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Sprachliche Besonderheiten der Fußballberichterstattung

Eine lexikalische Analyse anhand von ausgewählten Zeitungsberichten

Title: Sprachliche Besonderheiten der Fußballberichterstattung

Bachelor Thesis , 2010 , 49 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christopher Deeken (Author)

German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics

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Summary Excerpt Details

„ Das nächste Spiel ist immer das schwerste“, „Es ist dann Abseits, wenn der Schiri pfeift“, „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ oder „Ein Spiel dauert 90 Minuten“. Jedem, der sich ein wenig für Fußball interessiert, werden diese Phrasen bekannt sein. Mittlerweile haben viele dieser Sprüche sogar Kultstatus erreicht, nicht zuletzt gefördert durch die Fußball-Talkrunde „Doppelpass“ im Deutschen Sport Fernsehen (DSF), in der die Gäste für jede verwendete Phrase drei Euro ins so genannte „Phrasenschwein“ einzahlen müssen.
Allein diese Ausführungen belegen, dass zwischen der Sportart Fußball und der deutschen Sprache ein unverkennbarer Zusammenhang besteht. In besonderer Weise gilt dies für die Sprache der Fußballberichterstattung, die aus linguistischer Perspektive vor allem deshalb interessant ist, weil sich in ihr nicht nur unterschiedlichste Sprachstile zu einer Sprachschicht verbinden, sondern sie auch großen Beitrag zur Weiterentwicklung der Fußballsprache leistet.
Angesichts dieser sprachwissenschaftlichen Relevanz unternimmt die vorliegende Bachelorarbeit den Versuch, die spezielle Sprache der Fußballberichterstattung in Tageszeitungen zu erfassen und zu analysieren. Vorab soll jedoch im ersten Teil der Arbeit die Fußballsprache allgemein in den Blick genommen werden. So wird zunächst dargestellt, was unter dem Terminus „Fußballsprache“ eigentlich zu verstehen ist und aus welchen verschiedenen Sprachstilen sich diese zusammensetzt. Hieran schließt sich ein Exkurs an, welcher der nicht leicht zu beantwortenden Frage nachgeht, ob die Fußballsprache der Fach- oder Sondersprache zuzurechnen ist. Der nächste Punkt gibt einen Überblick über die Anfänge der Fußballsprache und nimmt dabei auch auf die Bedeutung der Fußballberichterstattung für ihre weitere Entwicklung Bezug.
Die Darstellung der Entwicklung der Fußballberichterstattung in der Presse bildet den Auftakt für den zweiten Teil dieser Arbeit, die sich unter lexikalischen Gesichtspunkten mit der Sprache der Fußballberichterstattung in den Print-Medien beschäftigt. . Hierin werden zunächst allgemeine Merkmale dieser Sprachschicht aufgeführt, bevor in einem weiterführenden Schritt der Fokus auf ihre spezielleren Eigenschaften gelegt wird. Die darin häufig implizit geäußerte Kritik soll danach durch eine kurze Zusammenfassung der Arbeitsbedingungen eines Fußballjournalisten ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Fußballsprache allgemein

2.1 Fußballsprache: Sammelbegriff für drei Teilsprachen

2.2 Exkurs: Fachsprache oder Sondersprache

2.3 Die Entwicklung der Fußballsprache

2.3.1 Die Anfänge

2.3.2 Bedeutung Kochs für die Fußballsprache

2.3.3 Bedeutung der Fußballberichterstattung für die weitere Entwicklung

3. Die Sprache der Fußballberichterstattung in der Presse

3.1 Die Anfänge der Fußballberichterstattung

3.2 Die Zäsur: Radio und Fernsehen als neue „Konkurrenten“

3.3 Allgemeine Merkmale

3.3.1 Das Prinzip der Antonomasie

3.3.2 Tabellensprache, Positionssprache, Spielsprache

3.4 Weitere spezifische Merkmale und Kritik

3.4.1 Emotionalität

3.4.2 Wertungen, Superlative, Hyperbolik

3.4.3 Wortfeld Krieg/Kampf

3.4.4 Weitere bevorzugte Wortfelder

3.4.5 Wortfeld Leistung/Technik

3.4.6 Wortfeld Spiel/Musik/Bühne

3.4.7 Phraseologismen

3.4.8 Fremdwörter

3.5 Arbeitsbedingungen des Fußballjournalisten

4. Die Analyse

4.1 Einleitende Überlegungen

4.2 Das Wortfeld Emotion

4.3 Wertungen, Superlative, Euphemismus

4.4 Wortfelder Krieg/Kampf, Leistung/Technik, Musik/Bühne

4.5 Phraseologismen, Namensspielchen, Ad-hoc-Bildungen

4.6 Anglizismen und andere Fremdwörter

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht aus einer linguistischen Perspektive die spezifische Sprache der Fußballberichterstattung in deutschen Tageszeitungen. Das primäre Ziel ist es, die lexikalischen Besonderheiten, wie den Einsatz von Metaphern, emotionalen Ausdrücken und Phraseologismen, zu erfassen und anhand eines ausgewählten Korpus aus verschiedenen Zeitungstypen (Boulevard, Lokalpresse, Fachzeitschrift) zu analysieren.

