Diese Facharbeit ist im Rahmen einer schriftlichen Leistung am Carl-Severing-Berufskolleg im Fach Volkswirtschaftslehre entstanden.
Sie ist so geschrieben, dass sie für alle Schüler verständlich ist. Daher erkläre ich die Theorie von Grund auf und beschränke mich auf das „Stammmodell“, da eine Differenzierung zwischen dem Modell von Hicks und Keynes den vereinbarten Rahmen dieser Facharbeit überschreiten würde.
Zu Beginn erkläre ich kurz, welche Rolle Sir Hicks zum IS-LM-Modell beigetragen hat.
Danach werde ich die Prämissen erklären, die für die ganze Facharbeit gelten.
Anschließend werde ich die Bestandteile von IS und LM erklären, sodass das Marktgleichgewicht ausgehend vom Gleichgewicht des Gütermarkts und vom Gleichgewicht des Geldmarkts berechnet werden kann.
Folgend erkläre ich IS-LM-Modell, stelle es in einem Diagramm dar und zeige, wie man es mathematisch berechnet. Zuletzt stelle ich noch einige Probleme vor, die auftreten können, wenn sich Punkte von den Kurven entfernen und wie dann vorzugehen ist.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG:
ROLLE VON SIR HICKS:
PRÄMISSEN:
IS-KURVE:
LM-KURVE:
IS-LM-MODELL:
FAZIT:
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die Facharbeit bietet eine grundlegende, für Schüler verständliche Einführung in das IS-LM-Modell. Ziel ist es, die theoretischen Zusammenhänge von Güter- und Geldmarkt aufzuzeigen, das Modell grafisch herzuleiten, mathematisch zu berechnen und die Reaktionen bei Abweichungen vom gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht zu analysieren.
- Historische Einordnung des Modells durch Sir Hicks
- Darstellung der ökonomischen Prämissen und Annahmen
- Ableitung und Bedeutung der IS-Kurve (Gütermarktgleichgewicht)
- Konstruktion und Funktionsweise der LM-Kurve (Geldmarktgleichgewicht)
- Mathematische Modellierung und Analyse von Ungleichgewichtszuständen
Auszug aus dem Buch
Rolle von Sir Hicks:
„Ich kann nicht bestreiten, eine gewisse Verantwortung für das IS-LM-Diagramm zu tragen, das in weiten Kreisen, wenn auch nicht überall, als eine geeignete Synopse der Keynesianischen Theorie gilt. Es wurde das erste Mal in meinem Artikel „Mr Keynes and the Classics“ (1937) veröffentlicht, der nur acht Monate nach der Publikation der General Theorie (Keynes 1936), für eine Tagung der Economic Society in Oxford im September 1936 geschrieben wurde […]. Und dies ist nicht meine einzige Beziehung zu dem Diagramm; ich benutzte es in einigen Kapiteln (11-12) meines Buches The Trade Cycle (1950) und in einem Artikel, der unter der Überschrift „The Classics Again“ in meinem Critical Essays (1967) erschien. Jedoch habe ich nie verschwiegen, daß ich selbst im Laufe der Zeit mit dem IS-LM-Diagramm unzufrieden geworden bin. […] In meiner Rekonstruktion der Keynesianischen Theorie, die ich etwa zur gleichen Zeit veröffentlichte (1974), ist es nicht zu finden.“
Jedoch hatte Sir Hicks bereits zwei Artikel über das dynamische Modell veröffentlicht, bevor er die General Theorie von Keynes las. Daher lässt sich herleiten, dass er das Modell bereits im Kopf hatte, bevor es von Keynes veröffentlicht wurde.
Es gibt allerdings zwei nicht unwesentliche Unterschiede zum Modell von Keynes. Der erste Unterschied ist, dass Sir Hicks ein Flexpreismodell verwendet. Bei diesem sind alle Preise flexibel und es herrscht vollkommende Konkurrenz. Der Nachteil dieser Annahme ist jedoch, dass hier immer Vollbeschäftigung herrscht. Bei Keynes hingegen ist die Höhe des Geldlohnes exogen und damit ist auch eine Unterbeschäftigung möglich.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Einführung in den Kontext der Facharbeit am Carl-Severing-Berufskolleg und Vorstellung der methodischen Vorgehensweise zur Analyse des IS-LM-Stammmodells.
ROLLE VON SIR HICKS: Diskussion der Entstehung des IS-LM-Diagramms durch Sir Hicks sowie Gegenüberstellung der Unterschiede zwischen dem Modell von Hicks und Keynes.
PRÄMISSEN: Festlegung der grundlegenden Annahmen wie das partielle Gleichgewicht, die geschlossene Wirtschaft ohne Außenhandel und die fehlende Kapazitätsänderung.
IS-KURVE: Erklärung der Gleichgewichtsbedingungen auf dem Gütermarkt durch die Übereinstimmung von geplantem Sparen und geplanten Investitionen.
LM-KURVE: Analyse des Geldmarktgleichgewichts durch die Betrachtung von Transaktions- und Spekulationskasse unter Berücksichtigung des Zinsniveaus.
IS-LM-MODELL: Synthese von Güter- und Geldmarkt in einem gemeinsamen Diagramm sowie die mathematische Herleitung des simultanen Gleichgewichts von Zins und Einkommen.
FAZIT: Kritische Würdigung des Modells hinsichtlich seiner theoretischen Nützlichkeit gegenüber seiner begrenzten praktischen Anwendbarkeit durch starre Prämissen.
Schlüsselwörter
IS-LM-Modell, Gütermarkt, Geldmarkt, Zinssatz, Einkommen, Sir Hicks, Keynesianische Theorie, Transaktionskasse, Spekulationskasse, Investitionen, Sparen, Gleichgewicht, Liquiditätsfalle, Volkswirtschaftslehre, Makroökonomie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit?
Die Arbeit analysiert das IS-LM-Modell als zentrales Instrument der Makroökonomie, um Zusammenhänge zwischen Zinssatz und Einkommen zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Märkte für Güter, Geld und Wertpapiere sowie deren wechselseitige Abhängigkeiten im Modellkontext.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses für die grafische Ableitung und mathematische Berechnung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine modelltheoretische Analyse durchgeführt, die theoretische Grundlagen mit grafischen Diagrammen und mathematischen Formeln kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der IS-Kurve, der LM-Kurve und deren Zusammenführung zum IS-LM-Modell samt Analyse von Ungleichgewichtspunkten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind IS-Kurve, LM-Kurve, Geldnachfrage, Investitionsfunktion und Gleichgewicht.
Warum unterscheidet Hicks zwischen einem Flexpreismodell und Keynes?
Hicks nutzt ein Flexpreismodell zur theoretischen Vereinfachung, während bei Keynes exogene Geldlöhne eine Unterbeschäftigung zulassen.
Wie reagiert das Modell auf Ungleichgewichte?
Das Modell zeigt, dass Wirtschaftssubjekte durch Anpassungen der Produktion oder Reaktionen auf dem Geldmarkt versuchen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
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- Sebastian Löbbert (Author), 2010, Das IS-LM-Modell - Analyse mit Grafik und Rechenweg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169984