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Inhaltsanalytischer Vergleich japanischer Zeichentrickserien im japanischen und deutschen Fernsehen

Titel: Inhaltsanalytischer Vergleich japanischer Zeichentrickserien im japanischen und deutschen Fernsehen

Bachelorarbeit , 2010 , 139 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sabrina Flechtner (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Bachelorarbeit setzt sich mit unterschiedlichen Versionen von denselben japanischen Zeichentrickserien, am Beispiel von Naruto und Dragonball, in Deutschland und Japan auseinander. Ziel ist es, länderabhängige Unterschiede bei den Publikationen herauszufinden und sie zu Begründen. Die Versionen der Anime werden inhaltsanalytisch auf Abweichungen von verschiedenen Merkmalsausprägungen verglichen. Diese Merkmalsausprägungen sind Handlungsabläufe, Vor- und Abspänne, Sendeplätze, Dialoge, Gewaltdarstellungen und sexuelle Inhalte. Ferner wird Im Zuge der Untersuchung die deutsche und japanische Geschichte des Zeichentricks umrissen. Es können somit historische und kulturelle Gründe für eine unterschiedliche Ausstrahlung herausgearbeitet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Untersuchungsleitfaden

2. Japan und sein Anime

2.1. Geschichte der Anime

2.2. Japans Zeichentrick im Vergleich

3. Zeichentrick in Deutschland

3.1. Deutscher Markt

3.2. Der Zeichentrick als Kindergenre

4. Die Methoden zur Untersuchung

4.1. Inhaltsanalyse

4.2. Der Vergleich

5. Inhaltsanalyse und Vergleich von japanischen original Anime-Fassungen zu den in Deutschland ausgestrahlten

5.1. Die Fallbeispiele und eine Begründung zu ihrer Wahl

5.2. 1. Fallbeispiel: Die TV-Serie Dragonball

5.2.1. Dragonball in Japan und Deutschland: Was unterscheidet sich?

5.3. 2. Fallbeispiel: Die TV-Serie Naruto

5.3.1. Naruto in Japan und Deutschland: Was unterscheidet sich?

6. Auswertung der Ergebnisse

6.1. Beantwortung der Forschungsfragen

7. Prüfung der These

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht in der Untersuchung der kulturellen und länderabhängigen Unterschiede zwischen japanischen Anime und deren für das deutsche Fernsehen adaptierten Fassungen. Anhand der Analyse von Inhalten, Schnitten und der soziokulturellen Einordnung wird die Forschungsfrage beantwortet, inwiefern und warum diese Anpassungen vorgenommen werden und welche Rückschlüsse dies auf die Stellung des Zeichentricks in der deutschen Gesellschaft zulässt.

  • Analyse der Geschichte und Marktstruktur von Anime in Japan und Deutschland
  • Methodische Untersuchung mittels Inhaltsanalyse und systematischem Vergleich
  • Fallbeispielbasierte Analyse der Serien Dragonball und Naruto
  • Untersuchung von Merkmalsausprägungen wie Gewalt, Sprache und sexuellen Inhalten
  • Bewertung soziokultureller Einflussfaktoren auf die Programmgestaltung

Auszug aus dem Buch

2.2. Japans Zeichentrick im Vergleich

Damit den Interessen des jüngeren Publikums genauso wie denen des älteren gerecht wird, liegt der japanische Anime in seiner Produktion und in seinen Eigenschaften nahe an Realfilmen. Um die daraus resultierende Genrevielfalt zu erläutern wird nachfolgend eine kurze Gegenüberstellung der japanischen Anime zu der Produktionsweise und den Eigenschaften von westlichen Zeichentrickserien durchgeführt.

Das Hauptaugenmerk vom westlichen Zeichentrickfilm liegt auf der Erzählung der Geschichte (Bicheler 2004, 82). Die handelnden Figuren sind durchweg von rein gutem oder rein schlechtem Charakter. Im Ablauf der Geschichte durchläuft der Hauptcharakter meistens keine tiefgründige Katharsis. Vielmehr lernt er eine moralische Lektion, welche gleichzeitig auch die moralische Botschaft des Films an sich ist. Folgend werden einige Beispiele vermittelter Verhaltensregeln in Disney Filmen genannt: Übernehme Verantwortung (König der Löwen), Stell dich deiner Angst (Bernhard und Bianca), du sollst nicht lügen (Pinocchio), traue keinen Fremden (Schneewittchen).

Der Antagonist als böser Charakter entwickelt sich in Zeichentrickfilmen dieser Art nicht. Der Held bleibt zur Erreichung seines Ziels mit seinen Handlungen stets „gut“. Das typische Ende eines westlichen Zeichentrickfilms ist ein Sieg des Helden über das Böse und die Erfüllung seiner Wünsche (Bicheler 2004, 85).

