Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

Fluxus und Interaktivität

Title: Fluxus und Interaktivität

Seminar Paper , 2011 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Fluxus bedeutet in Latein „Bewegung, fließend“ und steht im Sinne des Fluxus für einen fließenden Übergang zwischen Kunst und dem Alltagsleben und für eine immer währenden Prozess der Weiterentwicklung und Wechselhaftigkeit. Thies schreibt im Ausstellungskatalog des Wiesbadener Kunstsommers anlässlich „40 Jahren Fluxus – und die Folgen“: „Diese Wortsinne [fließend, wallend, im Fluß] machen deutlich, dass Fluxus eine offene Kunstform sein und bleiben will, ein fließender Ereigniskanon, in dem Tanz, Theater, Musik, Rezitation, Pantomime, Aktion und Elemente bildender Kunst eine schillernde Synthese eingehen. Fluxus hat transitorischen Charakter, lebt vom ständigen Wechsel der Einfälle und somit auch von immer neu hinzu kommenden Künstlerinnen und Künstlern. Im Nachfolgenden werden einige, in der Einleitung bereits genannte Merkmale vertieft und aufgezeigt, wie die Dekonstruktion des Kunstbegriffs durch das Happening und das Intermediale praktisch umgesetzt wurde.
[...]
Ein für dieses Seminar wichtiger Vertreter der Fluxisten war Nam June Paik. Er gilt als Pionier der Videokunst und war der erste Künstler, der das Publikum mit in die Produktion von Kunst mittels Videotechnik einbezog und so eine erste Idee einer interaktiven Medienkunst schaffte. Paik hat neue Bilder auf dem Fernsehbildschirm hervorgerufen, zunächst mit primitiven Manipulationen (z.B. Magneten), dann mit hochartifizieller Elektronik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsbestimmung und Einleitung

2. Merkmale von Fluxus

a. Happening und Aktionskunst

b. Intermedia

3. Einflüsse

4. Kernphasen

a. Historischer Hintergrund, Vorgeschichte und 1. Phase 1961 – 1964

b. 2. Phase 1964 – 1970

c. 3. Phase 1970 – 1978

5. Pionier der Videokunst: Nam June Paik

6. Interaktivität und Paiks Videoarbeiten

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln und künstlerischen Merkmale der Fluxus-Bewegung sowie deren maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der interaktiven Medienkunst, insbesondere durch das Werk von Nam June Paik. Dabei wird analysiert, wie der traditionelle Kunstbegriff durch die Einbeziehung des Publikums und technische Innovationen nachhaltig dekonstruiert wurde.

  • Definition und philosophische Grundlagen der Fluxus-Bewegung
  • Die Rolle von Happening, Aktionskunst und Intermedia
  • Historische Einflüsse durch Dadaismus und Zen-Philosophie
  • Die Phasenentwicklung von Fluxus zwischen 1961 und 1978
  • Pionierleistungen von Nam June Paik in der Videokunst
  • Soziologische und technische Aspekte der Interaktivität

Auszug aus dem Buch

a. Happening und Aktionskunst

Fluxus-Arbeiten enthalten viele Anleihen aus der Aktionskunst und des Happenings. Happenings folgten dem Prinzip, das Publikum einzubeziehen, das aber oft nicht mit Informationen zum Verlauf informiert wurde. Klassische Fluxus-Events waren daher vom Ablauf her kaum strukturiert. Die Struktur, die vorgegeben war, sollte lediglich eine Rahmung für das Event sein, das dann Künstler und Publikum ausgeschmückt werden konnte. Das Happening lebt durch Improvisation. Der Geschehensablauf ist nicht geplant oder festgelegt, es gibt keinen Ablaufplan und keine Proben. Wolf Vostell gab seinen Performances 1954 den Namen „18 happenings in 6 parts“ und begründete damit den Begriff des Happenings.

„Happening= life - life as art - no retreat from but into reality - making it possible to experience & live its essence - not to abandon the world but to find a relation to it - to let the participant experience himself consciously in the happening - to shift the environment into new contexts - to create new meanings by breaking up the old - let the participant experience indeterminacy as a creative force [...].”

Vier Jahre später nannte auch Allan Kaprow seine Kunst „Happening“:

„to call my décollage events from now on Happenings, in order to start an international movement.”

