In einer Welt, die von immer komplexeren sozialen Strukturen geprägt ist, werfen Konzepte wie die „totale Institution" von Erving Goffman und das „Panopticon“ von Michel Foucault einen faszinierenden Blickwinkel auf die Mechanismen der Macht und Kontrolle. Dabei definierte Goffman totale Institutionen als geschlossene Umgebungen, in denen Individuen einem strengen Regelwerk und einer vollständigen Kontrolle unterliegen, wodurch ihre Identität und Autonomie in hohem Maße eingeschränkt werden. Foucault hob das Panopticon als eine Form beziehungsweise einen Entwurf der sozialen Überwachung hervor, bei der Individuen das Gefühl haben, permanent beobachtet zu werden, selbst wenn sie tatsächlich nicht überwacht werden. Diese Konzepte finden eine besonders relevante Anwendung im heutigen Überwachungsstaat China, wo Technologie und autoritäre Kontrolle in einem gravierenden Ausmaß verschmelzen. Resultierend daraus wird in diesem Essay angestrebt die Fragestellung „Welche Gemeinsamkeiten lassen sich ausgehend vom Panopticon-Konzept (Foucault) beziehungsweise von den totalen Institutionen (Goffman) im Überwachungskonzept von China wiederfinden?“ zu beantworten.
Der Essay lässt sich weiterführend in zwei Sinnabschnitte gliedern: Im ersten Abschnitt werden die totalen Institutionen und das Panopticon erläutert. Im darauffolgenden Sinnabschnitt erfolgt eine Verknüpfung mit dem heutigen chinesischen Überwachungskonzept. Das abschließende Fazit resümiert die vorausgegangenen Überlegungen und Resultate, um die Ausgangsfragestellung beantworten zu können und mögliche offene Fragen zu benennen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2024, Gemeinsamkeiten vom Panopticon-Konzept (Foucault) und totale Institutionen (Goffman) im Überwachungskonzept von China, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1699520