Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Theology - Systematic Theology

Die pluralistische Religionstheologie nach John Hick: eine kritische Auseinandersetzung

Title: Die pluralistische Religionstheologie nach John Hick: eine kritische Auseinandersetzung

Term Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bernhard Stecher (Author)

Theology - Systematic Theology

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In seinem Buch „Die Welt ist flach“ beschreibt der renommierte Kolumnist der „New York Times“ und dreifache Pulitz-Preisträger Thomas Friedman die zentralen Faktoren der Globalisierung, deren Dynamik sowie deren Auswirkungen auf die global gewordene Gegenwart. Seiner Analyse zufolge haben der Zusammenbruch des Kommunismus, das Aufkommen von modernen Kommunikations- und Verkehrsmitteln sowie der Siegeszug der Informationstechnologien, insbesondere im Bereich des Computers und des Internets, zu einer Art „Einebnung der Welt“ und einer Verzahnung der wirtschaftlichen und kulturellen Austauschbeziehungen geführt. In diesem „global village“, in dem Daten und Kapitalströme in sekundenschnelle von einem Winkel der Erde in einen anderen verschickt werden können, dominieren die Regeln der wirtschaftlichen Effizienz und der technischen Innovation, während „starre“ nationale, kulturelle und religiöse Bindekräfte zunehmend an Bedeutung verlieren, sich überlappen oder komplementär wirken. All diese Entwicklungen schlagen sich auch zwangsläufig auf das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen nieder, die dazu genötigt werden, ihr eigenes Selbstverständnis und ihr Verhältnis mit- und zueinander aufgrund des direkten Kontakts mit dem Anderen neu zu bestimmen. Angesichts dieser Entwicklungen, die im Rahmen dieser Arbeit nur grob skizziert werden können, steht das Christentum vor der Herausforderung, in einen interreligiösen Dialog einzutreten, ohne seine eigenen Wurzeln aufzugeben bzw. eine Dialogform zu finden, die „zwischen der eigenen Identität und einer dialogfähigen Offenheit“ pendelt. Prima facie scheint das Konzept der pluralistischen Theologie der Religionen ein fruchtbarer Ansatz und Kompass zur „Lösung“ dieser Frage zu sein, das sich nahtlos in die pluralistische Postmoderne mit ihrem Hang zur Ästhetisierung des Denkens einweben lässt, weshalb es im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen soll. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Gedankenkonzept der pluralistischen Religionstheologie von John Hick – dem mit Paul F. Knitter wohl renommiertesten Vertreter dieser Denkrichtung – zu entfalten, kritisch zu prüfen und auf seine Anwendbarkeit bzw. Praxistauglichkeit im Hinblick auf ein friedliches und fruchtbares Zusammenleben der unterschiedlichen Religionen zu analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Vom Umgang mit der religiösen Vielfalt

2. Die philosophischen und ideengeschichtlichen Wurzeln des Pluralismus und ihre Bedeutung für die pluralistische Religionstheologie

3. Das Gedankengebäude der pluralistischen Religionstheologie nach John Hick

4. Abgrenzung vom Relativismus: das soteriologische Kriterium

5. Kritik an der pluralistischen Religionstheologie von John Hick

5.1 Kritik am soteriologischen Basiskriterium

5.2 Innerchristliche Kritik

5.3 Kritik an der Dialogfähigkeit

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Gedankengebäude der pluralistischen Religionstheologie nach John Hick auseinander. Ziel ist es, die philosophischen Wurzeln und theologischen Kernargumente darzulegen und deren Anwendbarkeit sowie Praxistauglichkeit für den interreligiösen Dialog auf ihre Belastbarkeit hin zu prüfen.

  • Herausforderungen der religiösen Vielfalt in der globalisierten Moderne
  • Philosophische und erkenntnistheoretische Grundlagen von John Hicks Pluralismus
  • Abgrenzung des Pluralismus von einem wertneutralen Relativismus
  • Kritische Analyse der innerchristlichen und dialogtheoretischen Einwände
  • Reflexion über die Anforderungen an einen authentischen interreligiösen Dialog

Auszug aus dem Buch

3. Das Gedankengebäude der pluralistischen Religionstheologie nach John Hick

Ausgangspunkt der pluralistischen Religionstheologie, wie sie von John Hick geprägt wurde, ist eine strikte Ablehnung sowohl der naturalistischen Hypothese, wonach religiöse Erfahrungen per se eine Täuschung darstellen und lediglich Projektionen, Hoffnungen und Sehnsüchte sind, die dem menschlichen Verstand entspringen, als auch eines exklusivistischen Standpunktes, der alle religiösen Erfahrungen als Täuschungen abtun, außer denjenigen, die in der eigenen religiösen Tradition gemacht werden. Ausgehend von diesen Grundprämissen vertritt Hick die These, dass alle Weltreligionen „unterschiedliche Wege der Erfahrung, der Besinnung und des Lebens in Beziehung zu einer göttlichen Realität [darstellen], die jenseits unserer verschiedenen Vorstellungen liegt.“

Hintergrund seiner Überlegungen ist ein Rückgriff auf das erkenntnistheoretische Modell von Kant, dessen Schlussfolgerungen auch in der modernen Forschung, insbesondere in der Wissenssoziologie, von großer Bedeutung sind. Kant unterscheidet im Rahmen seiner Epistemologie zwischen „noumenon“, also dem „Ding an sich“, und „phenomenon“ als dem Ding, wie es dem menschlichen Bewusstsein erscheint. Bereits Thomas von Aquin hat auf diesen Sachverhalt aufmerksam gemacht, wenn er schreibt „Erkenntnisgegenstände erkennt der Erkennende nur so, wie es der Weise seiner Erkenntnis entspricht.“

Nach Kant nimmt der Mensch seine äußere Umwelt mittels eines kategorialen Schemas wahr, das es ihm ermöglicht, sinnvolle phänomenale Erfahrungen zu machen. Demnach werden Einflüsse bzw. Reize einer äußeren Realität erst durch den menschlichen Verstand und dessen Konstruktionen zu einer für den Menschen nachvollziehbaren Bewusstseinserfahrung konstituiert. Des Weiteren wird bei Kant vorausgesetzt, dass diese Kategorien des Verstehens universale und unveränderliche Weisen menschlicher Erfahrungen sind, also nicht von einer spezifischen Kultur abhängig sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skontiert die gesellschaftliche Relevanz religiöser Vielfalt in einer globalisierten Welt und definiert das Ziel der Arbeit, das Modell von John Hick kritisch zu hinterfragen.

1. Vom Umgang mit der religiösen Vielfalt: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen theologischen Grundhaltungen wie Exklusivismus, Inklusivismus und Pluralismus im interreligiösen Kontakt.

2. Die philosophischen und ideengeschichtlichen Wurzeln des Pluralismus und ihre Bedeutung für die pluralistische Religionstheologie: Hier werden die Ursprünge des Pluralismusgedankens, insbesondere im Kontext der Postmoderne und der Aufklärung, beleuchtet.

3. Das Gedankengebäude der pluralistischen Religionstheologie nach John Hick: Dieses Kapitel führt in die erkenntnistheoretischen Grundlagen Hicks ein, die stark auf der Philosophie Kants basieren.

4. Abgrenzung vom Relativismus: das soteriologische Kriterium: Das Kapitel analysiert, wie Hick versucht, durch ein soteriologisches Kriterium dem Vorwurf des bloßen Relativismus zu entgehen.

5. Kritik an der pluralistischen Religionstheologie von John Hick: Eine umfassende Untersuchung der Kritikpunkte, die sich auf das soteriologische Basismodell, die christologische Relevanz und die Dialogfähigkeit beziehen.

6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die pluralistische Religionstheologie als ein Instrument der internen Suchbewegung, stellt jedoch ihre praktische Anwendbarkeit in Frage.

Schlüsselwörter

Religionstheologie, John Hick, Pluralismus, Weltreligionen, Interreligiöser Dialog, Soteriologie, Erkenntnistheorie, Immanuel Kant, Relativismus, Christentum, Postmoderne, Transzendenz, Heil, Heilsvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die pluralistische Religionstheologie von John Hick und deren Rolle im Kontext des interreligiösen Dialogs in einer globalisierten Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit umfasst die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Hicks Modell, die Abgrenzung zum Relativismus sowie die kritische Auseinandersetzung aus christlicher und theologischer Perspektive.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung des pluralistischen Gedankengebäudes von John Hick hinsichtlich seiner theoretischen Fundierung und seiner praktischen Tauglichkeit für den Dialog zwischen den Weltreligionen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische und geistesgeschichtliche Analyse, um die Argumentationen von John Hick sowie deren zeitgenössische und fachinterne Kritik zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der philosophischen Wurzeln des Pluralismus, die spezifische erkenntnistheoretische Konstruktion nach Hick, das soteriologische Kriterium zur Abgrenzung vom Relativismus und schließlich die detaillierte Kritik am Modell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Religionstheologie, Pluralismus, John Hick, interreligiöser Dialog, Soteriologie und erkenntnistheoretische Grundlagen.

Warum spielt die Kantische Philosophie für John Hick eine so entscheidende Rolle?

Hick nutzt Kants Unterscheidung zwischen "Ding an sich" (noumenon) und "Erscheinung" (phenomenon), um zu erklären, wie das Transzendente in den verschiedenen Religionen als "das Reale" erfahren, aber durch kulturelle Kategorien unterschiedlich interpretiert wird.

Welche Bedenken äußern Kritiker bezüglich des soteriologischen Kriteriums?

Kritiker bemängeln, dass das Kriterium der "Umwandlung vom Egoismus zur Wirklichkeitszentriertheit" zu unscharf bleibt, um eine objektive Bewertung der verschiedenen Religionen vorzunehmen, ohne den Pluralismus selbst zu untergraben.

Wie steht die katholische Kirche laut dem Text zum Pluralismus?

Die Kirche vertritt in Dokumenten wie "Nostra Aetate" eine eher inklusivistische Haltung, die Wahrheitselemente in anderen Religionen anerkennt, ohne jedoch den universalen Heilsanspruch des Christentums aufzugeben.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur praktischen Relevanz des Modells?

Der Autor schlussfolgert, dass der Ansatz zwar intellektuell anregend ist, für praktizierende Gläubige jedoch oft an einer "leeren Mitte" leidet, da die eigene religiöse Identität im Dialog zu sehr relativiert wird.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Die pluralistische Religionstheologie nach John Hick: eine kritische Auseinandersetzung
College
Dresden Technical University
Grade
1,3
Author
Bernhard Stecher (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V170365
ISBN (eBook)
9783640891825
ISBN (Book)
9783656565123
Language
German
Tags
John Hick Pluralismus Religionstheologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernhard Stecher (Author), 2007, Die pluralistische Religionstheologie nach John Hick: eine kritische Auseinandersetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170365
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint