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Luhmanns Systemtheorie und Einordnung der Massenmedien

Title: Luhmanns Systemtheorie und Einordnung der Massenmedien

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nico Dietrich (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions

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Summary Excerpt Details

„Niklas Luhmann, der Beobachter der Gesellschaft im Ausguck der Wissenschaft“ (Boehm u. Strauch 1989), gilt als der „produktivste und originellste unter den theoretischen Soziologen in der Bundesrepublik.“ (dpa 1988 nach Horster 2005, S. 193). Bekanntheit erlangte der studierte Rechtswissenschaftler vor allem durch seine Weiterentwicklung der Systemtheorie und der damit verbundenen wissenschaftlichen Debatte. Kaum eine andere Theorie erhebt den größtmöglichen Anspruch, die gesamte Gesellschaft inklusive sich selbst beschreiben zu wollen. In 29 Jahren entwickelte Luhmann eine komplexe Systemtheorie, die um einiges abstrakter und komplexer daherkommt als alle älteren Ansätze.
Geprägt von chaotischen Nachkriegserfahrungen und britischer Kriegsgefangenschaft, fand der gebürtige Lüneburger fortan Befriedigung in der Herstellung von Ordnung und strebte zunächst eine Karriere in der Verwaltung an, bevor er sich der Wissenschaft widmete. Der Ordnungssinn Luhmanns spiegelt sich in seinem Zettelkasten-System, das die Grundlage seiner immensen Produktivität birgt, wider (vgl. Berghaus 2004, S. 14). So beachtlich Luhmanns Leistung auch ist, seine Systemtheorie wurde Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen und spaltet bis heute die soziologische Welt. Jürgen Habermas, mit dem Luhmann 1971 Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie veröffentlichte, gilt als einer der größten Kritiker. Obgleich sich beide Sozialwissenschaftler auf die gleichen Ursprünge beziehen, entwickelten sie sehr verschiedene Ansätze und scheuten die gegenseitige Kritik nicht.
Die folgende Arbeit soll Niklas Luhmanns Systemtheorie näher beleuchten, zentrale Begriffe klären und zueinander in Beziehung setzen. Des Weiteren wird der Schwerpunkt auf den Massenmedien als System liegen. Der zweite Teil wird sich kritisch mit der Theorie auseinander setzen und die Einordnung der Massenmedien aus verschiedenen Perspektiven untersuchen, bevor Fazit und Ausblick die Niederschrift abrunden. Aufgrund der relativen Kürze dieser Arbeit, muss eine umfassende Abhandlung der Luhmann’schen Theorie außen vor bleiben. Beziehungen zwischen den Systemen sollen deswegen weitgehend ausgeblendet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Luhmanns Systemtheorie

2.1 Eine Welt aus Systemen

2.2 Soziale Systeme

2.3 Die Massenmedien – Ein System?

3. Kritische Betrachtung

4. Fazit und Ausblick

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Niklas Luhmanns komplexe Systemtheorie zu erläutern und ihre zentralen Begriffe in Beziehung zu setzen, um darauf aufbauend eine Einordnung der Massenmedien als Funktionssystem vorzunehmen. Dabei wird untersucht, wie Luhmann die Abgrenzung von System und Umwelt definiert und inwieweit diese systemtheoretische Sichtweise einer kritischen Analyse standhält.

  • Grundlagen und zentrale Konzepte der Luhmannschen Systemtheorie
  • Differenzierung von System und Umwelt sowie Autopoiesis
  • Die Definition und Funktion der Massenmedien als soziales System
  • Kritische Reflexion der empirischen Überprüfbarkeit und Begrifflichkeit
  • Herausforderungen durch moderne Medienentwicklungen und das Internet

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Massenmedien – Ein System?

Nachdem die Luhmann’sche Systemtheorie überblickend und gänzlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit beschrieben wurde, soll der Fokus im Folgenden auf den Massenmedien und deren Einordnung in die Theorie liegen. Neben den in der Literatur oft thematisierten Funktionssystemen Politik und Wirtschaft weist Luhmann nun auch den Massenmedien Systemstatus zu. Die wesentlichen Aspekte dazu gehen auf das 1996 erschienene Werk Die Realität der Massenmedien zurück. Zunächst ist es unumgänglich, sich an dieser Stelle vor Augen zu führen, was genau Luhmann als Massenmedien definiert. Während Maletzke unter Massenkommunikation „jene Form der Kommunikation, bei der Aussagen öffentlich, durch technische Verbreitungsmittel, indirekt und einseitig an ein disperses Publikum vermittelt werden.“ (Maletzke 1978, S. 32), versteht, sind für Luhmann nur zwei Charakteristika ausschlaggebend. Er postuliert als Massenmedien „alle Einrichtungen der Gesellschaft […], die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel der Vervielfältigung bedienen.“ (Luhmann 2009a, S. 10) und bei denen „keine Interaktion unter Anwesenden zwischen Sender und Empfängern stattfinden kann.“ (Luhmann 2009a, S. 10). Daraus lässt sich schlussfolgern, dass erst die technische Vervielfältigung aus einem singulären Schriftstück ein Massenmedium werden lässt.

