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Kurt Riezler (J.J. Ruedorffer) „Grundzüge der Weltpolitik in der Gegenwart“ (1913)

International Relations Theory?

Title: Kurt Riezler (J.J. Ruedorffer) „Grundzüge der Weltpolitik in der Gegenwart“ (1913)

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - General and Theories of International Politics

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Summary Excerpt Details

Kurt Riezler veröffentlichte unter dem Pseudonym J.J. Ruedorffer im Jahr 1914 das Werk „Grundzüge der Weltpolitik in der Gegenwart“ welches im Herbst 1913 geschrieben wurde1. Als Vorlage dieser Arbeit dient die 1920 veröffentlichte Ausgabe, welche in ihrem Hauptbestandteil unverändert ist, jedoch um ein Nachwort unter dem Titel „Eine Untersuchung über den gegenwärtigen politischen Weltzustand“ (Sommer 1920) ergänzt wurde.2
Folgt man der allgemeinen Beschreibung Hedley Bulls, wonach unter theory of international politics „[…] the body of general propositions that may be advanced about political relations between states, or more generally about world politics”3 verstanden wird, so kann die These aufgestellt werden, dass Kurt Riezler4 im Herbst 1913 ein (Früh)werk geschaffen hat, welches (sozial)wissenschaftlich gesehen, unter dem Bereich der IB-Theorie subsumiert werden kann.5
Im Folgenden soll ein Katalog aufgestellt werden, mithilfe dessen eben dieser behauptete Charakter bzw. Anspruch „IB-Theorie zu sein“ überprüft wird. Im Zuge des Hausarbeitscharakters und der dadurch begrenzten quantitativen Möglichkeiten, kann es ich bei den zu betrachtenden Faktoren in ihrem Geltungsanspruch nur um sehr subjektive handeln, die aus dem Vergleich mit späteren Theoriegebäuden der IR gewonnen werden. Eine Abarbeitung an diesen Punkten kann das Werk Riezlers jedoch gut systematisieren und seine Kernaussagen für die weitere Diskussion fruchtbar machen.
Im Anschluss soll die Frage beantwortet werden können, ob dem entworfenen Anspruch nach, Kurt Riezler als einer der ersten Theoretiker der internationalen Beziehungen gesehen werden kann?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Relevante Kriterien

2.1. Die Methode

2.2. Menschenbild: Idealismus vs. Realismus

2.3. Akteure und ihre Beziehungen

3. Fazit – Riezler ein IB-Theoretiker?

4. Literatur und Quellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob das 1913 verfasste Werk "Grundzüge der Weltpolitik in der Gegenwart" von Kurt Riezler (publiziert unter dem Pseudonym J.J. Ruedorffer) als ein frühes wissenschaftliches Werk der Theorie der Internationalen Beziehungen (IB-Theorie) eingestuft werden kann. Ziel ist es, Riezlers Systematik und seine Kernaussagen an einem Kriterienkatalog zu messen, um seine historische Rolle innerhalb der Disziplin einzuordnen.

  • Methodische Abgrenzung zwischen historischer und naturwissenschaftlicher Betrachtung
  • Analyse des Menschenbildes in Abgrenzung von Idealismus und Realismus
  • Untersuchung der Rolle von Nationalstaaten als zentrale Akteure
  • Bedeutung der Konstellation und der Gegensätze nationaler versus kosmopolitischer Tendenzen
  • Kritische Würdigung von Riezlers wissenschaftlichem Anspruch vor dem Hintergrund der frühen IB-Theorie

Auszug aus dem Buch

2.2. MENSCHENBILD: IDEALISMUS VS. REALISMUS

Das Verständnis des Menschen an sich stellt oftmals das Fundament der jeweiligen Theoriegebäude dar. Anthropologische Grundannahmen konstituieren bzw. beeinflussen zumindest die Geschichte, die Gegenwart und die potentielle Zukunft des internationalen Systems bzw. der zwischenstaatlichen Politik. Klassisch unterteilt werden kann das Spektrum dabei in die idealistischen und die realistischen Anschauungen vom Menschen und seiner Lernfähigkeit. Die Entstehung von Phasen des Krieges, wie auch den Friedenszyklen fußt dabei auf diesen grundsätzlichen Annahmen.

Diese beiden Ansichten können erneut als Pole gesehen werden, zwischen denen sich weitere Theorien bewegen. Hier ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass auch die pure Ablehnung der konstituierenden Bedeutung des Menschenbildes genutzt wird, um eine Theorie aufzubauen. Somit kann auch die Frage nach der Relevanz der Verfasstheit des Menschen ausschlaggebend für die Konstruktion sein. Demnach muss die Herangehensweise in der Art korrigiert werden, dass nicht nur der Inhalt des Menschenverständnisses ausschlaggebend ist, sondern auch seine relative Bedeutung klar postuliert werden muss. Dies wird gerade an dem Punkt augenscheinlich, an dem (vermeintliche) Zusammenhänge der zwischenmenschlichen Beziehungen auf die Staatenwelt projiziert werden.