Klassische, westliche Zeichentrickserien äußern sich durch den abenteuerlichen und stetig wiederkehrenden Sieg des Guten über das vermeintlich Böse. Wobei der Sieg des Protagonisten über das Böse vielmehr der Gewinn eines Spiels gegen den Antagonisten ist, welcher keinen abgrundtief bösen Charakter besitzt, wie zum Beispiel in der Zeichentrickproduktion „Tom und Jerry“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Untersuchungsleitfaden: Dieses Kapitel führt in die zugrunde liegende These der Arbeit ein, dass kulturelle Unterschiede in Deutschland und Japan zu inhaltlichen Abweichungen in Zeichentrickserien führen, und definiert die entsprechenden Forschungsfragen.

2. Japan und sein Anime: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Anime-Entwicklung in Japan, beleuchtet die gesellschaftliche Stellung und kontrastiert die westliche Erzählweise mit den Eigenschaften des japanischen Animes.

3. Zeichentrick in Deutschland: Es wird die historische Entwicklung des deutschen Zeichentrickmarktes sowie die zunehmende Etablierung des Genres als Kinderprogramm dargestellt.

4. Die Methoden zur Untersuchung: Hier werden die angewandten empirischen Methoden, insbesondere die Inhaltsanalyse mittels Serienprotokollen und der Vergleich als Analyseinstrument, detailliert erläutert.

5. Inhaltsanalyse und Vergleich von japanischen original Anime-Fassungen zu den in Deutschland ausgestrahlten: Dieser zentrale Teil der Arbeit untersucht anhand der Fallbeispiele Dragonball und Naruto systematisch Unterschiede in Handlungssträngen, Sendeplätzen, Intros, Dialogen sowie bei Gewalt- und Sexualdarstellungen.

6. Auswertung der Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Analysen werden hier zusammengeführt, um die Forschungsfragen zu beantworten und erste soziokulturelle Schlussfolgerungen zu ziehen.

7. Prüfung der These: Basierend auf den Ergebnissen wird die eingangs aufgestellte These einer eingehenden Prüfung unterzogen und ihre Anwendbarkeit diskutiert.

8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer knappen Rekapitulation der wichtigsten Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Anime, Japan, Deutschland, Zeichentrick, Inhaltsanalyse, Vergleich, Dragonball, Naruto, Fernsehen, Zensur, Jugendschutz, Handlungsstränge, Gewalt, Sexualität, Medienprodukt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den inhaltlichen und strukturellen Unterschieden zwischen den japanischen Originalversionen bekannter Zeichentrickserien und deren für das deutsche Fernsehen bearbeiteten Fassungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Das Spektrum reicht von der Geschichte des Zeichentricks in Japan und Deutschland über die Darstellung von Gewalt und Sexualität bis hin zur medienwirtschaftlichen Vermarktung und Zensurpraxis der Sender.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass kulturelle Unterschiede dazu führen, dass dieselben Serien in verschiedenen Ländern unterschiedliche Inhalte vermitteln, und dies wissenschaftlich zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode der Inhaltsanalyse, wobei spezifische Serienprotokolle erstellt werden, um Sequenzen auf verschiedenen Ebenen (Text, Bild, Ton) direkt miteinander zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Serien Dragonball und Naruto als Fallbeispiele herangezogen, um konkret aufzuzeigen, an welchen Stellen Eingriffe durch Zensur oder Bearbeitung stattfinden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Anime, Zensur, Inhaltsanalyse, interkultureller Vergleich und medienwirtschaftliche Programmanpassung sind die zentralen Begriffe.

Warum weichen die deutschen Fassungen oft vom japanischen Original ab?

Die Anpassungen erfolgen vorrangig, um die Serien an den deutschen Jugendschutz und die redaktionellen Vorstellungen für ein Kinderprogramm anzupassen, da diese in Deutschland primär als Kindergenre rezipiert werden.

Welche Rolle spielt die unterschiedliche Zielgruppendefinition?

Während Anime in Japan oft ein breites Publikum inklusive Erwachsener ansprechen, werden sie in Deutschland zensiert und auf Sendeplätzen für Kinder ausgestrahlt, was zu einer massiven inhaltlichen Modellierung führt.

Was zeigt der Vergleich bezüglich der Gewaltdarstellungen?

Der Vergleich verdeutlicht, dass visuelle Gewalt in Deutschland häufig retuschiert oder herausgeschnitten wird, wobei die Schnittquote bei neueren Produktionen wie Naruto deutlich höher ausfällt als bei älteren wie Dragonball.

Ende der Leseprobe aus 139 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inhaltsanalytischer Vergleich japanischer Zeichentrickserien im japanischen und deutschen Fernsehen
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Veranstaltung
angewandte Medienwirtschaft
Note
1,0
Autor
Sabrina Flechtner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
139
Katalognummer
V169930
ISBN (Buch)
9783640884414
ISBN (eBook)
9783640884605
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Japan Anime Zeichentrick Medien Fernsehen Kinder Manga
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Flechtner (Autor:in), 2010, Inhaltsanalytischer Vergleich japanischer Zeichentrickserien im japanischen und deutschen Fernsehen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169930
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Leseprobe aus  139  Seiten
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