort „Pietas“ bei Weidner (1694)
3.1.12 Das Wort „pietas“ bei J. P. (von) Carrach (1777)
3.1.13 Das Wort „PIETAS“ bei Scheller/Lünemann/Schönberger (1820)
3.1.14 „Die“ pietas iZm Ovids „Verwandlungen“nach Eichert (1866)
3.1.15 „Die“ pietas bei Preller (1881)
3.1.16 „Die“ pietas bei Erler (1891)
3.1.17 „Die“ pietas bei Geffcken/Ziebarth (1914)
3.1.18 Das Wort „Pietas“ bei Wagenvoort (1924), (1980 gedruckt)
3.1.19 Das Wort „pietas“ bei Ulrich (1930)
3.1.20 Das Wort „pietas“ bei Schulz (1934)
3.1.21 Krit. Anmerkungen, (ua) zu „pietas“ bei Schulz (1934)
3.1.22 Die Worte „pietas“ (und ua „man“) bei M. Kaser (1939)
3.1.23 Das Wort „pietas“ bei M. Kaser (1965)
3.1.24 Krit. Anmerkungen zu manchen Worten M. Kasers (1965)
3.1.25 Worte K.Kerényis zu „Wesen“ und „Urbild“ ‚der‘ pietas (1971)
3.1.26 Das Wort „pietas“ im sog „Kleinen Pauly“ (1972)
3.1.27 Krit. Fragen zu manchem Wort M. Kasers (1975)
3.1.28 Das Wort „pietas“ nach Pertsch (1977)
3.1.29 Das Wort „pietas“ bei (von) Albrecht (1977)
3.1.30 Das Wort „pietas“ bei Le Bonniec in Andersen et al (1990)
3.1.31 Das Wort „pietas“ bei Treggiari (1991)
3.1.32 ‚Die‘ „pietas“ bei Benke/Meissel (1996) (iZm sog negotia aliena)
3.1.33 Das Wort „pietas“ bei R. P. Saller (1996)
3.1.34 Das Wort „pietas“ bei Bannon (1997) (unter Verweis auf Saller)
3.1.35 Krit. Fragen zur „pietas“ bei Bannon (1997) (iZm Worten Sallers)
3.1.36 Worte zu „PIETAS“ bei R. Vollkommers im LIMC (1997)
3.1.37 (Krit.) Fragen zu Worten R. Vollkommers im LIMC (1997)
3.1.38 Das Wort „pietas“ bei Jane F. Gardner (1998)
3.1.39 Widersprüche bei Jane F. Gardner (1998) iZm sog „pietas“
3.1.40 Die Worte „pietas“ und „Pietät“ (!) bei Robert (J.) Muth (1998)
3.1.41 „Pietas“ als „Familiensinn“(?) lt Rogge (2003) bei Plinius
3.1.42 Das Wort „pietas“ bei Syme (2003)
3.1.43 Das Wort „pietas“ bei Treggiari (2002) sowie Treggiari (2007)
3.1.44 Das Wort „pietas“ bei Verena T. Halbwachs (2011)
4 Der Vortrag Prof.a Dr.a Halbwachs‘
4.1.1 Generelles zum Vortrag von Prof.a Dr.a Halbwachs am 11.1.2011
4.1.2 Zu C.5.35.1 Alexander A. Otaciliae (224) („Text 4“ bei Halbwachs)
4.1.3 Manche Anm. von Prof. Dr. Benke, LLM iZm „der“ Tutela
4.1.4 Krit. Anm. zu C.5.35.1 Alexander A. Otaciliae (224)
4.1.5 Zu D 3.5.33 Paulus 1 quaestionum („Text 1“ des Vortrags)
4.1.6 Einige Anm von Prof.a Dr.a Halbwachs‘ zu diesem Text
4.1.7 „alimenta“ erwähnt - „salarium“: quid est?
4.1.8 „Pietas“ – ein sog „Topos“ zufolge Halbwachs (2011)?
4.1.9 „Leistung (!) aus mütterlichem Pflichtgefühl“: ein sog „Topos“? (!)
4.1.10 UU divergente „Topos“-‚Sichten‘ (ua in Halbwachs‘ Vortrag)?
4.1.11 Zum Wort „Topos“ bei Kerschner (iZm 2 Ob 57/09k)
4.1.12 Bäumers Verweis a) auf „die“ antike Rhetorik und b) Curtius
4.1.13 Pietas, affectus paternus & maternae als „Topoi“ (Halbwachs)?
4.1.14 Ansprüche iZm D 3.5.33 Paulus 1 quaestionum
4.1.15 „Der“ sog „topische Stil“&‚die‘(?) „juristische Topik“(Benke)?
