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Täterhandeln beim Cyber-Mobbing

Aspekte aus Tomasellos Forschungen über die geteilte Intentionalität beim Menschen und Negativierung dieser Aspekte hinsichtlich des Handelns der Täter beim Cyber-Mobbing

Titel: Täterhandeln beim Cyber-Mobbing

Essay , 2011 , 19 Seiten

Autor:in: Christian Johannes von Rüden (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Seminar „Du, Ich, Wir: Einsichten in Kommunikation und Kooperation zwischen Menschen“, beinhaltete die Diskussion um moderne Forschungen des, gebürtig aus den Vereinigten Staaten stammenden, Leipziger Professors Michael Tomasello, welche sich auf dem Gebiet der soziologischen Anthropologie bewegen.
In diesem Essay möchte ich einige Aspekte Tomasellos wieder aufgreifen und sie in mögliche Verbindungen mit Handlungsweisen der Täter beim modernen Cyber-Mobbing in sozialen Netzwerken wie StudiVZ oder facebook bringen. Empirische Studien, in welchen Täter- und Opferbefragungen stattfanden, sowie erläuternde Handreichungen zum Cyber-Mobbing sollen mir, neben Büchern von Michael Tomasello, dafür als Informationsgrundlagen dienen.

Im Verlauf der Bearbeitung des Essays habe ich festgestellt, dass Cyber-Mobbing eine überaus gefährdende Sache für Kinder und Jugendliche, welche sich in der Opferrolle befinden, sein kann.
[...]
Besonders die Aufklärungsarbeit in Schulklassen zu diesem Thema scheint mir sehr wichtig. Man sollte, unter Berücksichtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit von kleinen Kindern nach Tomasello, bereits in den Vorschul-, mindestens jedoch in den ersten Grundschulklassen, im Rahmen der üblichen gemeinsamen Erstellung von Klassenregeln, ein für die Gesellschaft weitsichtiges, positiv ausformuliertes Regelwerk zum Umgang miteinander in der Gemeinschaft ausformulieren. Diese Regeln sollten demnach alle auch ein „Wir-Gefühl“ für den Klassenverband beinhalten und somit nicht etwa lauten: „Ich höre meinen Mitschülern zu“ sondern „Wir hören unseren Mitschülern zu“. Gleichzeitig sollten die Regeln so ausformuliert sein, dass sie von den Kindern eindeutig nachvollziehbar, auch im Internetumgang miteinander, berücksichtigt werden müssen.
[...] Als außerordentlich beunruhigend für ein friedliches weitsichtiges gesellschaftliches Miteinander, unter Berücksichtigung der Wechselbeziehungen zwischen geteilter Intentionalität und Cyber-Mobbing kann zuletzt noch eine sehr moderne virtuelle Umgangsform, nämlich die sogenannten „Enthüllungsplattformen“, gesehen werden.
Insbesondere der letzte Punkt zu den Kennzeichen des Cyber-Mobbings, welcher in der Handreichung des Staatsinstitutes für Schulqualität und Bildungsforschung in München, aufgeführt ist, verbunden mit den Folgen für ein Mobbing-Opfer „im Kleinen“, kann hier nahezu „Eins zu Eins“ auf mögliche Enthüllungsaktionen auf einem Enthüllungsnetzwerk „im Großen“ übertragen werden: [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielsetzung

2. Aussagen Tomasellos zur geteilten Intentionalität und zu Gesten

3. Grundinformationen zum Cyber-Mobbing

4. Etwaige Negativierungen von Aspekten der „Wir-Intentionalität“ beim Cyber-Mobbing in sozialen Netzwerken

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieses Essays ist es, die soziologischen Forschungsergebnisse von Michael Tomasello zur geteilten Intentionalität und Kommunikation auf das moderne Phänomen des Cyber-Mobbings in sozialen Netzwerken zu übertragen, um Tätermotive und Handlungsweisen besser zu verstehen.

  • Verbindung zwischen Tomasellos Theorie der geteilten Intentionalität und Cyber-Mobbing
  • Analyse von Täuschungstaktiken und manipulativer Verhaltensweisen
  • Rolle der „Wir-Intentionalität“ bei kooperativen Mobbing-Attacken
  • Bedeutung virtueller Gesten und digitaler Kommunikation für die Täter
  • Pädagogische Implikationen und Notwendigkeit präventiver Regelwerke

Auszug aus dem Buch

Aussagen Tomasellos zur geteilten Intentionalität und zu Gesten

Ein Beispiel, welches Tomasello von der Beobachtung zweier Schimpansen durch einen Forscher wiedergibt, lässt hier vorab bereits die negative Qualität einer heimtückischen Tat, zu denen ja auch das Cyber-Mobbing gehört, erkennen.