  • Lexikalische Analyse der Fußballberichterstattung in Printmedien
  • Untersuchung der metaphorischen Wortfelder (Krieg/Kampf, Leistung/Technik, Musik/Bühne)
  • Evaluierung der journalistischen Arbeitsbedingungen und deren Einfluss auf die Sprachwahl
  • Vergleich der Sprachstile verschiedener Medientypen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Verwendung von Anglizismen und Phraseologismen

Auszug aus dem Buch

3.4.3 Wortfeld Krieg/Kampf

Wie bereits beschrieben gehört es zum Wesen des Sportjournalisten, immer auf der Suche ist nach Umschreibungen, Präzisierungen und Variierungen des Fußballwortschatzes zu sein, um seinen Text sowohl pointierter als auch abwechslungsreicher gestalten zu können. Bevorzugt bedient er sich dabei dem Stilmittel der Metapher. Von zentraler Bedeutung ist hierbei das Schöpfen aus der Kriegs und Kampfsprache. Was auf den ersten Blick Stirnrunzeln hervorrufen könnte, erschließt sich, wenn man sich die Gemeinsamkeiten zwischen einem Fußballspiel und einer Feldschlacht vor Augen führt:

„Zwei Parteien stellen sich auf einem Feld zum Kampfe auf und treten, angeführt von einem Spielführer, mit dem erklärten […] Ziel an, den Gegner zu besiegen, zu schlagen; man spielt nicht mit einer anderen Mannschaft, sondern spielt, kämpft gegen den Gegner. Die Aufstellung der Mannschaft erfolgt nach einem ausgeklügelten Plan […]: Verteidigung des eigenen Bereichs: die Defensive, Angriff auf den gegnerischen Bereich: die Offensive“ (Dankert 1969, S.122f.).

Neben diese prinzipiellen Ähnlichkeiten zwischen Militär und Fußball ist aber auch der vom militärischen Bewusstsein geprägte Entstehungszeitraum des modernen Fußballspiels als Grund dafür zu sehen, warum eine Vielzahl von Fußballfachwörtern ihren Ursprung in der Militärsprache hat. Zur Verdeutlichung lassen sich Wörter wie Schütze, Taktik oder auch Schuss anführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die enge Verbindung zwischen Fußball und deutscher Sprache ein und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Sprache der Fußballberichterstattung linguistisch zu analysieren.

2. Die Fußballsprache allgemein: Dieses Kapitel definiert die Fußballsprache als ein flexibles Konstrukt aus Fachsprache, Jargon und Berichterstattung und diskutiert die schwierige Einordnung zwischen Fach- und Sondersprache.

3. Die Sprache der Fußballberichterstattung in der Presse: Es werden die historischen Anfänge der Berichterstattung sowie die Auswirkungen neuer Medien wie Radio und Fernsehen beleuchtet und allgemeine Merkmale wie Metaphorik und Antonomasie erläutert.

4. Die Analyse: Im Hauptteil wird die Sprache in drei Zeitungen mittels der zuvor aufgestellten Thesen stichprobenartig untersucht, wobei Wortfelder und die Verwendung von Anglizismen und Phrasen verglichen werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont, dass die Fußballsprache eine hochrelevante Sprachvarietät darstellt, deren Untersuchung trotz der Kritik an der journalistischen Wortwahl wissenschaftlich wertvoll ist.

Schlüsselwörter

Fußballsprache, Fußballberichterstattung, Sportjournalismus, Metaphorik, Lexikalische Analyse, Sondersprache, Krieg/Kampf-Metapher, Phraseologismen, Anglizismen, Medienanalyse, Antonomasie, Wortfelder, Sprachvarietät, Fußballjargon, Printmedien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sprachlichen Besonderheiten der Fußballberichterstattung in der deutschen Presse unter linguistischen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition der Fußballsprache, die metaphorische Gestaltung durch spezifische Wortfelder, die Verwendung von Phraseologismen sowie den Einfluss der Arbeitsbedingungen auf den Journalistenstil.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifizierung und Überprüfung lexikalischer Merkmale der Fußballberichterstattung durch eine stichprobenartige Analyse von drei unterschiedlichen Zeitungstypen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine korpusbasierte, qualitative Analyse angewandt, um die in der Fachliteratur identifizierten Merkmale an aktuellem Zeitungsmaterial zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Analyse von Wortfeldern (Emotion, Krieg, Technik, Musik) und der Verwendung von Fremdwörtern sowie Klischees in der Berichterstattung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Fußballsprache, Metaphorik, Sportjournalismus, lexikalische Analyse und Sprachvarietät.

Wie unterscheidet sich die Sprache von Boulevard-Zeitungen von der eines Fachmagazins?

Die Arbeit zeigt, dass die Bild-Zeitung ein stärker auf Krieg/Kampf-Metaphorik konzentriertes, aggressiveres Vokabular nutzt, während Fachpublikationen oder Lokalzeitungen teils maßvollere oder andere Bildfelder verwenden.

Welche Rolle spielen die Arbeitsbedingungen des Fußballjournalisten?

Die Arbeit stellt fest, dass enormer Zeitdruck und wirtschaftliche Zwänge zur Verwendung von gebrauchsfertigen Floskeln und Klischees führen, was die Tendenz zur sprachlichen Monotonie erklärt.

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Details

Title
Sprachliche Besonderheiten der Fußballberichterstattung
Subtitle
Eine lexikalische Analyse anhand von ausgewählten Zeitungsberichten
College
University of Münster  (Germanistisches Institut)
Grade
1,7
Author
Christopher Deeken (Author)
Publication Year
2010
Pages
49
Catalog Number
V169846
ISBN (Book)
9783640883479
ISBN (eBook)
9783640883738
Language
German
Tags
sprachliche besonderheiten fußballberichterstattung eine analyse zeitungsberichten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Deeken (Author), 2010, Sprachliche Besonderheiten der Fußballberichterstattung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169846
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