Die Frage ist nun, wie sich die Massenmedien gegenüber ihrer Umwelt abgrenzen und worin ihre genaue Funktion besteht. Um den Massenmedien – im Gegensatz zu Sprache, die kein System darstellt – Systemstatus zuzuweisen, macht sich Luhmann erneut die System-Umwelt-Grenze zu Nutze. Wie Berghaus beschreibt, stellt „die Unterbrechung von Umweltbezügen eine Voraussetzung für die Bildung eines eigenständigen Funktionssystems“ (Berghaus 2004, S. 193) dar. Jene Unterbrechung liegt bei den Massenmedien in der fehlenden Interaktion zwischen Sender und Empfänger vor. In diesem Zusammenhang werden Begriffe wie interaktives Fernsehen zu Oxymora, da Massenmedien wie eben beschrieben per definitionem keine Interaktion zulassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Niklas Luhmann als Theoretiker ein, benennt die Problemstellung der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die inhaltliche Strukturierung sowie die beabsichtigte kritische Auseinandersetzung.

2. Luhmanns Systemtheorie: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Systemtheorie, insbesondere die Konzepte der autopoietischen sozialen Systeme, der System-Umwelt-Differenz und definiert schließlich die Massenmedien als ein spezifisches Funktionssystem innerhalb dieser Theorie.

3. Kritische Betrachtung: Der Autor hinterfragt die mangelnde empirische Überprüfbarkeit der Systemtheorie, die Komplexität ihrer Begriffsbildung und diskutiert die Herausforderungen, denen sich das Luhmannsche Modell gegenüber neuen Medienentwicklungen wie dem Internet stellen muss.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert das Potenzial der Luhmannschen Theorie trotz ihrer hohen Abstraktion und betont die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung, insbesondere im Hinblick auf das Einbeziehen von Subjekten und technologischen Wandlungsprozessen.

5. Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche für die Hausarbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Werke auf.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Massenmedien, soziale Systeme, Kommunikation, Autopoiesis, System-Umwelt-Differenz, Konstruktivismus, Funktionssysteme, Realität, Selektion, Information, Medienentwicklung, Gesellschaftsbeobachtung, Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich mit Niklas Luhmanns systemtheoretischem Ansatz auseinander und untersucht speziell die Einordnung der Massenmedien als funktionales System innerhalb dieses soziologischen Rahmens.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Systemen, die Funktionsweise von Kommunikation, die mediale Konstruktion von Realität sowie eine kritische Prüfung der Theorie an aktuellen Medientrends.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Luhmannsche Systemtheorie verständlich darzulegen, die Massenmedien als autopoietisches System zu identifizieren und die Stärken sowie Schwächen dieses Ansatzes kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit folgt einer theoretischen Analyse und Literaturarbeit, bei der zentrale Begriffe und Konzepte Luhmanns sowie deren Sekundärliteratur systematisch aufgearbeitet und reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die systemtheoretischen Grundbegriffe erläutert, gefolgt von einer Analyse der Massenmedien als System, um schließlich eine kritische Diskussion über Empirie, Zirkularität und die Rolle der Medientechnik anzuschließen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Systemtheorie, autopoietische Systeme, Massenmedien, soziale Differenzierung und Medienkommunikation.

Inwiefern beeinflusst das Internet Luhmanns Medientheorie laut dem Autor?

Der Autor argumentiert, dass das Internet durch seine interaktiven Möglichkeiten und das Fehlen klassischer, starrer Rollenverteilungen die Luhmannsche Differenzierung von System und Umwelt vor neue Herausforderungen stellt.

Warum steht der Begriff „fiktive Realität“ bei Luhmann in der Kritik?

Der Begriff gilt als widersprüchlich (contradictio in adiecto), da eine theoretische Beschreibung einer fiktiven Realität innerhalb eines strengen Systemmodells methodisch schwer umzusetzen und begrifflich problematisch ist.

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Details

Title
Luhmanns Systemtheorie und Einordnung der Massenmedien
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Kommunikations- und Medientheorien
Grade
1,0
Author
Nico Dietrich (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V169397
ISBN (Book)
9783640877867
ISBN (eBook)
9783640877980
Language
German
Tags
Niklas Luhmann Luhmann Systemtheorie Massenmedien soziale Systeme autopoietisch Umwelt Kommunikation Autopoiesis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Dietrich (Author), 2010, Luhmanns Systemtheorie und Einordnung der Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169397
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