Das Ziel der Happenings war es, durch das Einbeziehen des Publikums und Improvisation den vorherrschenden Kunstbegriff aufzubrechen, das alltägliche Leben und damit auch das Publikum, das den Performances zu sah, mit einzubinden und zu verknüpfen: „Happening soll nicht Kunst sein, sondern alltägliches Leben [...]“ Der Begriff des Happenings sollte den prozesshaften Charakter des Kunstwerkes verdeutlichen. Später findet sich dieser prozesshafte Charakter und die damit einhergehende Verschmelzung von Konsument und Produzent als Fluxus-Merkmal auch in den (absichtlich) unvollendeten Kunstwerken der Flux-Shops wieder (siehe 2. Phase). Mit dem Alltäglichkeitsgedanken und der Ent-Eliterisierung des Kunstbegriffes war auch verbunden, dass die Happenings außerhalb des klassischen Rahmens der Theaters, der Galerien oder vergleichbaren üblichen Veranstaltungsorten stattfanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsbestimmung und Einleitung: Erläutert den Ursprung und die Bedeutung der Fluxus-Bewegung als fließenden Prozess zwischen Kunst und Alltag.

2. Merkmale von Fluxus: Beschreibt zentrale ästhetische Strategien wie das Happening und den Begriff der Intermedia als Konvergenz verschiedener Medien.

3. Einflüsse: Analysiert die historische Prägung durch den Dadaismus sowie die Bedeutung zen-buddhistischer Ansätze für die Fluxus-Künstler.

4. Kernphasen: Dokumentiert die Entwicklung der Bewegung in drei zeitlich definierten Abschnitten von 1961 bis 1978.

5. Pionier der Videokunst: Nam June Paik: Würdigt Paiks innovative Nutzung von Fernsehtechnik zur Etablierung interaktiver Kunstformen.

6. Interaktivität und Paiks Videoarbeiten: Untersucht das Konzept der Interaktivität im Kontext soziologischer Definitionen und technischer Umsetzung in Paiks Video-Installationen.

Schlüsselwörter

Fluxus, Happening, Aktionskunst, Intermedia, Nam June Paik, Videokunst, Interaktivität, Dadaismus, Zen, Kunstbegriff, Performance, Medienkunst, Partizipation, Prozesshaftigkeit, Elektronik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Fluxus-Bewegung, ihren historischen Hintergründen und ihrem entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Videokunst und interaktiver Medien.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Dekonstruktion des traditionellen Kunstbegriffs, die Bedeutung des Zufalls, die Verschmelzung von Alltag und Kunst sowie die Rolle technischer Medien in der Interaktion zwischen Werk und Betrachter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Fluxus-Künstler den Grundstein für die moderne interaktive Medienkunst legten und dabei starre Rollenbilder zwischen Künstler und Publikum aufbrachen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine kunsthistorische und medientheoretische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, Manifesten der Bewegung und der Untersuchung konkreter künstlerischer Beispiele basiert.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Fluxus-Merkmale, die historische Einordnung der Kernphasen sowie die spezifische Betrachtung des Werks von Nam June Paik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Fluxus, Interaktivität, Intermedia, Happening und Videokunst sind die prägenden Begriffe, die den theoretischen und praktischen Kern der Arbeit beschreiben.

Welche Bedeutung hat der Dadaismus für die Fluxus-Bewegung?

Der Dadaismus diente als inhaltliches Vorbild für die Rebellion gegen bürgerliche Ideale und den etablierten Kunstbegriff; er beeinflusste die Fluxus-Künstler in ihrem Verständnis von Provokation und Antikunst.

Inwiefern ist das Werk von Nam June Paik als interaktiv zu bewerten?

Paik nutzte technische Manipulationen an Fernsehgeräten und Synthesizern, um dem Betrachter die Möglichkeit zu geben, in den Gestaltungsprozess einzugreifen, womit er Pionierarbeit im Bereich der maschinellen Interaktivität leistete.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Fluxus und Interaktivität
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Computerkunst und Netart
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
16
Catalog Number
V170248
ISBN (eBook)
9783640890149
ISBN (Book)
9783640890446
Language
German
Tags
fluxus interaktivität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Fluxus und Interaktivität, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170248
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint