C. S. Lewis entwickelt in "The Great Divorce" (1945) ein allegorisches Jenseitsmodell, das die Entscheidung des Menschen zwischen ewiger Trennung und Gemeinschaft mit Gott in den Mittelpunkt stellt. Die vorliegende Arbeit interpretiert den Text als bewussten intertextuellen Dialog mit der Jenseitsliteratur und untersucht insbesondere seine Bezüge zu Dante Alighieris "Göttlicher Komödie" und William Blakes "The Marriage of Heaven and Hell". Während Dante eine metaphysisch geordnete Welt entwirft und Blake moralische Gegensätze auflöst, greift Lewis zentrale Elemente beider Traditionen auf, transformiert sie und überführt sie in eine eigenständige theologische Konzeption. Im Zentrum stehen dabei die Kategorien Freiheit, Entscheidung und Wahrheit. Die Arbeit zeigt zudem, wie Lewis Intertextualität gezielt als literarische Strategie einsetzt, um weltanschauliche Positionen zu vermitteln und Literatur als Medium religiöser und moralischer Debatte zu gestalten.
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- Julia Mehl (Author), 2025, C. S. Lewis' "The Great Divorce" im Dialog mit Dante und Blake, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1696286