Die vorliegende Arbeit untersucht Kommunikationsstörungen bei Menschen mit Schizophrenie und deren Herausforderungen für die Gesprächsführung in der Sozialen Arbeit. Ausgehend von theoretischen Modellen nach Shannon und Weaver sowie Paul Watzlawick wird aufgezeigt, wie Störungen in der Informationsübertragung und in der Beziehungsebene zu Missverständnissen führen können. Ergänzend werden neuropsychologische und kognitive Beeinträchtigungen erläutert, die das Denken, die Wahrnehmung und die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Betroffenen beeinflussen. Darüber hinaus werden psychosoziale Faktoren, insbesondere familiäre Kommunikationsmuster, als mitbestimmende Einflüsse auf die Entstehung schizophrener Symptome und kommunikativer Störungen dargestellt. Anhand eines Praxisbeispiels wird deutlich, dass Kommunikationsprobleme im beruflichen Alltag häufig auf unterschiedlichen Realitätswahrnehmungen und sprachlichen Einschränkungen beruhen. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass gelingende Kommunikation mit schizophren erkrankten Menschen vor allem durch eine empathische, authentische und wertschätzende Haltung ermöglicht wird. Fachkräfte der Sozialen Arbeit können durch eine gelingende Kommunikation nach Carl Rogers ein „lebensnotwendiges“ Vertrauen aufbauen, vielfältige Missverständnisse verringern und den Betroffenen ein Gefühl von Akzeptanz und Sicherheit vermitteln.
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- Janin Rosenberger (Author), 2025, Kommunikation im Wahn. Herausforderung in der Kommunikation mit schizophren Erkrankten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1697620