5 Zur Frage der Definition ‚des‘ sog „Topos“
5.1.1 „Pietas“ – ein sog „Topos“ zufolge Halbwachs (2011)?
5.1.2 „Leistung (!) aus mütterlichem Pflichtgefühl“: ein sog „Topos“? (!)
5.1.3 UU divergente „Topos“-‚Sichten‘ (ua in Halbwachs‘ Vortrag)?
5.1.4 Zum Wort „Topos“ bei Kerschner (iZm 2 Ob 57/09k)
5.1.5 Bäumers Verweis a) auf „die“ antike Rhetorik und b) Curtius
5.1.6 Krawietz zu „Topiken“ und sog „topischer Jurisprudenz“ Viehwegs
6 Zu Cases 224-227 (Hausmaninger)
6.1.1 Grds Fragen zu der (?) ‚pietas‘ (?) in Cases 224-227
6.1.2 pietatis respectu, materna pietate; paterno adfectu, officio mariti?
7 Familienrechtliche Fragen
7.1 Aspekte des geltenden ö Unterhaltsrechts
7.1.1 Aktuelle UH-Sorgen ö Studenten/innen (iZm Worten Sattelbergers)
7.1.2 Fragen zu best. UHsrechtlichen Diktionen laut ÖH (Stand 1.1.2008)
7.1.3 ‚Unübliche‘ Inflationsanpassung bei Kindern: fair, zeitgemäß?
7.1.4 Bedenken zur Berechnung des Unterhaltsanspruchs (ua mit Zankl)
7.1.5 Bedenken zur Berechnung des Unterhaltsanspruchs (ua mit Maurer)
7.1.6 Gesetz vs RSpr-Praxis: Gleichheit vs individuelle Gerechtigkeit?
7.1.7 Zu ö Unterhaltsjudikatur aus Gleichbehandlungssicht (mit Kerschner)
7.1.8 %-Sätze: für „Rechtssicherheit“&„Vorhersehbarkeit“ (Schwimann)?!
7.1.9 Zu Aspekten d Unterhaltsrechts (ua iZm sog „Düsseldorfer Tabelle“)
7.2 Aspekte ‚des‘ geltenden ö Sozialrechts
7.2.1 Grds Fragen iZm der Relation Sozialrecht vs Privatrecht
7.2.2 Grds Fragen iZm „Begriff“ und „Zweck“ ‚des‘ Sozialrechts
7.2.3 Überlegungen iZm Fragen der Pensionsversicherung (PV)
7.2.4 Fragen bzgl sog „weiterer Sozialleistungen“ (zB Familienbeihilfe)
7.2.5 Fragen betreffs sog „weitere Sozialleistungen“(zB UHsvorschuß)
7.3 (Some) Questions to be raised in English (with ‚summary‘)
7.3.1 General aspects (focussing on a (short) ‚summary‘)
7.3.2 Special aspects (focussing on ‚the‘ Aeneid and emigration)
7.4 (Pequeño) resumen de esto libro científico
7.5 (Petit) résumé concernant des questions du droit privé
7.6 (Piccolo) sommario de questa opera scientifica
7.7 (Korte) samenvatting van dit wettenschappelijk werk
7.8 Zusammenfassung und skeptisch-ambivalenter Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Werk verfolgt das Ziel, das römische Rechtskonzept der "pietas" im Kontext des Familien- und Unterhaltsrechts wissenschaftlich zu analysieren und zu reflektieren. Im Zentrum steht dabei die kritische Auseinandersetzung mit der Begriffsverwendung in der Rechtsgeschichte sowie der Vergleich mit modernen familien- und sozialrechtlichen Aspekten.
- Römisch-rechtliche Bedeutung der "pietas" im Familiengefüge
- Kritische Analyse von "pietas" als "Topos" in juristischen Diskursen
- Vergleichende Betrachtung von Pflichten und Unterhaltsansprüchen
- Rolle der "pietas" im Kontext des "pater familias" und des Erbrechts
- Familienrechtliche und sozialrechtliche Reflexionen in der Moderne
Auszug aus dem Buch
1.1 “Introductio” I (ua iZm pietas, pius, piae causae, piaculum)
Die Buchstabenfolge „Pietas“ wird im Laufe „der“ Geschichte (ua „der“ sog röm. Geschichte) unterschiedlich „beschrieben“, fernerhin teils unterschiedlich in „Szene“ gesetzt, an teils kontroversieller Stelle (und teils in (teils?) unterschiedlicher Weise?)
