1. Einleitung
Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Der Exorzismus“ beschäftigt sich mit dem Thema Exorzismus und Besessenheit von seinen Anfängen bis in die heutige Zeit. Das Thema ist demzufolge sehr aktuell, da Exorzismen für viele Menschen auf der Welt real und somit existent sind. Es ist jedoch so, dass durch die Aufklärung und den medizinischen Fortschritt das Praktizieren der Exorzismen eher abgeflacht ist. Trotz allem bleibt der Exorzismus von der katholischen Kirche anerkannt.
Diese Hausarbeit soll eine grobe Einführung in das Thema ermöglichen sowie das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten. Sie soll der Anregung dienen, sich mit dem Thema Exorzismus kritisch auseinanderzusetzen und die Schwierigkeiten einer genauen Krankheitsanalyse aufzeigen und so von einem voreiligen Urteil in Bezug auf die Symptome abraten.
Als erstes soll geklärt werden, was nun Exorzismus und Besessenheit eigentlich bedeuten und wie die beiden Begriffe von verschiedenen Kulturen definiert und verstanden werden. Die Sicht und die Stellung der katholischen Kirche zu diesem Thema wird beifolgend kurz vorgestellt. Der Begriff Besessenheit hängt unmittelbar mit dem Exorzismus zusammen und soll in seinen positiven und negativen Komponenten aufgeführt werden.
Nach der Klärung des einleitenden Themas des Exorzismus und der Besessenheit muss natürlich verdeutlicht werden, von wem oder was man besessen wird und welchen Einfluss der Besetzer auf einen Besessen hat. Diese Fragen werden in Abschnitt 3.3. Das Böse in Gestalt des Teufels explizit erläutert. Im Abschnitt 4. Geschichtlicher Abriss werden die Anfänge des Exorzismus und das Ritual Romanum verdeutlicht und ausgeweitet sowie ein Bezug auf die Hexenverfolgung vorgenommen. Als nächstes muss klar gemacht werden, welche Symptome eine Besessenheit vorzuweisen haben und ob diese Symptome sich nicht mit der medizinischen Betrachtungsweise und deren Krankheitsbildern überschneiden. Die Sicht der Wissenschaft ist daher ein wichtiger Aspekt, um die Hausarbeit objektiv und aus verschiedenen Blickwinkeln vorzustellen. Die Hausarbeit wird abgerundet mit einem bekannten Beispiel eines misslungen Exorzismus aus Deutschland und soll als ein realistischer Fall die Intension der Hausarbeit verdeutlichen.................
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung und Bedeutung
2.1. Der Begriff „Exorzismus“
2.2. Was ist Besessenheit
2.3. Das Böse in Gestalt des Teufels
3. Geschichtlicher Abriss
3.1. Die Anfänge und das Rituale Romanum
4. Symptome
5. Die Sicht der Wissenschaft
5.1. Psychiatrische und medizinische Aspekte
6. Verlauf eines Exorzismus
6.1. Vorgang der Besessenheit und Exorzismus
6.2. Die einzelnen Stadien von der Besessenheit zum Exorzismus
7. Exorzismus in Deutschland
7.1. Der Fall Klingenberg
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Phänomen Exorzismus und Besessenheit von seinen historischen Anfängen bis zur heutigen Zeit zu beleuchten. Dabei soll ein grundlegendes Verständnis für die Begriffe geschaffen und die kritische Schnittstelle zwischen religiösen Weltbildern und psychiatrisch-medizinischen Erklärungsmodellen untersucht werden, um die Komplexität dieser Thematik objektiv darzustellen.
- Historische Einordnung des Exorzismus und die Rolle des Rituale Romanum.
- Definition von Besessenheit und das Verständnis des "Bösen" in verschiedenen Kulturen.
- Medizinische und psychiatrische Perspektiven auf Symptome der Besessenheit (z.B. Tourette-Syndrom, Schizophrenie, Hysterie).
- Analyse des Ablaufs und der Stadien einer Teufelsaustreibung.
- Kritische Aufarbeitung des Falles Klingenberg (Anneliese Michel) als Fallbeispiel.
Auszug aus dem Buch
3.3. Das Böse in Gestalt des Teufels
Betrachtet man das Ende des Gebetes Vater unser endet es mit den Worten: „(...) und erlöse uns von dem Bösen“. Somit ist das Böse ein Bestandteil der Wirklichkeit, sei es aus der religiösen Sicht als auch aus der Sicht von Atheisten. Das Böse äußert sich hier in anderen Erscheinungsformen wie zum Beispiel Hass und Krieg etc. Anzumerken ist, dass das Böse einen Ursprung haben muss, wenn es in der Realität der Menschen in welcher Form es auch sein mag existiert.
