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Aktuelle Datengrundlage der Armutssituation in der Bundesrepublik Deutschland

Konzepte, Methoden und Probleme der Armutsmessung in einem Wohlfahrtsstaat am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland

Titel: Aktuelle Datengrundlage der Armutssituation in der Bundesrepublik Deutschland

Seminararbeit , 2010 , 29 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Roman Fischer (Autor:in)

VWL - Fallstudien, Länderstudien

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden zunächst verschiedene Armutsbegriffe diskutiert, um anschließend die Definition der Bundesregierung darzustellen. Nach einer Vorstellung der Messmethodik, welche im dritten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung verwendet wird, werden zwei Indikatoren zur Armutsmessung näher dargestellt. Hauptaugenmerk ist dabei stets die Datenerhebung und –grundlage, der verwendeten Datensätze sowie der erstellten Indikatoren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Armutsbegriff

2.1 Absolute Armut

2.2 Relative Armut

2.3 Mangelnde Verwirklichungschancen

3 Armutsdefinition der Bundesregierung

4 Messkonzept der Bundesregierung

5 Armutsrisikoquote

5.1 Datenerhebung

5.2 Situation in Deutschland

5.3 Kritische Standpunkte der Armutsrisikoquote

6 Frühe Schulabgänger

6.1 Datenerhebung

6.2 Situation in Deutschland

6.3 Kritische Standpunkte der frühen Schulabgänger

7 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die kritische Analyse der aktuellen Datengrundlage zur Armutssituation in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wird untersucht, wie unterschiedliche Armutsbegriffe definiert werden und welche methodischen Herausforderungen sich bei der Erfassung armutsrelevanter Daten ergeben.

  • Diskussion verschiedener Armutsbegriffe (absolute, relative Armut sowie Verwirklichungschancen).
  • Darstellung der Armutsdefinition und des Messkonzepts der Bundesregierung.
  • Analyse des Indikators der Armutsrisikoquote unter Berücksichtigung verschiedener Datenerhebungen.
  • Untersuchung des Bildungsindikators „Frühe Schulabgänger“ als Aspekt mangelnder Teilhabechancen.
  • Kritische Würdigung der Vergleichbarkeit und Aussagekraft der verwendeten statistischen Daten.

Auszug aus dem Buch

2.2 Relative Armut

Da trotz der weitgehenden Überwindung der absoluten Armut in der BRD immer mehr Menschen der Auffassung sind, dass Armut in Deutschland ein ernst zu nehmendes Problem ist, stellt sich die Frage, wie diese angemessen abgebildet werden kann. Unter dem Leitsatz Armut bedeutet nicht wenig zu haben, sondern vieles nicht zu haben wird Armut als eine Diskrepanz des eigenen Einkommens zum Rest der Gesellschaft gesehen, was in der Armutsforschung gemeinhin mit Deprivation bezeichnet wird. Dabei geht es nicht wie bisher um eine existenzielle materielle Unterversorgung, sondern vielmehr um die Ungleichheit der Einkommen in einer Gesellschaft. Die relative Armut beschreibt somit einen Zustand, in dem jemand nicht in der Lage ist, ein annehmbares Leben zu führen. Die Festlegung oder Ansicht eines annehmbaren Lebens wird dabei in der Regel in Relation zum Wohlstand der jeweiligen Gesellschaft vorgenommen.

Die Schwelle ab der jemand als arm gilt, wird hier als ein bestimmter Prozentsatz des mittleren Einkommens definiert. Das heißt, dass die Armutsschwelle, definiert nach der relativen Armut, in eher reicheren Gesellschaften höher liegt als in eher ärmeren. Von Bedeutung ist hier aber nicht nur das gesamte Vermögen einer Volkswirtschaft, sondern vor allem deren Verteilung. Eine Gesellschaft mit einem sehr hohen Bruttoinlandsprodukt (BIP) kann bei extrem ungleich verteiltem Einkommen eine niedrigere Armutsschwelle aufweisen als eine Nation mit einem niedrigeren BIP, in der das Einkommen gleichmäßiger Verteilt ist. Dies scheint zunächst ungewöhnlich, da die erste Gesellschaft insgesamt reicher ist, was aber mit der Definition des mittleren bzw. Medianeinkommens zusammenhängt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des Armutsthemas in der EU und Deutschland sowie Erläuterung der Zielsetzung und des Vorgehens der Arbeit.

