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Marivaux und die psychologisierte Liebeskomödie

Titel: Marivaux und die psychologisierte Liebeskomödie

Seminararbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: Sehr Gut

Autor:in: Silvia Freudenthaler (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es mag dem heutigen Leser oder Theaterbesucher normal erscheinen, dass in Komödien die handelnden Figuren mehrere, oft auch widersprüchliche Charaktereigenschaften besitzen. Doch war eine psychologische Darstellung in dieser Gattung lange Zeit keine Selbstverständlichkeit. Eine Analyse von Marivaux` Werk soll nun aufzeigen, in wieweit dieses den typologischen Figuren die Maske vom Gesicht nahm und ihnen statt derer mehrere Charakterzüge und vor allem auch damit verbundene Gefühlsunsicherheiten zusprach.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pierre Chamblain de Marivaux: Autor und Werk im historischen Kontext

3. Die Commedia dell`arte: Masken in Paris

3.1 Das Théâtre Italien

3.2 Die Masken der Commedia dell`arte

4. La Double Inconstance

4.1 Die Differenz zwischen dem Gemeinten und Gesagten

4.2 Inhalt, Figurenkonstellation und Aufbau

4.3 Die Intrige als Selbstfindungsprozess

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie Marivaux in seinem Werk die typologischen Masken der Commedia dell'arte durch eine psychologische Charakterisierung ersetzt, und analysiert anhand von „La Double Inconstance“, wie seine Figuren durch Intrigen zu Individuen heranwachsen.

  • Historischer Kontext von Marivaux’ Werk und Biographie
  • Einfluss der Commedia dell'arte auf das französische Theater
  • Strukturelle Analyse von „La Double Inconstance“
  • Der psychologische Prozess der Selbstfindung und Identitätsbildung
  • Sprachliche Besonderheiten („Marivaudage“) und Dialogführung

Auszug aus dem Buch

4.2 Inhalt, Figurenkonstellation und Aufbau

Die Liebeskomödie Verführbarkeit auf beiden Seiten (so der etwas unpräzise deutsche Titel) setzt in medias res ein: Silvia, eine kleine Bürgerin vom Land, wird vom Prinzen an seinen Hof entführt, da er sie zur Gemahlin nehmen möchte. Marivaux offenbart hier bereits seine Komik, da das Gesetz, der Prinz müsse eine Bürgerliche ehelichen, an sich zu seiner Zeit eine Parodie auf die absolutistische Gesellschaft darstellte. Silvia jedoch hat ihre Hand bereits Arlequin versprochen, weswegen sie nun alles versucht, ihrem Liebsten und dem gegebenen Wort treu zu bleiben (und viceversa):

Arlequin (hört auf zu weinen und sieht sie an): Silvia, ich bin dein Geliebter, du bist meine Geliebte, vergiß das nie, denn das ist so, und bleibt so, solange ich lebe, das wird sich nie ändern, damit werde ich sterben.14

Bald erkennt die Dienerschaft, dass eine Intrige gesponnen werden muss: Flaminia und Trivelin decken zuerst die Schwächen der Liebenden auf und setzen ihr Wissen für ihre Sache ein. In dieser Verschwörung gibt sich der Prinz als schöner und sehr galanter Offizier aus, dem Silvia nicht abgeneigt wäre. Ebenso Arlequin erkennt, dass die auf dem Lande selbstverständliche Liebesbekundung in einer neuen Situation vielleicht nicht die richtige Entscheidung bleiben mag. Arlequin kennzeichnet sich durch ein seinem sozialen Rang nicht entsprechendem Verhalten gegenüber dem Prinzen aus; außerdem entspricht er seiner Rolle, indem er schwerfällig, träge, verfressen und auch naiv dargestellt wird. Diese Figur ändert sich in dem Stück sicherlich am wenigsten, doch kann auch er – falls zu seinem Vorteil – sein Verhalten und seine Sprache anpassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie Marivaux die typologischen Masken der Commedia dell'arte durch psychologische Charakterisierung in seinen Komödien ersetzt.

2. Pierre Chamblain de Marivaux: Autor und Werk im historischen Kontext: Der Abschnitt beleuchtet das Leben Marivaux' im historischen Umfeld des 18. Jahrhunderts und dessen Prägung durch die Pariser Salonkultur.

3. Die Commedia dell`arte: Masken in Paris: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss des italienischen Theaters auf Marivaux und die spezifischen Merkmale der Commedia dell'arte-Masken.

4. La Double Inconstance: Die Analyse untersucht das Stück „La Double Inconstance“ als Fallbeispiel für die sprachliche Differenz zwischen Gesagtem und Gemeintem sowie den Prozess der Selbstfindung der Figuren durch Intrigen.

Schlüsselwörter

Marivaux, Commedia dell'arte, La Double Inconstance, Theatergeschichte, Psychologisierung, Identitätsbildung, Maskenspiel, Intrige, Liebeskomödie, Salonkultur, Marivaudage, Charakterdarstellung, Rollenspiel, Französische Literatur, Typenkomödie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht Marivaux' Theaterwerk mit Fokus auf die Überwindung traditioneller Typenkomik durch psychologische Charakterisierung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Biographie Marivaux', die Einflüsse der Commedia dell'arte und die strukturelle Analyse seines Stücks „La Double Inconstance“ ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Marivaux den typisierten Figuren die Maske abnimmt und ihnen durch eine psychologische Dimension eine neue Tiefe verleiht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Werkkontext historisch einordnet und das Stück textanalytisch untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung des Autors, eine Abhandlung über die Commedia dell'arte und eine detaillierte Untersuchung von „La Double Inconstance“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Marivaux, psychologische Charakterisierung, Commedia dell'arte, Identitätsbildung, Intrige und Marivaudage.

Warum spielt die Intrige in „La Double Inconstance“ eine entscheidende Rolle für die Identitätsbildung?

Die Intrige fungiert als Katalysator, der die Figuren aus ihrer statischen Rolle herauslöst und sie dazu zwingt, sich ihrer Gefühle und ihres wahren Ichs bewusst zu werden.

Welchen Einfluss hat die „Commedia dell'arte“ spezifisch auf die Sprache in Marivaux' Stücken?

Marivaux übernimmt die geschulte Dialogtechnik und die Bühnenpräsenz, übersetzt diese jedoch in die feine, oft indirekte Sprache der Pariser Salons, das sogenannte „Marivaudage“.

Wie unterscheidet sich die Figur des Arlequin im Vergleich zu den anderen Charakteren?

Arlequin bleibt im Stück weitestgehend in seinem ursprünglichen, naiven Rollenbild verhaftet, während sich die anderen Figuren durch den psychologischen Prozess verändern.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Marivaux und die psychologisierte Liebeskomödie
Hochschule
Universität Wien  (Komparatistik)
Veranstaltung
Die Kunst der Charakterisierung in Kunst und Literatur Frankreichs von Lully bis Watteau
Note
Sehr Gut
Autor
Silvia Freudenthaler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V170284
ISBN (eBook)
9783640890286
ISBN (Buch)
9783640890521
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marivaux Commedia dell`Arte Frankreich Italienisches Theater 1723 La Double Inconstance Théâtre Italien marivaudage Charakter Typen Moliere
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silvia Freudenthaler (Autor:in), 2009, Marivaux und die psychologisierte Liebeskomödie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170284
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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