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Kindheit und Erziehung in Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ und in Ulrichs von Zatzikhovens „Lanzelet“ im Vergleich

Title: Kindheit und Erziehung in Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ und in Ulrichs von Zatzikhovens „Lanzelet“ im Vergleich

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Lisa Schüssler (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Das neuzeitliche Publikum lässt sich immer wieder aufs Neue vom mittelalterlichen Rittertum begeistern. Mehr als die Geschichtsschreibung hat dazu aber die Romanliteratur beigetragen. Ihre ersten Meisterwerke knüpften schon eine Verbindung zwischen Roman und Ritter. Wolfram von Eschenbach erzählt in seinem „Parzival“ von seinem Titelhelden „Parzival“ und vom Artusritter Gawan. In seinem Versroman der mittelhochdeutschen höfischen Literatur, der vermutlich im ersten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts entstand, schildert er einerseits die Erziehung des Parzivals vom Unwissenden zum Gralskönig, andererseits die gefahrvollen Bewährungsproben des Artusritter Gawan. Parzivals Erziehung zum Ritter und seine Suche nach dem Gral ist, wie der Erzähler mehrfach betont, Hauptthema der Handlung. Dem Werk wird eine einzigartige Wirkungsgeschichte im Mittelalter nachgesagt werden. Joachim Bumke spricht von einer „literarischen Sensation“, die das Werk gewesen sein soll, so häufig zitiert und kopiert wie kein anderes im 13. Jahrhundert. Wolfram von Eschenbach verarbeitet alle geläufigen Problemstellungen der literarischen Epoche wie Minne- Problematik, „Aventiure“- Forderungen, Herrscher- Idoneität und religiöse Determiniertheit. Damit kommt dem Roman exemplarische Bedeutung für die Themenkomplexe der höfischen Literatur insgesamt zu. Ein weiteres Beispiel für die Verbindung von Ritter und Roman ist Ulrich von Zaztikhovens „Lancelet“. Er ist eine Nachdichtung eines unbekannten altfranzösischen Artusromans. Der Held des Romans ist der Ritter Lancelot, dessen Geschichte wenig früher auch Chrétien de Troyes in seinem „Le Chevalier de la Charette“ erzählt hatte. Die Thematik ist auch hier Erziehung und Ritterlehre. Lanzelet wird von einer Fee auf eine, nur von Frauen bewohnte Insel, entführt, wo er erzogen wird. In ihm wächst der Wunsch die Welt kennenzulernen, woraufhin er aufbricht, um Ritter zu werden. In der vorliegenden Arbeit versuche ich, die Darstellung der Erziehung und Ritterlehre im „Parzival“ und im „Lanzelet“ zu skizzieren. Ausgehend von einer kurzen Definition des Ritterbegriff und des Ritterideals, werde ich erst die zwei erwähnten höfischen Romane des Mittelalters einzeln untersuchen. Besondere Beachtung lege ich bei „Parzival“ auf die Elternvorgeschichte, die Kindheit in Soltane und Parzivals Kontakte mit der Ritterwelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Erziehung und Rittertum im Mittelalter

a. Der Ritterbegriff

b. Das Ritterideal

2. Erziehung und Rittertum im „Parzival“ Wolfram von Eschenbachs

a. Kurze Inhaltswiedergabe

b. Geburt und Kindheit in Soltane

c. Ritterlehre

3. Erziehung und Rittertum in Ulrichs von Zatzikhovens „Lanzelet“

a. Kurze Inhaltswiedergabe

b. Geburt, Kindheit und Erziehung in der Märchenwelt

d. Ritterlehre

4. Vergleich von Erziehung und Ritterlehre im „Parzival“ und im „Lanzelet“

III. Zusammenfassung und Bilanz

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung der Erziehung und Ritterlehre in den mittelhochdeutschen höfischen Romanen "Parzival" von Wolfram von Eschenbach und "Lanzelet" von Ulrich von Zatzikhoven. Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Kindheitsmustern sowie den ritterlichen Ausbildungswegen beider Protagonisten aufzuzeigen und deren Bedeutung für das jeweilige Ritterideal zu analysieren.

  • Definition des Ritterbegriffs und der ritterlichen Ideale im Mittelalter.
  • Analyse der Elternvorgeschichte und der behüteten Kindheit der Helden.
  • Untersuchung der ritterlichen Unterweisung durch Lehrmeister.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Kindheits- und Entwicklungsgeschichten.