2 Armutsbegriff: Theoretische Herleitung verschiedener Armutsdefinitionen von absoluter über relative Armut bis hin zu mangelnden Verwirklichungschancen nach Amartya Sen.

3 Armutsdefinition der Bundesregierung: Darstellung des Konzepts, welches Armut als vielschichtiges gesellschaftliches Phänomen begreift und den Fokus auf die Lebenslage legt.

4 Messkonzept der Bundesregierung: Vorstellung des multidimensionalen Ansatzes und des Indikatoren-Tableaus, das über reine Einkommensbetrachtungen hinausgeht.

5 Armutsrisikoquote: Analyse der Berechnungsgrundlagen des Indikators, Vergleich verschiedener Erhebungsstatistiken und Diskussion der aktuellen Situation in Deutschland.

6 Frühe Schulabgänger: Untersuchung der Bildung als Schlüssel zur Teilhabe und Analyse der Datenquellen sowie der Situation bezüglich Schulabbrechern.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des fundamentalen Verbesserungsbedarfs bei Messmethodik und Datengrundlage zur validen Armutsmessung.

Schlüsselwörter

Armut, Armutsrisikoquote, Relative Armut, Absolute Armut, Verwirklichungschancen, Bundesregierung, Datengrundlage, EU-SILC, Mikrozensus, SOEP, EVS, Lebenslage, Bildungsniveau, soziale Ausgrenzung, Einkommensverteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Datengrundlage der Armutssituation in Deutschland und untersucht kritisch die verwendeten Konzepte und Methoden zur Armutsmessung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der theoretische Armutsbegriff, das offizielle Armutsverständnis der Bundesregierung, die statistischen Methoden der Armutsrisikoquote und der Bildungsfaktor als Indikator für Teilhabechancen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Eignung und Aussagekraft der verwendeten Datenquellen zur Abbildung der Armut in Deutschland kritisch zu hinterfragen und den Bedarf für methodische Verbesserungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie den vergleichenden Abgleich verschiedener amtlicher und wissenschaftlicher Statistiken wie EU-SILC, Mikrozensus, SOEP und EVS.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Armutsdefinitionen diskutiert, die Messkonzepte vorgestellt und zwei spezifische Indikatoren (Armutsrisikoquote und frühe Schulabgänger) hinsichtlich ihrer Datenbasis und Aussagekraft detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Armutsrisikoquote, relative Armut, multidimensionale Armutsmessung, Datenerhebung und soziale Teilhabe charakterisiert.

Warum wird zwischen dem Mikrozensus, EU-SILC und anderen Statistiken unterschieden?

Die Unterscheidung ist notwendig, da die verschiedenen Quellen unterschiedliche methodische Ansätze und Stichprobengrößen nutzen, was die direkte Vergleichbarkeit der Daten einschränkt und zu verzerrten Ergebnissen führen kann.

Was ist das Problem bei der Verwendung des Begriffs "frühe Schulabgänger"?

Die Problematik liegt darin, dass die Datenerhebung im Mikrozensus keine klare Trennung zwischen beruflicher und privater Weiterbildung vornimmt, was die Aussagekraft über die reale Qualifikation und Teilhabechance einschränkt.

Welches Fazit zieht der Autor zur Armutsmessung in Deutschland?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass sowohl bei der Messmethodik als auch bei der Datengrundlage ein fundamentaler Verbesserungsbedarf besteht, um fundierte und politisch belastbare Aussagen über die Armutssituation treffen zu können.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aktuelle Datengrundlage der Armutssituation in der Bundesrepublik Deutschland
Untertitel
Konzepte, Methoden und Probleme der Armutsmessung in einem Wohlfahrtsstaat am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,7
Autor
Roman Fischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
29
Katalognummer
V170019
ISBN (Buch)
9783640885596
ISBN (eBook)
9783640885923
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Armut Prekariat Armutsgrenze Armutsdefinition relative Armut absolute Armut Armutsrisikoquote frühe Schulabgänger Datenerhebung Datengrundlage SOEP Mikrozensus Sozioökonomisches Panel EVP Einkommens- und Verbrauchstichprobe Leben in Europa EU-SILC Social Inclusion and Living Conditions Wirtschaftspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Roman Fischer (Autor:in), 2010, Aktuelle Datengrundlage der Armutssituation in der Bundesrepublik Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170019
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Leseprobe aus  29  Seiten
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