„beobachtete de Waal, wie eine Schimpansin wiederholt ihre Hand gegenüber einem Artgenossen in einer scheinbaren Geste der Beschwichtigung ausstreckte. Als der andere sich jedoch näherte, griff sie ihn an. Dies könnte ein Fall von Täuschung sein, der auch bei Menschen vorkommt: Der Täter will den anderen glauben machen, er habe freundliche Absichten, was in Wirklichkeit nicht der Fall ist.[…]Dieser Gebrauch eines etablierten sozialen Verhaltens in einem neuen Kontext ist gewiss eine sehr intelligente und möglicherweise einsichtsvolle, soziale Strategie zur Manipulation des Verhaltens anderer.“

Weiter ist für das Cyber-Mobbing wichtig, dass Tomasello beschreibt, dass nichtmenschliche Primaten nicht anderen absichtlich neue Verhaltensweisen lehren. Seiner „Ansicht nach tun sie diese Dinge deshalb nicht, weil sie nicht verstehen, dass ihre Artgenossen intentionale und geistige Zustände haben, die möglicherweise beeinflussbar sind.“ Außerdem „verstehen sie andere nicht als intentionale Akteure, die Ziele verfolgen. […]Aber Menschen sehen noch etwas anderes. Sie verstehen einen Artgenossen als jemanden, der die Nahrung als Ziel anstrebt, und sie können versuchen, diese und andere intentionale und geistige Zustände, und nicht nur das Verhalten, zu beeinflussen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielsetzung: Der Autor führt in das Thema ein und erläutert sein Vorhaben, Michael Tomasellos anthropologische Forschung mit den Handlungsweisen von Cyber-Mobbing-Tätern zu verknüpfen.

2. Aussagen Tomasellos zur geteilten Intentionalität und zu Gesten: In diesem Kapitel werden grundlegende Konzepte der „Wir-Intentionalität“ und der menschlichen Kommunikationsformen vorgestellt, um sie später als Basis für die Analyse negativer Verhaltensweisen zu nutzen.

3. Grundinformationen zum Cyber-Mobbing: Der Abschnitt definiert Cyber-Mobbing anhand aktueller Studien und Handreichungen und beleuchtet die Verbreitung des Phänomens im schulischen Kontext und am Arbeitsplatz.

4. Etwaige Negativierungen von Aspekten der „Wir-Intentionalität“ beim Cyber-Mobbing in sozialen Netzwerken: Hier erfolgt die direkte Übertragung der Theorie auf das Cyber-Mobbing, wobei insbesondere die missbräuchliche Nutzung sozialer Netzwerke und die Anstachelung durch „Mittäter“ untersucht wird.

5. Abschließende Betrachtung: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Aufklärungsarbeit und der Etablierung verbindlicher, weitsichtiger Klassenregeln.

Schlüsselwörter

Cyber-Mobbing, Michael Tomasello, geteilte Intentionalität, Wir-Intentionalität, soziale Netzwerke, Kommunikation, Zeigegeste, soziale Kognition, Prävention, Medienpädagogik, Täuschungstaktik, Mobbing-Opfer, Peer-Group, Internetkommunikation, virtuelles Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Verbindung zwischen der soziologischen Anthropologie von Michael Tomasello und dem modernen Phänomen des Cyber-Mobbings.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die menschliche „Wir-Intentionalität“, die Bedeutung von Gesten in der Kommunikation sowie die Dynamiken von Täterverhalten in sozialen Netzwerken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Handlungsweisen von Cyber-Mobbing-Tätern durch die Brille evolutionärer Konzepte zu erklären und aufzuzeigen, wie soziale Fähigkeiten negativ manipuliert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen essayistischen Ansatz, der Literaturanalyse (Tomasello) mit empirischen Daten aus Studien (z. B. JIM-Studie) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie soziale Motive und kognitive Fähigkeiten beim Cyber-Mobbing ins Negative verkehrt werden, insbesondere durch Täuschung, Anonymität und die Ausnutzung digitaler Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Cyber-Mobbing, Wir-Intentionalität, soziale Netzwerke, Kommunikation und Prävention.

Wie spielt die „Wir-Intentionalität“ beim Cyber-Mobbing eine Rolle?

Sie wird als Grundlage für kooperatives Handeln missbraucht; Täter nutzen ihr Wissen über die Ziele und Schwächen anderer, um diese gezielt zu manipulieren oder bloßzustellen.

Welche Rolle spielen „Enthüllungsplattformen“ laut dem Autor?

Der Autor sieht in ihnen eine besonders beunruhigende Entwicklung, da sie die Anonymität nutzen, um im großen Stil Unwahrheiten zu verbreiten und massiven gesellschaftlichen Schaden anzurichten.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Täterhandeln beim Cyber-Mobbing
Untertitel
Aspekte aus Tomasellos Forschungen über die geteilte Intentionalität beim Menschen und Negativierung dieser Aspekte hinsichtlich des Handelns der Täter beim Cyber-Mobbing
Hochschule
Universität Paderborn  (Institut für Humanwissenschaften)
Veranstaltung
Du, Ich, Wir: Einsichten in Kommunikation und Kooperation zwischen Menschen
Autor
Christian Johannes von Rüden (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V169824
ISBN (eBook)
9783640882632
ISBN (Buch)
9783640912612
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zeigegeste Mobbing Schule Kommunikation Kooperation Anthropologie soziales Netzwerk soziale Netzwerke meinVZ facebook studiVZ wer-kennt-wen ikonische Geste Primaten Koalitionspartner moralisch Moral Evolution Schimpanse Täuschung Innenperspektive psychosozial Cyber-Mobbing Tomasello Wiki-Leaks Enthüllungsplattform Cyber-Bullying Happy-Slapping Täter Opfer geteilte Intentionalität Manipulation virtuell Community Gebärde Sprache prosoziale Motivation Peergroup Peer-Group Cybermobbing Kognition Demütigung Bloßstellung JIM-Studie Lehrkraft Hassgruppe Diffamierung Gerücht Bildungsforschung Sensation Seeking Klassenregeln victim delinquent
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Johannes von Rüden (Autor:in), 2011, Täterhandeln beim Cyber-Mobbing, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169824
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Leseprobe aus  19  Seiten
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