Der idealistischen Vorstellung entspricht dabei der Grundgedanke der kantschen Aufklärung. Der Mensch ist von Natur aus gut, friedliebend und solidarisch – im Kern ein vernunftbegabtes Wesen, welches rational handelt, dabei lernfähig ist und somit durch Aufklärung und Erziehung positiv beeinflussbar ist und dem Fortschritt als Mitglied einer Gemeinschaft positiv gegenüber steht. Frieden – als Sinnbild des Vernünftigen und Guten in der internationalen Politik – ist dabei nicht automatisch das Ergebnis, seine potentielle Verfehlung wird jedoch mit einem falschen Bewusstsein, der Verführung durch schlechte Politiker, etc. begründet.

Der Gegenentwurf, das realistische Bild des Menschen postuliert hingegen die Tatsache, dass das menschliche Verhalten nicht änderbar ist. Es besteht eine stetige Bereitschaft zur Sünde (St. Augustin), die Leidenschat überlagert oft die Vernunft (Spinoza) und die menschliche Psyche ist bestimmt durch die Gier (nach Macht) (Morgenthau). Die menschliche Natur ist feststehend, politische Unzulänglichkeiten resultieren aus der Fehlerhaftigkeit der menschlichen Natur.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Werkes von Kurt Riezler und Definition des Untersuchungsrahmens zur Überprüfung des IB-Theorie-Anspruchs.

2. Relevante Kriterien: Definition eines Kriterienkatalogs, der Methoden, Menschenbilder und Akteursdefinitionen als Basis für die Theoriebewertung heranzieht.

2.1. Die Methode: Diskussion über Riezlers methodisches Vorgehen im Spannungsfeld zwischen historischer Betrachtung und naturwissenschaftlichem Erklären.

2.2. Menschenbild: Idealismus vs. Realismus: Analyse der anthropologischen Grundannahmen bei Riezler und deren Einordnung zwischen idealistischen und realistischen Polen.

2.3. Akteure und ihre Beziehungen: Betrachtung des Nationalstaates als primärem Akteur und der Dynamik zwischen nationalen und kosmopolitischen Tendenzen.

3. Fazit – Riezler ein IB-Theoretiker?: Abschließende Bewertung von Riezlers Beitrag zur Meta-Theorie und Begründung seiner theoretischen Relevanz trotz seiner geringen zeitgenössischen Rezeption.

4. Literatur und Quellen: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen für diese Untersuchung.

Schlüsselwörter

Kurt Riezler, J.J. Ruedorffer, Internationale Beziehungen, IB-Theorie, Realismus, Idealismus, Weltpolitik, Nationalstaat, Methodenstreit, Konstellation, Kosmopolitismus, Anthropologie, Politische Theorie, Machtpolitik, Systematik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das 1913 erschienene Werk „Grundzüge der Weltpolitik in der Gegenwart“ von Kurt Riezler daraufhin, ob es wissenschaftlich als frühe Theorie der Internationalen Beziehungen klassifiziert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die methodische Herangehensweise des Autors, sein Menschenbild, die Akteursdefinition des Nationalstaats und die Interaktion zwischen nationalen und kosmopolitischen Interessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob Kurt Riezler als einer der ersten Theoretiker der internationalen Beziehungen betrachtet werden kann, indem sein Werk an heutigen theoretischen Standards gemessen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit erstellt einen Kriterienkatalog, um Riezlers Werk zu systematisieren und die Kernaussagen mit späteren Theoriegebäuden der Internationalen Beziehungen zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Grundlegung, die anthropologische Debatte (Idealismus vs. Realismus) sowie die Analyse der staatlichen Akteure und deren weltpolitische Interaktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Riezler, IB-Theorie, Realismus, Idealismus, Nationalstaat, Weltpolitik und methodischer Anspruch.

Wie bewertet der Autor Riezlers Zuordnung zu bestehenden Theorieschulen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Riezler keiner heute etablierten Theorieschule eindeutig zuzuordnen ist, er sich jedoch im Bereich der Meta-Theorie bewegt, da er grundlegende Debatten der Disziplin bereits vor deren Institutionalisierung antizipierte.

Warum wird Riezler in der zeitgenössischen Literatur kaum als IB-Theoretiker erwähnt?

Der Autor führt dies auf die Enttäuschung Riezlers über den Ersten Weltkrieg und seine anschließende Zurückhaltung bei theoretischen Publikationen sowie auf eine spätere wissenschaftliche Debatte zurück, die sich primär auf seine Tagebücher und die Frage der Kriegsschuld konzentrierte.

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Details

Title
Kurt Riezler (J.J. Ruedorffer) „Grundzüge der Weltpolitik in der Gegenwart“ (1913)
Subtitle
International Relations Theory?
College
University of Leipzig
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V170014
ISBN (Book)
9783640885442
ISBN (eBook)
9783640885893
Language
German
Tags
Theorien der internationalen Beziehungen IB Theorie IB Theory Kurt Riezler J.J. Ruedorffer Ruedorffer Internationale Beziehungen Theorie der Internationalen Beziehungen Realismus Idealismus Erster Weltkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2008, Kurt Riezler (J.J. Ruedorffer) „Grundzüge der Weltpolitik in der Gegenwart“ (1913), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170014
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