Auszug aus dem Buch

b. Das Ritterideal

Mit der historischen Erscheinung des Rittertums geht die Ausprägung ethnischer Prinzipien einher. Diese Verbindung war es auch, die das Bild vom historischen Ritter lange Zeit verstellt hat. Entweder man sah den historischen Ritter so ideal oder leugnete andererseits die Existenz des historischen Ritters überhaupt. Mittlerweile wird aber weder die Existenz ritterlicher Ideale, noch das historische Rittertum angezweifelt. Beide Entwicklungen liefen parallel und bedingen sich gegenseitig. Ritterideal und Ritterwirklichkeit sind also direkt von einander abhängig. Eine feststehende Ritterschaft gab es nicht immer, diese ist erst im entstanden. In ihrer Entstehungszeit umfasste sie den Stand der unfreien Dienstleute oder Ministerialen und im Laufe der Zeit stieg der Gefühlswert des Rittertitels so weit, dass auch Mitglieder des Adelsstandes nach ihm verlangten. Sie verliehen ihren Dienstleuten gesellschaftliches Ansehen und Lebensweise. 1225 wurde diese auch auf den Adel übertragen, so dass einen neue Ritterschaft entstand. Diese Neugruppierung bedeutete keine Erweiterung der bestehenden Stände, sondern durchzog diese und besaß mehr sozialen Wert als rechtliche Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des mittelalterlichen Rittertums in der Literatur ein und skizziert die Fragestellung bezüglich der Erziehung und Ausbildung der Helden Parzival und Lanzelet.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert fundiert den historischen Ritterbegriff, die spezifischen Werdegänge von Parzival und Lanzelet sowie deren ritterliche Unterweisung, gefolgt von einer vergleichenden Betrachtung.

III. Zusammenfassung und Bilanz: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Kindheitserzählungen die notwendigen Voraussetzungen für die spätere Rolle der Protagonisten als Ritter schaffen.

Schlüsselwörter

Rittertum, Mittelalter, Erziehung, Parzival, Lanzelet, Ritterideal, Wolfram von Eschenbach, Ulrich von Zatzikhoven, Höfische Literatur, Ritterlehre, Kindheit, Aventiure, Minne, Ritterstand, Heldenepos.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Darstellung von Kindheit, Erziehung und Ausbildung zum Ritter in zwei zentralen Werken der mittelhochdeutschen Epik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen der historische Ritterbegriff, die Bedeutung von ritterlichen Idealen, die Kindheitsphasen der Helden und der Einfluss der Erziehung auf ihren späteren Lebensweg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein systematischer Vergleich der Erziehungsmuster und der Ritterlehre in Wolfram von Eschenbachs "Parzival" und Ulrich von Zatzikhovens "Lanzelet".

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse und einen strukturierten Vergleich der Primärtexte unter Berücksichtigung der Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Einzelanalysen der beiden Romane (inklusive Elternvorgeschichte und Ritterlehre) sowie eine komparative Synopse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Rittertum, höfische Literatur, Erziehung, Ritterideal, Parzival, Lanzelet und Kindheitsmuster.

Welche Rolle spielt die Mutterfigur in beiden Werken?

Beide Mütter versuchen ihre Söhne rührend und entgegen den Gepflogenheiten (selbst stillend statt Amme) vor der ritterlichen Welt zu bewahren, was jedoch den individuellen Entwicklungsdrang der Helden nicht aufhalten kann.

Wie unterscheidet sich die Bewertung der Väter in den beiden Romanen?

Während Parzivals Vater Gahmuret als idealer, tapferer Ritter gezeichnet wird, erscheint Lanzelets Vater als ein vom Volk gehasster Tyrann.

Was verdeutlicht die "Vogelepisode" bei Parzival?

Sie illustriert, dass Parzival trotz seiner abgeschiedenen Erziehung in Soltane ein adeliges Wesen besitzt, das sich in Jagdlust und zugleich in Mitleid ausdrückt.

Was ist das Ergebnis des Vergleichs zwischen Parzival und Lanzelet?

Beide Protagonisten benötigen trotz unterschiedlicher Ausgangslagen eine zweigeteilte Erziehung – eine erste weiblich geprägte Phase und eine anschließende ritterliche Unterweisung –, um ihrer Bestimmung als Ritter gerecht zu werden.

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Details

Title
Kindheit und Erziehung in Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ und in Ulrichs von Zatzikhovens „Lanzelet“ im Vergleich
College
University of Würzburg  (Ältere deutsche Philologie)
Course
Kindheitsmuster im höfischen Roman des Mittelalters
Grade
1,9
Author
Lisa Schüssler (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V169562
ISBN (eBook)
9783640879618
Language
German
Tags
kindheitsmuster parzival lanzelet höfischer roman kindheit erziehung zatzikhoven eschenbach
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Schüssler (Author), 2009, Kindheit und Erziehung in Wolfram von Eschenbachs „Parzival“ und in Ulrichs von Zatzikhovens „Lanzelet“ im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169562
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