Die Erklärung ist folgende: Das Böse beginnt mit der Schöpfung, es ist in der Schöpfungstheologie mit dem Sündenfall begründet. Es ist ein Widerstand gegen Gott und seine Schöpfung, das heißt, auch gegen den Menschen. Eine zerstörerische Macht, gegen die es anzukampfen gilt. Jedoch muss man dem Beachtung schenken, dass der Teufel also das Böse trotz der Bösartigkeit ein Geschöpf Gottes bleibt, das anfänglich gut geschaffen wurde und nicht von Anfang an schlecht war. Es stellt sich die Frage, was nun das Böse genau ist und was es darstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Exorzismus und Besessenheit ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffsklärung und Bedeutung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, beleuchtet das Verständnis von Besessenheit und stellt die Rolle des Bösen dar.
3. Geschichtlicher Abriss: Hier werden die historischen Ursprünge des Exorzismus sowie die Bedeutung des Rituale Romanum behandelt.
4. Symptome: Das Kapitel beschreibt die Merkmale, die laut kirchlicher Auffassung auf eine Besessenheit hinweisen.
5. Die Sicht der Wissenschaft: Es wird untersucht, wie Medizin und Psychiatrie die als Besessenheit gedeuteten Phänomene interpretieren und in Bezug zu psychischen Krankheiten setzen.
6. Verlauf eines Exorzismus: Dieses Kapitel erläutert den formalen Ablauf des Rituals und die Stadien, die vom vorgelagerten Zustand bis zur eigentlichen Besessenheit führen.
7. Exorzismus in Deutschland: Anhand des Falles von Anneliese Michel wird die Problematik der Exorzismus-Praxis in der modernen Zeit verdeutlicht.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Spannung zwischen religiösem Glauben und medizinischer Diagnose.
Schlüsselwörter
Exorzismus, Besessenheit, Teufelsaustreibung, Rituale Romanum, Katholische Kirche, Dämonen, Anneliese Michel, Fall Klingenberg, Psychiatrie, Psychische Störungen, Schizophrenie, Tourette-Syndrom, Hysterie, Religion, Das Böse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Exorzismus und Besessenheit unter Berücksichtigung religiöser, historischer und medizinischer Perspektiven.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffsdefinitionen, der Geschichte des Rituals, der medizinischen Einordnung der Symptome sowie der Analyse eines konkreten Falls.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, eine Einführung in das Thema zu bieten und eine kritische Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten einer genauen Krankheitsanalyse bei vermeintlichen Besessenheitsfällen zu ermöglichen.
Welche wissenschaftlichen Perspektiven finden Anwendung?
Die Arbeit kombiniert religionswissenschaftliche Ansätze mit medizinisch-psychiatrischen Erklärungsmodellen, um die Phänomene ganzheitlich zu betrachten.
Welcher Aspekt wird im Hauptteil besonders hervorgehoben?
Ein zentraler Teil ist die Gegenüberstellung von kirchlicher Symptomlehre und medizinischen Krankheitsbildern wie Schizophrenie oder Tourette-Syndrom.
Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?
Die wichtigsten Schlagworte sind Exorzismus, Besessenheit, das Rituale Romanum und die psychologische Betrachtung von Glaubensphänomenen.
Wie erklärt die Medizin die Symptome, die auf eine Besessenheit hindeuten?
Die Wissenschaft sieht in Phänomenen wie Stimmenhören, unkontrollierten Bewegungen oder extremer Kraftanstrengung oft bekannte psychiatrische Krankheitsbilder oder psychische Störungen.
Welche Rolle spielt der Fall Anneliese Michel in dieser Hausarbeit?
Der Fall Klingenberg dient als zentrales, realistisches Beispiel, um die Gefahren einer rein religiösen Deutung bei psychisch erkrankten Menschen zu verdeutlichen.
Warum wird der Exorzismus trotz wissenschaftlichem Fortschritt noch praktiziert?
Der Exorzismus bleibt für die katholische Kirche ein anerkanntes Instrument gegen das Böse, das in einem festen Glaubensgefüge als notwendiges "Gebet der Kirche" verankert ist.
- Arbeit zitieren
- BA Christoph Staufenbiel (Autor:in), 2011, Exorzismus und Besessenheit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169842