„postiert“. Das Antonym „Impietas“ (ua zB von Cicero verwendet) wird (gs) mitunter (nicht selten, ev in (zT) hinterfragenswürdiger Weise?, (zT stark) vereinfachend?) mit einem bestimmten Wort (zB in ‚das‘ Alt-Griechische) ‚übersetzt‘. Im Folgenden ist zu untersuchen, welchen Stellenwert „die“ sog pietas in „dem“ römischen Recht, insbes ‚dem‘ röm. Unterhaltsrecht (NB: wobei ua auf die (zT umfangreiche stoffliche) Text-„Selektion“/stoffliche „Auswahl“/(sog) „Filter“ (!) (aus „uns“ oftmals nicht erhalten gebliebenen zahlreichen Quellen) aus unter (Ks) Justinian hinzuweisen ist) – mithin einem (bedeutenden) Teil „des“ röm. „Familien“-Rechts – hatte,
Zusammenfassung der Kapitel
1 „Introductio(nes)“ (iSe polyzentr. „Tâtonnements“?): Dieses Kapitel dient als breite Einführung und beleuchtet verschiedene antike und literarische Kontexte, in denen der Begriff "pietas" vorkommt, etwa im Zusammenhang mit Aeneas, historischen Inschriften und Livia Augusta.
2 „Die“ Pflicht (iZm Moral, Kelsen, „Kants Ethik“): Hier werden philosophische und ethische Grundlagen der "Pflicht" erörtert, insbesondere unter Bezugnahme auf Kelsen und Kant.
3 ‚Die‘ sog „pietas“ – terminolog. Abgrenzungen: In diesem sehr umfangreichen Kapitel erfolgt eine detaillierte terminologische Aufarbeitung des Begriffs "pietas" anhand zahlreicher antiker und juristischer Quellen, von Modestinus bis hin zu modernen Kommentatoren.
4 Der Vortrag Prof.a Dr.a Halbwachs‘: Dieses Kapitel widmet sich einer kritischen Reflexion eines spezifischen Vortrags zum Thema "pietas" im römischen Unterhaltsrecht und hinterfragt die dort verwendeten methodischen Ansätze.
5 Zur Frage der Definition ‚des‘ sog „Topos“: Hier steht die methodologische Reflexion über den Begriff "Topos" im Zentrum, insbesondere wie dieser im juristischen Kontext und in der Halbwachs-Analyse verwendet wird.
6 Zu Cases 224-227 (Hausmaninger): Dieses Kapitel untersucht konkrete Fallbeispiele aus dem Casebook von Hausmaninger, um die praktische Anwendung der "pietas"-Problematik zu verdeutlichen.
7 Familienrechtliche Fragen: Der abschließende Hauptteil verbindet römisch-rechtliche Erkenntnisse mit gegenwärtigen Fragestellungen des österreichischen Unterhalts- und Sozialrechts.
Schlüsselwörter
pietas, Unterhaltsrecht, Römisches Recht, Pflicht, Topos, Familienrecht, Sozialrecht, pietas romana, Rechtsgeschichte, Rechtsethik, Rechtsphilosophie, Pflichtgefühl, Unterhaltsanspruch, Familie, Begriffsanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Analyse und Reflexion des römisch-rechtlichen Begriffs "pietas" sowie dessen Bedeutung im römischen Unterhaltsrecht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die Untersuchung von "pietas" als Rechtsbegriff, der Vergleich mit modernen Vorstellungen von Pflicht und Unterhalt sowie die kritische Auseinandersetzung mit der rechtswissenschaftlichen Forschungsliteratur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die kritische Hinterfragung, welchen Stellenwert "pietas" im römischen Recht einnahm und wie heutige Rechtsbegriffe oder "Topoi" diesen antiken Kontext interpretieren oder gegebenenfalls verzerren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine komparative und historisch-kritische Analyse, die Quellenarbeit mit der Reflexion wissenschaftstheoretischer Definitionen verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende terminologische Aufarbeitung von "pietas" in der Literatur, eine Analyse spezifischer Rechtsfälle (Cases) sowie eine Diskussion über heutige familien- und sozialrechtliche Regelungen in Österreich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind pietas, Unterhaltsrecht, Römisches Recht, Pflicht, Topos, Familienrecht und Rechtsethik.
Welche Rolle spielt der Begriff "Topos" in der Argumentation?
Der Begriff "Topos" wird kritisch hinterfragt, da der Autor bemängelt, dass dieser oft ohne präzise Definition oder wissenschaftliche Grundlage in juristischen Diskursen verwendet wird.
Warum wird der "pater familias" als Vergleichsfigur analysiert?
Der Autor analysiert den "pater familias" als hypothetische juristische Vergleichsfigur, um aufzuzeigen, dass diese Konstruktion oft weit von der historischen Realität entfernt ist und kritisch betrachtet werden muss.
- Arbeit zitieren
- Mag. Georg Schilling (Autor:in), 2011, Vater-Mutter-Kind. Pflicht und "Pietas" im römischen Unterhaltsrecht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170368